Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 10 (1959-1960)
- Issue
- 224 (15.5.1960)
- Date
- 1960-05-15
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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15. Men I960. ‘DAS ECHO > * 3. Blick in die Zeit Wir berichten unsere Neues, wenn wir epronaganda des rege Internationa ^as Echo” Nassensmus .™'”iangem mit den beschaeftigt sich se Jd scWagkra- ¿laenzend?rga™*ier proiiagandastellen, ettig arbeitemicn P™Pag^t beSitz; die Kairo h Upp tsteilungen waren fast diese, unsere Feststellung^ verbund«n> immer mit dem . ht propagandistisch dass Jerusalem aegyptigenügend f.?'1'L’ hen Propaganda sehen ant"s^f’nen um diese durch wirksam zU be^g Mittel zu sterilisie- Kraft und originelle Mittel zu ren. n„ocivitaet des Staates Oie relative Pa jVlaulwurfs- Israel gegen die; PPr0paganda-Aemter, arbeit der kairo z ^hj|keit arbeiten, die mit ungeheurer /a ig schaum dem |f«e5ÄrPe„ vom aegyp«- den, machen *e g^er. sehen Aussenamt n1^er i i fen Sta- In Elir°Pa’'nTeTen von Asien und aten, m grossen Antipropaganda Afrika, k°n.ntL-Ps Irheiten Der Boy- Nassers erio\g„rreaef wurde dichter, die kott gegen Israel .«äelwurde unbe- Stimmung publizistisch yerstaendig. E vaer; man diese antwortungslos we n ]srae! der aegypt.schen Erio'ge geg D,k. Leserschaft untersen^g . daSS er tator Nasser wass Jdef in müitaeriaUl geForm S Israel kaum etwas scher Form , r waeh'lt er poausnehten kan”.n,-mat;sche Schleich, iitische u'id dg um durch Inwege und Winke g’ prestige, Po- « i-s r, rael zu untergraben Da js die grosszugige Freund sc nart Eng)and) Grossmaechten ( > unsaubere “¿«PSsch“ verleumdu- F mftiW dadurch indirekt subverungspolitik daemre ismus ,m. siomeren w rd dey ffif lsrael> dem Aschwer faellt, dieser aalglatten, . . pnrm der aegyptischen Hass Skncfu°rch Sie SS pazifistische Po1''¡Je Zäegvptilche' Propaganda hat VngÄiÜngläAengayCptenate,ha't ploetzlich seine grosse ,L'ebl ik"d herzliche Sympatie zu den sudamer ka nischen Laendern entdeck Diesneu^ rika * findet ^hren* Ausdruck, durch weitgehende Einrichtungen von diplomatischen Vertretungen, die mit einem derart zahlreichen Personal ausgestattet wurden, dass es unschwer zu kennen ist, dass es sich hierbei mdi nur um die Installation politischer B*ZSoSSSthe"„fLl<la5si8e Mannschaft auf die Beine gestellt, die von dem Vice-Kanzler Hussein Zuificar Sabrv angeführt wurde und die es verstand sich überall wirkungsvoll in Scene zu setzen. Mr. Zullficar Sabry mit seiner zahlreichen und repraesentativen Begleitung wurde mit grossen Geldmitteln ausgestattet, um m Lateinamerika eindringlich unp erfol. «reich wirken zu koennen. Diese Mission arbeitete auf ihrer Prfu!?d' schaftsreise durch Südamerika bemerkenswert geschickt, und betont stets die Führerrolle, die Gamal Abdel Nasser im Kampf der unentwickelten Laender spielt, und seine hervorragende Position in der “Neutrahtaetspolitik” Die Delegation gab sich den zu besuchenden Laendern hingebend freundschaftlich, verlieh grosszugig Orden und Ehren, gab grosse und intime Bankette, und bemühte sich, (mit Erfolg) wirtschaftliche und kulturelle Abschlüsse zu taetigen. Uns aber interessiert weniger die ofizielle Haltung der Delegation, sondern was diese in intimen und privaten Gespraechen und Konferenzen leistete. Einmal wurden gründlich die arabischen Kolonien bearbeitet; sie werden zu einer groesseren ‘‘patriotischen Haltung” gegenüber den arabischen Laendern aufgerufen. Wir wissen auch, dass dieser Besuch mit einer grossen Geldsammlung für Zwecke der pan. arabischen Idee begleitet wurde und die Araber in den lateinamerikanischen Laenden wachgerüttelt wurden, den ehrgeizigen Plaenen Nassers konsequent zu folgen. Es ist sicher, dass den arabischen Geschaeftsleuten von der besuchenden, einflussreichen Kommission auch ernsthaft empfohlen wurde, ihre Beziehungen zur jüdischen Kaufmannschaft zu revidieren. Das hohe Ziel des Nasserismus, Israel, den “Eindringling im Heiligen Palaestina” zu vernichten, wurde in schwül-orientalischen Worten, den in Südamerika lebenden Arabern nahe gebracht. Wir halten die Annahme nicht für fantastisch, dass die aegyptische Kommission bei ihren Konferenzen in den Aussenministerien südamerikanischer Laender gelegentlich sich Zusagen erbat, dass diese bei contra-israelischen Abstimmungen in den UN, arabische (aegyptische) Stimmen un- »tdrstfitzen. Kairo hat gleichfalls in La Paz gut gearbeitet. Die Kommission wurde mit allen Ehren empfangen und erhiell hohe Auszeichnungen und Freundschaftsbeweise. Es wurde in amtilichen Gespraechen festgestellt, dass Bolivien und Aegypten sehr identische Rationale und revolutionaere Ideale haben und daher enge und freund, schafiiiche Beziehungen zwischen beiden Nationen gepflegt werden sollten. Besonders interessant war uns die Pressekonferenz, die im Hotel “Grillön” stattfand ,und in der man ganz den Geist des Neuen Aegyptens erfahren konnte. Mr. Zuificar Sabry berichtete ueber das Leben und über die politischen und wirtschaftliche Erfolge in Aegypten, er betonte den dringenden Wunsch Aegyptens nach besseren Beziehungen mit den brüderlichen lateinamerikanischen Nationen und unterstrich mit besonderem Pathos, wie glücklich er sich schaetze, in Bolivien soviel Freundschaft und Verstaendnis für das Aegypten Nassers empfangen zu haben. Nach diesen konventionellen Worten wurde es besonders interessant und lebhaft, als die Frage angeschnitten wurde, ob es stimme, das die Kommission Lateinamerika auch deshalb besuche, weffl — nach einem Bericht der aegyptischen Zeitung “Al Ahram” — der hebraeische Einfluss in Lateinamerika sehr stark sei, und die Kommission die Aufgabe habe, diesen moeglichst weitgehend zu limitieren. Hussein Zuificar Sabry erldaerte im Brustton der Ueber. zeugung, dass diese Gerüchte “typische zionistische Lügen” seien, dass “wir Aegypter nichts gegen die Juden haben, sondern nur gegen Zionististen, die einen gefaehrlichen Unruhefaktor in Palaestina darstellen”. Diese Worte wurden zu “typisch arabischen Lügen”, als Mr. Sulficar Sabry erklaerte, “dass die Zionisten vor keiner noch so üblen anti-arabischen Propaganda zurückscheuen; so seien z.B. die jüngst in der ganzen Welt verbreiteten Hakenkreuze ein Werk von Juden, die damit neue Sympathien in der Welt erringen wollten, neue Geschenke für Israel dadurch beanspruchten und dass weitere jüdische Massen nach Israel 14J, uddie n <zS>Le- .— dass in London ajld von den Allierten in Deutschland Vorgefundenen Nazi- Dokumente auf Mfkrol-Film aufgenommen wurden, und dass noch 550 Kubikmeter Dokumente aufgenommen werden müssen? — dass der sehr verdienstvolle Dr. Abraham Mibash.an kürzlich in Buenos Aires starb, der die überragende jüdische Führerpersoenjjchkeit in Argentinien war? —'dass es in Oesterreich mit der “Wiedergutmachung” kaum vorwaeijts kommt, dass der oesterr. Aussenminister Kreisky Bonn darum ersuchte, dass Deutschland für die oesterreichischen Naziopfer Entscbaedigung zahlen solle Ä — dass es in Kürze zu einem ¡lebhaften Studentenaustausch zwischen Nordamerika und Israeli kommen wird? % — das die jüdische Organisation “Amia” in Buenos Aires mehr als 45 000 Mitglieder ha% von denen 10 % .aus Zientraleunopa stammen? — dass wir mit Bedauern feststeilen mussten, dass Narrenhaende weiter bolivianische Waend« mit Hakenkreuzen besudeln? Im paicefier Hochhaus “Cadeja” wimmelt das Treppenhaus von Hakenkreuzen (z.T. in roter Oelfartoe), ohne dass die Hausverwaltung diese abwatescht. — dass der israelischen Staatspraesident Ben Zwi verfügte, dass der Wortlaut des offiziellen Gebetes an den Gedenktagen für Naziopfer dahin geaendert werden soll, dass anstatt “die deutschen Verfolger, ihr Name moege ausgeloescht werden”, in “die Nazi-Moerder, ihr Name moege ausgeloescht werden“, gesprochen wird? — dass der erste Studienjahrgang von Absolventen der “Abert Einstelh- Hochschule” in New York auf die UNl-Charter gegen Voelkermord (Genocide) vereidigt wurde? — dass es z.zt. in Westdeutschland 15^628.000 Radiohioerer und 3.740.000 Fernsehteilnehmer gibt? — dass es nach Schaetzungen in Iberoamerika 10 Millionen Flepntsehemp' faenger gib? An Fernsehsender gibt es Rn Kuba 24, in Mexico 20, in Venezuela und Brasil je 10. — dass das diesjatehrige Budget der Jewish Agency 201 Millionen lsrael-£ betragen wird, was 34 Millionen weniger sind afe im Vorjahr? — dass Staatsbürger Israels, die in die Bundesrepublik eänreisen, lein “Kopfgeld” in Hoeche von 1000 DM hinterlegen müssen? Das bonner Imfcnministerium erk'aerte hierzu: Dieser Betrag sei für die Rückreise israelischer Staatsbürger bestimmt; es solle dadurch verhindert werden, dass sie in Westdeutschland Arbeit annehmen (!! Red.). dass in La Paz die Evangelisch-lutherische Gemeinde eine neue deutsche Kirche einweihte zu welcher Gelegenheit der deutsche Bundespraesident ein Glückwunschtelegramm sandte? — dass Jaime Aranibar Guevara bolivianischer Generalkonsul (in Hamburg) wurde und dessen Amtsbereich die gesamte Bundesrepublik umfasst? aus Angst vor einem Welt-Antisemitismus, kaemen“. Der aegyptische Delegationsfiihrcr fuehrfe als “Beweis” fiir die Richtigkeit seiner Behauptung die Prophezeiung eines Rabbiners an, der “bereits vor Jahren eine solche jüdische Campagne ankündigte”. Diese Ungeheuerlichkeit sprach der aegyptische Politiker mit einer Se'bstverstaendlichkeit aus, die geradezu entwaffnete. Wir sind jedenfalls Mr. Zuificar Sabry dafür dankbar, dass er die an_ tisemitische Katze aus dem aegyptischen Sack liess. Die Unwahrheit, dass die Aegypter nicht gegen Juden, sondern nur gegen Zionisten sind, bewiesen die Aktionen gegen neutrale Juden in Aegypten, im Uebrigen aber ist das moderne Judentum heute nicht mehr vom Zionismus zu trennen. Der Besuch der politisch-diplomatischen Kommission aus Aegypten in La Paz hat uns in mancher Hinsicht bereichernde Klarheit gebracht. Wir glauben auch, dass in absehbarer Zeit der aegyptische Staatschef persoenlich die lateinamerikanischen Laender bedlcfiDn 11 •<’»*, i «• — -!•' - 1 - ' - * ’' **★★★★★★★★*** **★★*★★★ * * * * * Neuer ECHO - Í * * * * . * * Einzelverkauf in * * •k * * * * La Paz: * * * Jf * * Langbaum & * * M- * * Weintraub * * -k * (früher Homburger) -k •k *■ * * CALLE POTOSI -k -k -k „„„-„-„.CK** wumturM***** nisch-aegyptischen Beziehungen zu vertiefen. Diese Aktivitaet aegyptischer Politiker im Ausland erfordert helles Wachsein israelischer Amtsstellen. Das Aussenamt in Jerusalem hat nun wohl auch die Notwendigkeit erkannt, eine bessere Werbung fuer Israel zu organisieren. Der Besuch von GoOda Meir , durch Lateinamerika war eine impres.! sive Leistung. Die Aufloesung vieler diplomatischer Aemter in der Hand eines einzelnen Botschafters in Lateinamerika ist ein weiterer hoffnungsvoller Hinweis auf einen neuen Aussenktirs in der israelischen Politik. Tuvi,a Arazi hatte diplomatische Aufgaben in Perú, Kolumbien, Ecuador und Bolivien, der neue israelische Botschafter Afichael Simon hat lediglich die Aufgabe, Israel in Perú und Bolivia zu vertreten. Dadurch wird es moeglich sein, dass eine politische und werbliche Arbeit mit Tiefenwirkung erzielt werden kann. Dr. Simon ist ein derart ausgezeichnter Mann, eine derart kluge und dynamische Persoenlichkeit, dass wir volles Vertrauen haben, dass es diesem Diplomaten gelingen w'ird, ein wirksames Gegengewicht zu den arabischen Aktionen in Bolivien zu schaffen. Darueber hinaus sollte das Amt fuer internationale Beziehungen im Jerusalemer Aussenamt energisch eine Pro-israelische Werbung starten, die vor allen Dingen der lateinamerikanischen lugend klare Informationen über das Wollen des jüdischen Staates gibt. Die aegyptische Propagandamaschine laeuft auf Hochtouren! Wenn Israel jetzt nicht poiitisch wirtschaftlich und kulturell mehr als bisher wirbt, kann es sehr ¡¡eicht Opfer der vorlogenen, hasserfüllten aegyntischen Propaganda werden i 1 u k u s t a .