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Das Echo · 1960-06-30 · 227 (30.6.1960) · p. [Seite 1]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
227 (30.6.1960)
Date
1960-06-30
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German
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No fue una sola persona, ni un solo gobierno, que buscó y halló a Adolf Eiclimann. Muchas personas, en todo el mundo, compusieron el rompecabeza que ¡levó a ¡a captura. Esas personas, principalmente voluntarios que trabajaron gastando su propio peculio, no descansaron hasta tanto se hizo justicia. Uno de los más dedicados a la caza del principal asesino de la Gestapo, fue Tuvia Friedmann, de 42 años de edad. Legó a ser la vocación de Friedmann. Necesitó 15 años para encontrar la huella. Sobreviviente del holocausto nazi en Europa, Friedmann decidió tomar medidas sistemáticas pa™ ubicar y detener a los criminales de guerra. Fue a través de su trabajo que fueron detenidos decenas de asesinos nazis. Durante años fue el experto mas destacado en toda la documentación al respecto, en Viena. Al igual que otras autoridades en documentos, Friedmann estudió el sistema de los cam- Po. MILTÜr* FRIEDMAN. pos .de concentración y se convenció de que Eiclimann era —entre los sobrevivientes nazis—, el de mayor responsabilidad Parecía fútil ubicar a algunos secuaces menores, cuando el creador de todo el sistema permanecía en libertad. En una entrevista aquí Friedmann reveló que muchos competieron la búsqueda. Algunos trabajaron independientemente. Otros cooperaron. El servicio de ^inteligencia de la h,agana también desempeñó su papel. Simón Wiesentha! vivió en I Linz, Austria, después de la gue- ¡ rra, solo por creer en la teoría; de (.¡ue Exhmann podría retornar al lugar donde pasó su ju- I ventud. Ej Dr. Steiner, de Pr.a- 1 ga, interrogó a muchos oficiales de SS para conseguir valio- 1 sos datos sobre Eichmann. Feii genbaum y Kaplam juntaron in- 1 formación entre los judíos ale- ¡ manes. Juntaron pieza por pie- I za, un vasto mosaico, en cuya ¡ red finalmente cayó Eichmann. i Friedmann era el más decij dido de todos. En las calles de! Tel Aviv lo habían apodado el "Don Quijote”. Algunos, menos amables, lo llamaban “Señor Eichmann’’, debido a su permanente preocupación. Algunas veces Friedmann y sus expertos chocaron con las autoridades israelíes, especialmente con Yad Vashem, el centro de documentación en Jerusalem. Calificaban a este centro de “excesivamente burocrático”. Es debido a Friedmann que ahora Eichmann ha sido capturado. La lección encierra una moraleja para posibles Eichmanns del futuro. -* f * Í * Nachricht für den modernen Mann: * CENATOR i * Der preisniedrige und perfekte + * Elektro - Rasierer! 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Jahrgang X. — Nummer 227. — 30 JUNI 1960 — PREIS: Bs. 500.— Dem Faschismus mitten ins Herz! Juden sind nicht rachsüchtig, sie ■bemühen sich in Handlung und Urteil stets gerecht zu sein. Daher war die, Mitte. Mai verbreitete Nachricht von der Verhaftung und Ueberführung des millionenfachen Judenmoerders Adolf Eichmann nach Israel nicht Anlass zur oberfiaechlichen Freude, sondern die jüdische Welt sah darin eine goettliche Fügung der Gerechtigked. Ja, man konnte wirklich von einer wunderbaren schicksalgsgewollten Vorsehung sprechen, dass Eichmann, der seit 15 langen Jahren erfolglos gesucht wurde, endlich der jüdischen Justiz in Israel ausgeliefert werden konnte. Was sich in Argentinien abspielte, war sicher nicht nach formalem Recht in Ordnung. Der Tatbestand lautete, dass ein Mensch auf .argentinischem Boden von israelischen Menschen ge** fangen genommen und ms Ausland entführt wurde. Aber in diesem Falle kann man nicht formal juristisch denken, da ein ungewoehnlicher Fall durch ungewoehnliche Massnahmen zu entschuldigen ist. Die Jurisdiktion des Verbrechers Eichmann kann nur dort sein, wo sein Moerdertum unsaegliches Leid verursachte: in Israel. Eine Rechtsfrage ist unteilbar, aber sie muss denoch so beantwortet werden, dass Recht nicht zum Unterschlupf des Boesen sein darf. Wir haben keinen Anlass, der Korrektheit der argentinischen Justiz zu misstrauen, aber diese Institution kann tinmoeglich das Verstaendnis fuer das einzigartig Gew.alttaetige eines Eichmann aufbringen, der als Repraesentant der nazistisch-faschistischen Mordmaschinerie I anzusprechen ist. | Humanitaet ist etwas Grosses und Schoenes, aber dieser Begriff wandelt I sich zu seinem Gegenteil, wenn damit starre Formen gedeckt werden die im dimensionalen Missverhältnis zum Grundgesetz der Menschlichkeit stehen. Die Entführung Eichmanns nach Israel wurde von der Welt nach Temperament oder politischer Faerbung gewertet. In vielen Fa'ellen wurden elementare moralische Wertungen verschoben in Masstaebe, die juridische sein sollten, aber Wirklichkeit politische waren. Der “Fall Eichmann” ist so besonders ,gelagert, dass es wichtig ist die breite Masse darauf hinzuweisen, dass es sich hier nicht allein um Herrn Adolf Eichmann handelt, sondern unfeine Aktion der primitiven Gerechtigkeit, dass ein System bestraft wird, dessen unmenschliche Feveltaten man einst “Politik” nannte. Im uebrigen waren es tatsaechlich keine israelischen Polizeileute, die die Gefangennahme von Eichmann Vornahmen, sondern Bürger von Israel, die Eichmann staendig suchten, den Mann, der ihre Familien ausrottete. Es war eine Fahndung, die das Gewissen vorschrieb, es war die Erfüllung vo n Gelübden, einen Menschen vor das jüdische Tribunal zu stellen, der ein Judenmoerder ohnegleichen war. Wenn Argentinien behauptete, dass dieser Akt von Israelis eine Gefahr für Frieden und internationale Sicherheit darstellte, so wurde hier entschieden von Buenos Aires zuw'eit gegangen. Die Regierung Frondizi haette in diesem Fall nicht einen solchen Alarm schlagen sollen, besonders, da Eichmann kein argentinischer Staatsbürger war und es sich hier nicht um die Entfuehrung eines Menschen, sondern um die einer Bestie (mit menschlichen Antlitz) handelte. Es ist bedauerlich, dass von beiden Seiten der Fall Eichmann allzu pathetisch bebehandelt wurde. Die Affa:- re haette einfacher und reibungsloser vonstatten gehen koennen, wenn die israelisch-argentinischen Aussen.aemter in dieser Sache besser gearbeitet haetten. Eine Ironie in diesem sensationellen Fall ist, dass kurz vor Bekanntwerden der Entführung Eicitmanns in Buenos Aires zwischen den Regierungen von Argentinien und Israel ein Auslieferungsvertrag von Delinquenten feierlich geschlossen wurde, nach dem der Grossverbrecher Eichmann ohne Weiteres haette au Israel ausgeliefert werden müssen. Das Urteil des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen war korrekt und bekundete in seinem Tenor Verstaendnis für die israelische Aktion. Beim Schreiben dieser Zeilen (28. Juni) lag von Buenos Aires noch kein konkreter Entscheid vor, doch ist zu hoffen und damit zu rechnen, dass es zwischen Jerusalem und Buenos Aires im Fall Eichmann zu einem vernünftigen Kompromiss kommt, der beiden Teilen gerecht wird. Es ist >n jüdischer und demokratischer Sicht allzu verstaendlich, dass Israel darauf hoechsten Wert legt, Adolf Eichmann durch die israelische Justiz aburteilen zu lassen. Das Urteil als solches ist kaum interessant, wichtig und notwendig ist, die Aufrollung des Falles Eichmanns bis in die kleinsten Detaills, um den barbarischen Nazismus der Welt gründlich klar zu machen. Israel will und wird einen Schauprozess von sittlicher Warte her aufziehen, als Demonstration gegen das faschistische Verbrechertum, und gleichzeitig für den in unserer Zeit so sehr geschaendeten Humanismus. Wie sehr notwendig eine Aufzeigung der faschistischen Ummoral ist, bewiesen die vielen Aktionen (auch in Bolivien) rechtsradikaler Gruppen, die fuer “Freiheit von Eichmann” demonstrierten und das Judentum anpoebeiten. Psychologisch und politisch interessant sind die Untersuchungen, die die Echo-Redaktion in dieser Sache anstellte, ln breiten Volkskreisen besteht kaum ein Interesse am “Fall Eichmann”, in den intellektuellen Kreisen von Bolivianern konnte man nur ein oberflaechliches Interesse registrieren, das kaum Gefühl oder gar Mit-Gefühl für das jüdische Leid bewies. In manchen Faellen wurde uns gesagt, “dass es sicher übertrieben sei. Eichmann als Moerder von Millionen Juden hinzustellen”, ja, man sagte uns sogar, “dass der Fall Eichmann ein jüdisches Greuelmaerchen sei”. (Fortsetzung Seite 2). LEO BAECK INSTITUTS NEW YORK

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