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Das Echo · 1960-02-17 · 219 (17.2.1960) · p. [Seite 5]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
219 (17.2.1960)
Date
1960-02-17
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German
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i -TJ 5. » I960 17. Februar 1960 “DAS ECHO” kannte Standrziehung tien. Sie u taeus- 'usstsein weniger rziehung aendern rziehung ibe der wenn sie edischen ns-Komisars Apzu maunft der zu retrwitz ur in der vorlaeuh zu ben wieder eigenenubt, finals voll Gesamt- . Kein le Sehnch volk- Diskrigewinnt, bei der ultureller en. da laeuge Diskriparum es r die jülutet die territorial cht daran nanden zu Um diese Behauprn, wird den Volks n bei der hoerigkeit Vorlage lANlS' teled Spraye!men. ö* agungs®e; id einfach alitaet un ukrá"5í so weder >r den f! ¿ sie de me n W®, eitles Nur Panagra fliegt 4 mal wöchentlich nach INUCV* *0« S-iÄl W m %IA PAlf fUMMOté Geschwindigkeit - Erste Klasse und Touristenklasse Regelmässigkeit - Radar - Vorzügliche Küche Verantwortungsbewusstsein - Erfahrung - Unmittelbare Flugverbindung nach U.S.A. und Europa Dies alles bietet Ihnen Panagra! FLIEGEN AUCH SIE MT w* PAN AMERICAN-GtACl AIRWAYS _ _ et« „«_« k*rn»«n wird! PANAGRAi Mercado 1085 - Tel. 12100 - 12105 - La Paz. Besuchen Sie hre Reiseagentur oder Panagra, wo man Sie gerne beraten wird» rmerca ___ Ist die deutsche Jugend demokratisch ausgerichtet? ~ Daj? K?v?r Unser gelegentlicher Mitarbeiter Edwin Halle, stellt uns eine Arbeit zur b(e^ mit dem sich heute viele ernsthafte Menschen beschaeftigen. Wir Verfügung, die von brennend aktueller Bedeutung wt, ohne jedoch, dass w.r u Paeren Unsere Lesern dankbar, wenn sie den Halle-Artikel al® allen Teilen mit dieser redaktionell identifizieren. DaS; deutsche^ Jug^dp^o j feenatzen und uns ihre diesbezüglichen Ansichten zur Veroeffentlichung jiber hlem ist weit mehr als ein paedagogisches, es ist ein Politicum ersten Banges, vin de? s tthchen Reife und dem8 politischen Wert der deutschen Jugend wird die kün«Uee Weltpolitik wesentlich beeinflusst werden. senden würden. (Unsere Anschrift: Redacción El Eco, Casilla 2217 La Paz). künft;f*e Weltpolitik wesentlich peeintiussi werueu. 1 - Die Deutsche Jugend “Höret nur immer und wollet nichtf (verstehn! Sehet nur immer und wollet nicht (erkennen. Verstockt ist das Herz dieses (Volkes! Sein Ohr ist taub und sein Auge (trübe. Es sieht nicht mit seinen Augen Und hoert nicht mit seinen Ohren. Sein Herz ist nicht weUe; Darum findet es keine Heilung!” (Jesaia 6). Vor fünf Jahren konnte man noch in dem Rosenmontags-Karnevalszug in Koeln eine grosse Puppe sehen, die Hitler karrikierte. Man machte sich darüber lustig. Von den Tribünen erfolgten Schmaehrufe; sarkastische Bemerkungen wurden gemacht. So wie eine Zeit lang Mode war, Charly Chaplin waehrend des Karnevals nachzuahmen, so wandelten auch am Karneval vor fünf Jahren durch Koelns Strassen Hitler-Karrikaturen, die Ziele des Spotts wurden. In demselben Koeln besudelten zwei Fünfundzwanzigjaehrige die Fassaden der Synagoge und die Gedenksteine für die Naziopfer und Widerstandskaempfer. Diese Exzesse waren das Fanal für eine antisemitische Welle durch die Welt. Einer dieser .“Edlen” benimmt sich hei seiner Verhaftung noch arrogant; er begrüsst “das Volk” mit erhobener Hand! Alle Zeitungen berichten ausführlich über die Vorfaelle. Eine bessere Propaganda koennen die verbohrten Fanatiker sich nicht wünschen! Vor. fünf Jahren gewannen Persoenlichkeiten des jüdischen Lebens in Kolloquien mit deutschen Studenten den Eindruck, die deutsche Jugend finde zur echten Demokratie zurück und habe die Vergangenheit überwunden. “Die Deutsche Jugend ist gut”, sagte ein Vertreter der Irrael-Mission in Koeln zu mir. Denselben Standpunkt vertrat der Herausgeber der “Algemeinen Wochenzeitung der Juden in Deutschland” (Düseldorf), Karl Marx, in seinem Blatt und in Vortraegen auf einer Südamerikareise. Zu Jahresbeginn wurden in Berlin 16 Studenten wegen nazistischer Betaetigung verhaftet. Man fand hei Haussuchungen bei ihnen Exemplare von Hitlers “Mein Kampf”, Sondernummern des Streicher-“Stürmer”, sonstige nazistische Werbeschriften und anderes Material wie Uniformen und Embleme. Die Verhafteten sind zwischen 20 und 25 Jahre alt. Als der Krieg Ende ging, und die national-sozialistischen “Helden” in den Mauseloechern verschwanden (um durch andere Loecher wieder zur Oberflaeche zu kom- <$ men, teils unter falschem Namen, um die Lehrerschaft, die Justiz, die Regierungsaemter und die Parteien als — ach so harmlose — Bürger zu unterwandern), waren diese “Halbstarken” sechs- bis elfjaehrige “Pimpfe” der Hitlerjugend. Im Gespraech mit einer früheren Führerin des BdM erfuhr ich: “Ich war damals dreizehn Jahre alt. Ich weiss nur eins, ich hatte es dort sehr schoen. Wir wurden überall unterstützt, kamen in der Welt herum und lernten sie kennen. Wir waren eben junge Maedchen, die in der Gemeinschaft viele schoene Stunden verlebten. Was ich von dem Nationalsozialismus halte? Darüber kann ich kein Urteil bilden, denn, wie gesagt, wir waren junge Maedel, und was die Grossen taten und Politik nannten, davon verstanden wir doch nichts”. Sie war spaeter als fremdsprachige Te- '^fonistin in der Ueberseezentrale des hamburger Telefonamtes taetig. reiste nach Sao Paulo, wo sie den vorgereisten Gatten traf, der dort eine gute Stellung erhalten hatte. In allen diesen Koepfen, die damals in der HJ oder dem BdM “es gut hatten”, lebt eine Erinnerung an “diese schoenen Zeiten” mit Volksfesten. Fahnen- und Fanfarenmaersehen, Johannisfeiern und weiterem Tamtam. Von ihren Eltern oder den “Alten” hoeren sie nur: “Hitler hat doch viel Gutes getan; die Arbeitslosen verschwanden von den Strassen; er baute die Autobahnen: die Menschen waren diszipliniert” usw. Dass aber die Arbeitslosen in Arbeitslosenbataillone verschwanden, wo sie im Sklavendienst die Autobahnen bauen mussten, die ein schweizer Ingenieur lange vor Hitler “erfunden” hatte, und deren Bau vor Hitlers Zeiten geplant und begonnen wurde (ich erinnere mich, im Rathaus von Wiesbaden etwa 1930, eine grosse Ausstellung von Plaenen und Modellen von den geplanten Autobahnen gesehen zu haben; wenn ich nicht irre, war auch die Autobahn Karlsruhe -Frankfurt schon vor 1933 fertiggestellt), diese Tatsachen werden “schamhaft” verschwiegen. Es wird auch verschwiegen, dass die Deutsche Arbeitsfront das Geld zu diesem Strassenbau den Volkswagenspareren abschwindelte, die nie ihre Volkswagen erhielten und heute vergeblich ihren sauer erarbeiteten Spargroschen nachlaufen! Aber die liebliche Floete des “Rattensfaengeri von Hameln” (lies: nationalsozialistische Propagandisten) blaest der Jugend das schoene Liedchen “Von der guten, alten Hitlerzeit” vor: und tanzend, jauchzend, singend schliessen sich immer mehr Jugendliche dem bunten 'T”ve der Betoerten an! Die Deutsche Jugend ist gut"? Die deutsche Jugend ist nicht besser oder schlechter als alle “Jugend der Welt. Wie sonst Koennte es in anderen Staaten Jugend geben, die dieselben Terrorakte begehen? Der Men-ch bildet sich am Beispiel und der Erfahrung! Vor genau damals densel- 1fünf Jahren stand die deutsche Jugend vor dem militaerUchen Schauspiel der Wacheabloesungen hei den allierten Truppen und verhoenten und verulkten sie. Sie straeubte sich mit aller Entschiedenheit, wieder “Soldat spielen” zu wollen! Ihr gesundes Empfinden wurde mit Füssen getreten. S:e wurden durch “Gesetz” wieder in die “vaterlaendische Pflicht der Verteidigung” gepresst! Erst lehrt man sie, dass Kriege Verbrechen, dann überzeugt man sie, dass Kriege erforderlich seien. Was erwartet man von einer so hin- und hergerissenen Jugend? ACTO COMMEMORATIVO EN HONOR DE LAS VICTIMAS DEL NACIONALSOCIALISMO Con asistencia del Canciller federal, Dr. Adenauer, y de 50 delegados del Congreso Sionista Mundial se han depos'tado coronas ide flores en el monumento del antiguo campo de concentración de Bergen-Belsen. El Dr. Adenauer dijo en su alocución: “No existe otro lugar más adecuado que éste para emitir la promesa solemne de hacer todo lo posible para que en el futuro nadie carezca del derecho a la seguridad y a la libertad”. En el pueblo de Bergen, próximo al antiguo campo de concentración, se construirá un templo católico con carácter de “iglesia expiatoria". „ein« i”). Das “System” des nationalistischen Terrors entstammt nicht den Koepfen dieser Jugen. Die “Verbrecher”, die diese Aktionen lanzieren, sind dieselben, die sich “heldenhaft” einige Jahre in eine Tarnkappe hüllten und heuchlerisch Judenfreundlichkeit mimten! Es sind dieselben, die die “Verantwortung für erteilte Befehle” durch Flucht ins Ausland oder durch Selbstmord auf sich nahmen und die blind gehorchenden “Befehlsempfaenger” ihrem Schicksal überliessen! Es sind dieselben, denen der Mut fehlt, mit “offenem Panier” zu kaempfen, die, am Vorhilde der Nibelungen geschult, ihre Speere.aus dem Hinterhalte schleudern, meuchlings morden (Feme!) und sich nur stark fühlen, wen sie in “grosser Horde" über einen einzelnen Wehrlosen herfallen koennen! Sie nehmen mit grossen Dankes- und Freundesbezeugungen Geld für ihren "Lebensunterhalt an (von. der Weimarer Republik und der heutigen Bunderepublik hohe Pensionen! und dergl.) und nutzen da-selbe fGeld (das ja nicht stinkt!), um ihre Wohltaeter meuchlings aus dem Wege zu raeumen! Das sind die “Maenner , die die Jugend vor ihren Wagen spannen, die bombastisch die “Selbstverteidung der weissen Ra^se vor der farbigen Gefahr proklamieren, weil sie fürchten, dass ihnen heute ihre Sklaverei über die Farbigen heimgezahlt werden koennte; weil sie immer wieder versuchen, eine wehrlose Minderheit in das Sklavenjoch zu spannen, damit sie für “die Herrenmenschen” die Fronarbeit leisten! Merkt denn die Welt nicht, welches Armutszeugnis diese “Herrenmenschen” sich ausstellen? “Man” verfolgt auf der Welt die “Juden”, ganze vierzehn Millionen, Kinder, Frauen. Greise mit eingerechnet. Warum hat denn ein Riebzigmillionenvolk der Denker und. Dichter, des “Wirtschaftswunders” eine so panische Angst, wenn nur rund fünfund zwanzigtausend von dieser kleinen Minderheit, dazu überaltert, wieder unter ihnen lebt? Welche “Uebermenschen” müssen doch die Juden sein, damit sie die ganze Welt beherrschen sollen! Merken denn diese Hetzer nicht, wie geistig minderwertig sie sich hin-tellen? Sie wissen es vielleicht, doch “trommeln” hilft, sie aus ihrer Unfaehgkeit heraus zur Macht zu bringen, in der sie dann wirkliche- Koennen und Wissen durch Gewaltakte und Terror ersetzen. Die Menschheit ist mit B’indheit geschlagen, wenn sie das nicht merkt! Dieses so überaus tüchtige “Herren"-Volk soll nicht in der Lage rein, mit den paar Juden in der Welt in ehrlichen Wettkampf ums Dasein zu treten? Die “Juden" haben über die Jahrtausende durch ihre überragenden Leistungen den Beweis erbracht, da^s sie der Menschheit etwas zu bieten haben. Den Beweis des Willens zum friedlichen Aufbau haben Juden in ihrem jungen Staat Israel erbracht. Deutschland hat nach dem Kriege eine allgemein bewunderte Wirtschaftsleistung volbracht. Wartim müssen sich seine Menschen wieder auf dem trewundenen Pfad der Lüge und des Verrats begehen? Denn nur der Asoziale, der Unfaehige, mordet, um sich an dem Gemordeten zu bereichern. Arme Wichte, die in ihren Hirnen nur Verbrechen gehaeren koennen, anstatt mit 5>u-en Faehigkeiten zum Aufbau der Welt beizutragen! Und die Jugend lae«st sich von solchen Verbrechen irreleiten? Wenn die Erde, in der die Pflanze ihre Wurzeln schlaegt, (in diesem Falle das Elternhaus) gesund ist, wird sie gesunde Früchte hervorbringen! Man sollte deshalb “die Spreu von dem Weizen sondern”, und die “Axt an die Wurzel legen” (Matth.). E dw in H n!! ». American Life Insurance Cia., Wilmington, Delaware, U.S.A.

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