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Das Echo · 1959-10-30 · 213 (30.10.1959) · p. [Seite 7]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
213 (30.10.1959)
Date
1959-10-30
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German
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30. Oktober 1959. ‘DAS ECHO” 7. Die medizinische Welt HORMONE STEIGERN DIE ARBEITSLUST Erschoepfungszustaendo aller Art sind sehr verbreitet. Sie gehen einher mit verminderter Leistungsfaehigkeit Die Verordnung eines Erholungsurlaubs durch den Arzt hilft nur vorübergehend. Nach der Rückkehr in anstrengende Arbeit treten die Beschwerden bald wieder auf. Namentlich Personen mit verantwortlicher Taetigkeit und grosser Inanspruchnahme verfallen nur zu leicht diesen Zustaenden. Die aerztliche Untersuchung zeigt keine körperlichen Stoerungen. Deshalb diagnostiziert man die Erschoepfung als “nervoes” oder “psychisch”. Professor Dr. Heinrich Düker von der Universitaet Marburg hat eine Reihe systematischer Untersuchungen darüber angestellt, wieweit solche Zustaende durch kleine Gaben von Hoimonen über laengere Zeit behoben werden koennen, und zwar so weit, dass sie dann jahrelang nicht mehr auftreten.. Spezialisten für innere Sekretion wie Venzmer, Veil, Lippross und Arndt haben schon lange bei Stoerungen der Keimdrüsen-Funktion Erscheinungen festgeste'ilt, die denen bei “nervoeser” Erschoepfung aehneln: rasche Ermüdbarkeit, Konzentrations- Unfaehigkeit, leichte Erregbarkeit, mangelnde Arbeitslust, schwindende Initiative, Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle. Düker ging nun von der Annahme aus, dass auch bei den “gewoelmlichen” Erschoepfungszustaenden eine geringe Driisenstoerung vcrliegt, auch wenn sie eben wegen ihrer Geringfügigkeit mit den üblichen Methoden nicht mehr nachgewiesen werden kann. Vor allem kam es Düker darauf an, die “unspezifische”, recht breite Wirkung von Hormonen auf den Allgemeinzustand zu unter- ■suchen, vor allem die psychischen Wirkungen. Als Mass für die Leistungsfaehigkeit nahm Düker uas Zustandebringen der psychischen Anspannung, die zur koordinierten Ausführung einer geistigen Leistung erforderlich ist. Er testete also auf Koordinationsfaehigkeit. Die Anforderungen an die Versuchspersonen wurden intellektuell niedrig gehalten, aber hinsichtlich der Koordination waren sie erheblich. Die Testaufgaben bestanden aus einer Reihe von Additionen und Subtraktionen einfacher Art. Die Teilergebnisse musste sich die Versuchsperson merken und dann je nach dem Groessenverhaeltnis auch die Teilresultate ^entweder addieren oder subtrahieren. Die Zeit, die benoetigt wurde, und die Fehler wurden dann bei der Auswertung der Resultate berücksichtigt. Schnelleres Rechnen und weniger Fehler bedeuteten Besserung. Die Versuche fanden in einem verdunkelten Raum statt. Die Aufgaben erschienen der Reihe nach auf -einem Bildschirm. Die Versuchsperson äoeste das Bild jeweils durch Druck auf einen Knopf aus. Eine Signaluhr gab jede Minute ein leises Zeichen, Die Tests fanden anfangs dreimal in der Woche, spaeter in groesseren Abstaenden statt. Die Hormone wurden nur in Gestalt ▼on Tropfen, Einreibemitteln und Tabletten angewendet. Die Dosen -wurden so klein wie moeglich gehalten, weit unter den Mengen, die sonst in der Hormontherapie üblich sind. Dadurch wurde die Gefahr von Schaedigungen - Hormone koennen .auch nachteilige Wirkungen haben - auf ein Mindestmass begrenzt. Ausserdem scheint der Organismus kleine Hormongaben besser auszunützen als grosse. Die Versuchsreihen waren von sehr verschiedener Dauer, von drei Wochen bis zu anderhallb Jahren. Die einzelnen Test dauerten 3o bis 6o Minuten. Die Versuche wurden vor allem an Personen mittleren Alters vorgenommen. Maenner erhielten meist 2,5 Milligramm Testoviron taeglich. Dieses Praeparat ist eine alkoholische Loesung von männlichem Hormon und wird in die EMenbeuge eingerieben. Wie all« Versuchspersonen erhielten die Patienten zunaechst eine Zeitfang ein Leerpraeparat, also ein Mittel, das dem Hormon aehnelte, aber kein Hormon enthielt. Die Patienten wussten nieht, wann sie Leerpraeparat und wann sie wirkliches Hormon bekamen. Der Zweck dieses Vorgehens war. die Suggestivwirkung auszuschalten, ferner die Wirkung der Uebung im Rechnen, die unweigerlich eintreten musste . Die Ergebnisse deren zahlreiche Versuche waren einheitlich. Wahrend der Leerpraeparatezeit trat keine nennenswerte Besserung der Leistung ein, nach Beginn der Verabreichung des Mittels aber stieg die Leistungskurve steil an. Die Maenner rechneten schneller und machten weniger Fehler. Die Leistungsbesserung betrug bis zu loo Prozent. Zugleich berichteten sie über Schwinden der Erschoepfungszustaende, bessere Stimmung, besseren Schlaf, Zunahme der Leistung im Beruf tisw. Alle gingen waehrend der Behandlung ihrem normalen Beruf nach. War nach drei Wochen bis drei Monaten Hormongabe ein gewisses Leistungsmaxiumum erreicht, so wurde noch probiert, ob eine Erhoehung der Dosis eine weitere Besserung bringen würde. Das war meist nicht der Fall. Man gab dann laengere Zeit, ohne dass es der Patient wusste, wieder Leerpraeparat, oft mehr als ein Jahr. Die Leistungskurve blieb nun stabil, ebenso berichteten die Patienten über Fortdauer der erzielten günstigen Effekte. Die Versuchspersonen hatten (Fortsetzung Seite 8) Panagra fliegt jetzt jeden Donnerstag direkt m-mm —i I « *vr«| ri>ll «RI fl «Sl « jfrnii n 11 nach BUENOS AIRES Fliegen such Sie mit Panagra in erster Klasse oder Touristenklasse „ mit den gigantischen DC-6B Maschinen des “El Pacifico”. Jeden Dienstag Flüge via Santiago. Komfort - ausgezeichnete Küche - Radar - Druckkabine - Bequeme Sitze mit verstellbarer Rückenlehne und Fugs-Stütze - Erfahrenes Flugpersonal und freundliche Bedienung sind Vorzüge, welche Ihnen nur Panagra bietet. fAN AMERICAN-GRACE AIRWAYS Generalvertretung; Panagra - Mercado 1085 Tel. 12100 12105 La P«

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