Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 10 (1959-1960)
- Issue
- 224 (15.5.1960)
- Date
- 1960-05-15
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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2. DAS ECHO’’ 15. Mai 1960. ISRAELS POLITIK in Zukunft einmal aendern sollte, nicht weiteren Enttaeuschungen oder Kraenkungen seitens verschiedener afrikanischer Staaten ausgesetzt sein werden. Unsere Beziehungen zu den afrikanischen Staaten sind eher auf gegenseitigen nutzbringenden Vorteilen basiert als auf tiefer, aufrichtiger Freundschaft, Und Freundschaft bedeutet nicht Identifizierung. Wir sind ta'eglich Zeugen solcher Manifestationen in den Beziehungen zwischen befreudeten Staaten, die sich nicht in allen Fragen miteinander identifizieren. Suedafrika ist z. B. Mitglied des British Comnionwealt. Britannien identifiziert sich nicht mit der “Apartheid”-Politik der Suedafrikanischen Regierung sondern tadelt sie offen. Aber die gegenseitgen Interessen sind es, die als feste Grundlage fuer nahe Beziehungen in der Zukunft dienen koennen. E>ie neu erstandenen Staaten Afrikas sehen in Israel ein Land, das erst kuerzlich seine Unabaengigkeit gewonnen hat, und das im Laufe der kurzen Zeit seiner Selhstaendigkeit auf die gleichen Probleme in landwirtschaftlicher, industrieller und sozialer Entwicklung gestossen ist, denen jetzt die Voelker Afrikas gegenueberstehen. Daher die grosse Bewunderung seitens der neu gegruendeten Staaten fuer Israel; sie sehen in Israel ein Beispiel, wie man auf den verschiedenen Gebieten vorzugehen hat, das ihnen nachhmenswert erscheint. Die Voelker Afrikas sind besonders beeindruckt von Israels Lei. stungen auf dem Gebiete des Genossenschaftswesens, der Taetigkeiten der Gewerkschaften. Aus der Kontaktnahme israelischer Delegierten mit verschiedenen afrikanischen Vertretern geht hervor, dass .auf diesen beiden Gebieten die afrikanischen Voelker das System, das in Israel angewandt wird, denjenigen des Westens oder des Ostens vorziehen. Die Vocfker Afrikas sind davon ueberzeugt, dass in Israel ein Reservoir in hochwertigem Menschenmaterial ist, das ihnen bei der Loesung ihrer taeglich Probleme behilflich sein kann. Dies sind die objetiven Umstaende, die zu leiner nahen Beziehung zw ischen den Voelkern Afrikas und Israel gefuehrt haben. Vom israelischen Standpunkt aus gesehen ruehren die Beziehungen zu den Voelkern Afrikas von der Notwendigkeit her, den politischen und wirtschaftlichen Ring, den die arabischen Staaten um Israel ziehen, zu sprengen. Und von dieser Seite aus diwrfen die Ergebnisse der Bemuehungen Israels nicht unterschatezt werden. Erstens wurde die Einberufung einer zweiten Bandung-Konferenz vermieden, und die strikte anti-Israe] Einstellung, die noch vor fuenf Jahren unter den Laendern Afrikas und Asiens herrschte, ist schwaecher geworden, waehrend Israels wachsende Handelsbeziehungen mit Afrika den starken arabischen wirtschaftlichen Boykott mildern. Je mehr derartige wirtschaftliche Beziehungen verstaerkt werden, desto leichter wird die Mauer des arabischen wirtschaftlichen Boykotts durchbrochen werden. Die arabischen Staaten muessen sich schon heute darueber klar sein, dass Israel nicht isoliert ist. und dass es gerade in dem Teil der Welt, in welchem der arabische Nationalismus nach Verbuendeten sucht, .als starker und progressiver Faktor angesehen wird, auf weichen man sich verlassen und von dem man technische und wirtschaftliche Hl’fe erhalten kann. Obwohl anscheinend der poetische Nutzen aus unserer Hilfe fuer die afrikanischen Staaten nicht unmittelbar sichbar ist, doch die wirtschaftliche Position, die wir infolge dieser Hilfe erlangen, oft wichtiger, als ein Votum bei den Vereinigten Nationen. Vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus besteht daher e:ne vo'le Berechtigung fuer Israels Bemuehungen. die Beziehungen zu den neu erstandenen Staaten Afrikas zu starerken. sowohl wegen Anerkennung seines Status als Land von militaerischen, technischen wirtschaftlichen und soziales Leistungen und Erfolgen, als auch wegen der Moeglichkeit, dass diese Laender, zum midesfen im Prinzip, in einer oder der anderen Form ihren Einfluss auf die Haltung der arabischen Staaten Israel gegenueber ausueben werden. Dov Josephi SOVIET - BERICHT AN DIE VEREINIGTEN NATIONEN HEBER LAGE DER JUDEN Die rusische Regierung erstattete den ersten offiziellen Bericht dieser Art an die UNO. Alle russischen Republiken halten sich an das Dekret von 1918 nach dem “jeder Buerger jegliche Religion, oder gar keine bekennen darf; ebenso sind Angriffe gegen Priester und Glaeubige, welche ihre religioesen Rechte ausueben, verboten. Synagogen sind jederzeit geoeffnet und es gibt im Gebiete der Soviet- Union 450 Synagogen. Mazzoth werden her gestellt und verkauft. In Moskau besteht ein Rabbinerseminar, dieses wurde erst vor drei Jahren eroeffnet. Siddurs werden verkauft und auf Staatskosten gedruckt. Ein Gebetbuch von Rabbi Solomon Schliefer kam in 10.000 Exemplaren heraus. POLEN, UNGARN UND RUMAENIEN BERICHTEN AN UNO ÜBER LAGE DER JUDEN Der polnische Bericht stellt fest, dass alle Juden das Recht haben, juedische Feiertage zu halten. Die Regierung hilft den Juden, koscheres Fleisch zu erhalten und ebenso Mazzoth fuer die -Osterzeit. Es gibt 20 Talmund- Thoraschulen und ueberdies 30 Nachmittagsschulen. Rumaenien erlaubt koscheres Schlachten und hat viele Talmund Thoraschulen und ein Rabbinerseminar mit 35 Schuelern in Bukarest. In Budapest existieren zw'ei juedische Mittelschulen und ein Rabbinatsseminar, mit 12 Schuelern. 1958 erhielt die juedische Gemeinde ausser dem jaehrlichen Zuschuss 2.700.000 Forints, ireberdies 500.000 Forints zur Wiederherstellung der Synagoge in der Dohanystrasse und 200.000 zur Wieder herstellung der Synagoge in Szeged. In Ungarn gibt es 120.000 Juden, in Polen 50.000 in Rumaenien 230.000 (gegen 350.000 in Jahre 1949, was auf die starke Abwanderung nach Is- 1 rael zurueckzufuehren ist.). 4 I ★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★•fr****-*-********** * -x -x -X -X -X -X * Das gute Buch sowie alle deutschsprai* chigen Zeitschriften und Zeitungen finden i * Sie in der Buchhandlung ¡5; -x ' -x : -x DAS IDEALE GESCHENK: DAS GUTE BUCH! UNIVERSAL BOOKSTORE WENN REISEN - DANN DURCH EXPRINTER IHRE PASSAGEN fuer Flugzeug, Schiff oder Eisenbahn IHRE HOTEL - RESERVIERUNGEN besorgt Ihnen schnellstens, zuverlaessig und preisguenstig Sitvtcie MUNDIAL Ol VIAJES ’ EXPRINTER LA PAZ Av. Camacho (Edif. 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