Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 10 (1959-1960)
- Issue
- 227 (30.6.1960)
- Date
- 1960-06-30
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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2. ‘DAS ECHO 30. Juni I960. Dem Faschismus — Es ist an und für sich ehrenvoll, dass der Bolivianer (und auch andere Lateinamerikaner) es nicht begleiten kann, dass soviel Gemeinheit in einem menschlichen Wesen wuchern kann, aber er bekundete damit auch, eine Kritiklosigkeit und eine Distanz zu den faschistischen Grausamkeiten, die kennzeichnend sind, für schnelles Vergessen ungeheuerlicher Verbrechen gegen die Menschheit. Der “Faell Eichmann’' macht cs klar und dringend, dass es immer mehr und intensiver versucht werden muss, von jüdischer Seite gegen die rnmenschlichkeit des Antisemitismus, gegen das politische System des Faschismus, zu kaempfen. Den Antisemitismus als politisches Agens klar herauszustel.en, die Kirche und alleguten christlichen Kraefte im Kampf gegen das judenfeindliche Anti-Christentum zu gewinnen, ist die vordringliche Aufgabe für Alle, die es mit der Demokratie, mit dem Humanismus ernst meinen. ln diesem Zusammenhang beglückj wünschen wir Günter Friedlaender, j dem Direktor des “Colegio Boliviano Isr.aeüta" der kürzlich in sehr geschick-! ter Ferm das Problem “Faschismus - | Gestapo - Eichmann" den Kindern j seiner Anstalt nahe brachte und breite und interessante Diskussionen atisloeste. Auf diesem Wege sollte weiter gearbeitet werden und ganz besonders waere es wichtig, wenn Herr Friedlaender mit Kollegen bol'vianischer Lehranstalten dieses Thema diskutieren würde mit der Bitte, dieses in den Klassen zur Sprache und! Aussprache zu bringen. Eichmann wurde zu einem Fall, j der sentimental oder politisch-tendenj zioes belichtet wurde. Aus diesem! "Fa 1" müssen ¿Menschenfreunde ein-! en Aufstieg im Humanistischen kons-! truieren, eine moralische Aufrüstung einen Ansturm gegen polnischen Morast. e Israel ist im vollen poitischen und moralischen Recht wenn es dabei verharrt, Eichmann w^-l^t an Argentinien, an Deutschland oder Polen auszuliefern, sondern den Prozess selbst vorzunehmen. Die Wichtigkeit dieses Rechtsganges fordert nicht nur beste Vorbereitung, sondern er muss auch in Hinsicht auf seine politische und menschliche Potenz aeusserst taktvoll durch geführt werden. Es waere vielleicht gut, wenn das Richter-Kollegium in Israel sich aus internationalen Richtern zusammensetzen würde, um dem Urteil und den vorangegangenen Untersuchungen das Gesicht absoluter Objektivif.aet zu geben und von vornherein antisemitische Verdaechtigungen auszuschalten Wie dem auch sei: der Prozess gegen Adolf K. Eichmann muss zu einer peitschenden Anklage gegen Antisemitismus und Unmenschlichkeit werden; dieser Prozess muss eine unüberhoerbare Trommel sein zur Werbung für eine bessere Menschlichkeit! Der Eichmann-Prozess muss dem Faschismus mitten ins Herz treffen. LUDWIG K. STARGARDT. KKL - NACHRICHTEN j KOENIG CYRUS WALD i In der letzten Sitzung des Direktoriums des Keren Kayemeth Leisrael berichtete der Vorsitzende, Herr Jakob Tsur, ueber seine kuerzlich beendete Reise nach Persien, Australien und Neuseeland im Aufträge des United Jewish Appeal. Dabei gab er dem Direktorium den Beschluss der persischen Judenheit bekannt, einen KKL-Wald im Jerusalemer Bergland auf den Namen von Koenig Cyrus zu pflanzen, anlaesslich der im naechsten Jahre ..stattiindenden 2 500-Jahrfei-ern im Andenken an den grossen Herrscher Persiens, der auch ein hervorragender Freund des juedischen Volkes gewesen war. SALZSUEMPFE VON SEDOM WERDEN URBAR GEMACHT Zweihundert Dunam von den nahe dem Kali-und Bromwerken von Sedom gelegenen Salzsuempfen befinden sich jetzt im Stadium der Urbarmachung durch den Keren Kayemeth Leisrael, um spaeter der vor kurzem am Rande der Sedomsuempfe gegruendeten Farm Neot Hakikar uebergeben zu werden. Die Farm zuechtet gegenwaertig Fleischvieh und fuehrt Versuche mit verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen durch. Die 200 Dunam werden nach ihrer Urbamachung mit Dattelpalmen und anderen Kulturen bepflanzt werden, die den Boden-und Klimabedingungen dieses Landesteils angepasst sind. Ausser der eigentlichen Urbarmaclnmgsarbeit baut der KKL auch Zugangswege zu den neuen Feldern und zu den Quellen, die der Farm zur Bewaesserung dienen. HOLZ AUS DEN WAELDERN ISRAELS Auf einer Pressekonferenz gab Herr Scharon Weitz, Leiter der Forstabteilung des KKL, bekannt, dass von der sich, ueber 20.70Cqkm erstreckenden Flaeche Israels ungefaehr 1.000 aufforsten lassen, davon 560 qkm im Bergland, 270qkm in der Kuestenebene, 70qkm in den Binnentaelern und 100 .qkm im Negev. Von 469f der Waelder erwartet man, dass sie Holz liefern, waehrend der Rest ausschliesslich fuer Zwecke wie Erosionsbe-; kaempfung oder militaerische Sicher- 1 heit angepflanzt wird. Heute verfliegt Israel lieber 90.000 Dunam ergiebiger Forste, die jaehrlich 20.000 Tonnen Holz, und somit 8 % des Landesbedarfes, liefern. Die neuen Pflanzungen werden die Produktion im Laufe der Zeit auf das Dreifache steigern. Der KKL beschaeftigt bei seinem Aufforstungswerk 1,000 Festangestellte, 1,500 zeitweilig angestelltt. und ueber 3,000 Saison-Arbeiter, die heute saemt ich ein zufriedenstellendes Mass von Fachkenntnissen erlangt haben. INDER PFLANZEN BAEUME AN! DEN TOREN JERUSALEMS i Siebenundzwanzig Mitglieder der; Bhoodanbewegung Iiufens, die sich 1 gegenwärtig als Gaeste der Histadruth in Israel befinden, haben vor einigen Tagen die ersten Baeume im “Bhoodan-H.ain” gepflanzt, der im Je* rusalemwald gelegen ist. Der Fuehrer der Gruppe, Herr Sedurnikar, betonte in seiner Ansprache, dass mit dem Setzen der Baeume auch Freundschaft und Liebe zwischen Indien und Israel gepflanzt werde. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass neben den Banden der Freundschaft bald .auch diplomatische Beziehungen zwischen den beiden Laendern aufgenommen werden. Die Feier wurde im Namen des Keren Kayemeth Leisrael von Dr. H. Freeden eroeffnet. Herr Jacob Shimoni ueberbrachte die Gruesse des Aussenministeriums, und Herr J. Margalith die der Histadruth. Die Bhoodanbewegung wurde in Indien im Jahre 1951 durch B. Babha, einen Schueler Ghandis, gegruendet. Ihre Anh.aenger wandern zu Fuss durch ganz Indien, um ihre Lehre der Aufteilung des Bodenbesitzes unter der Gesamtheit des Volkes zu verbreiten. 5.000 neue Doerfer konnten bisher in Indian auf Grund diser Bodenreform erbaut werden. Das Beste kostet auch nicht mehr... vio PAN AGRA! :T:WS:V'- v Direkte Flüge in erster Klasse und Touristenklasse. Panagra bietet Ihnen den besten Flugdienst nach dem fortschrittlichen Buenos Aires. Kaum sind Sie im Flugzeug, so geniessen Sie den ruhigsten, luxuriösesten und schnellsten Flug, den Sie sich nur vorstellen können. 2 Flüge wöchentlich in bequemen DC-6B. Einer direkt und der andere via Santiago de Chile. Radar und Druckkabine. Feinste Speisen und Getränke. Stets aufmerksame und gewissenhafte Bedienung. Und die Garantie der Panagra! Über 32 Jahre ununterbrochener Flugerfahrung im Dienste beider Amerikas. PAN AMEP/CAN-GPACE AtPWAVS Besuchen Sie Ihre Reiseagentur oder Panagra, wo man Sie immer gerne beraten wird: Grace y Cia. 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