Mannheim
Compact Memory

Das Echo · 1959-10-15 · 212 (15.10.1959) · p. [Seite 2]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
212 (15.10.1959)
Date
1959-10-15
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/9620162-9632912-9625757--280-9625759
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

z DAS ECHO” 15. Oktober 1959. Zu neuen Ufern? stufte Abrüstung vom Atomwaffen und konventionellen Kriegsgeraeten. Weil man es so wollte, verdaechtige man immer wieder Kruschtschew der Unaufrichtigkeit, obwohl man nicht in der Lage war, dies zu beweisen. Der russische Abrüstungsvoischlag, der grosszügig ist und friedenssichernd wirken koeante, wurde im Westen mit Zurückhaltung und Skepsis aufgenommen. Besonders Bonn hatte es sehr e.lig, die pazifistischen Vorschlaege als “unreal” zurückzuweisfen. Gerade Deutschland lehnte den Plan mit besonderer Heftigkeit ab, obwohl das deutsche Volk in starken Demonstrationen bewiesen hat, dass es eine radikale Abrüstung wünscht und die Regierung aufforderte, mehr als bisher zu tun, um von sich .aus den Frieden zu festigen. Der offiziele Riefrain lautet: Abruestung ist gut — Aufrüstung ist besser! Die Adenauer-Politik erweist sich einmal mehr als kraeftiger Kondensator für Kaelte in Bezug auf ein konstruktives West-Ost-Gespraeeh. Das Weltrad, die Weltentwicklung aber laesst sich nicht und durch nichts aufhalten. Welche Folgen werden die Konversationen in Washington haben? Nur wenige Staatsmaenn'cr wissen davon, was wirklich hinter verschlossenen Türen des White House und im Campe David verhandelt und beschlossen wurde. In Keinem Falle glauben wir an die Worte des offiziellen Sprechers, nachdenen dieeie Aussprachen ziemlich harmlos haetten jein müssen. Dieses Treffen war viel zu wichtig, die Vorbereitungen hierfür waren zu vielseitig, die allgemeine politische Weltlage war zu gespannt, als dass wir glauben koennen, dass d;e be den Wortführer nur hoefliche Konversation am Kaminfeuer machten. Es ist durchaus wajhrsche'nllch, dass die Gespraeche dazu führten, die Basis für einen festen Untergrund zu einem bedeutsamen Wandel in der Ost und West-Politik, zu legen. Ebenso wahrscheinlich ist, dass sehr ernste Gespraeche zur Atom-Abrüstung erfolgten, und hier auch britische Vorschlaege Beachtung fanden. Auch eine intimere Zusammenarbeit in der Atomforschung dürfte beschlossen worden sein. Ziemlich sicher dürfte se'n, dass leine Intensivierung der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen festgelegt wurde, ebenso die Erwiderung des Kultur- Austausches. Es dürfte geraume Zeit dauern, ehe das Protokoll bezw. Auszüge aus diesem, bekannt gegeben werden wird, da dieses so delikate Dinge enthalten dürfte, auf die man die übrige Welt erst langsam vorbereiten muss. Die hajbjafehrige Pause bis zum Eisenhower-Besuch in Moskau, wird sicher von einer starken diplomatischen Aktivitaet ausgefülft sein. Jetzt beginnt die Zelt der Konferentzen, der kleinen und intimen, der grossen und offiziellen mit dem Ziel einer Gipfelkonferenz, die diesesma1 tatsaechlich zu positiven und erfreulichen Ergebnissen komrben dürfte. Zur Berlin-Frage schrieb kürzlich der weltbekannte, sehr einflussreiche US-Publizist Walter Lippmann: “Keine der beiden Allianzen, weder die westliche noch die oestliehe, steht unter der dringenden und zwingenden Notwendigkeit iden Kalten Krieg um Deutschland zu entscheiden. Die Teilung dieses Landes wird von beiden Selten nicht für unertraeglich gehalten und ist grundsaetzlich der Wiedervereinigung unter allen theoretisch moeglichen Umstaenden vorzuziehen. Innerhalb der westlichen Koalition ist dk giegenwaertige Lage für die wichtigsten Allierten nicht nur nicht unertrceglich, sondern praktisch jeder andern Loesung vorzuziehen”. V Das ist die Meinung 'eines politischen Kopfes ,der Gelegenheit hat, hinter die weltpolitischen Kulissen zu sehen, hinter Kulissen, die von hinten ganz anders aussehen, als von vom betrachtet. -X X {Teatro “CAMPERO”* Diariamente Matinee Hs. 15.30 Noche -x -X -X -X -X -X -X * -X -X -X -X -X * -X -X -X * -X -X -X -X -X -X -X -X * -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X -X! -X -X -X -X -X V 20.30 PARAMOUNT presenta la producción de ARTISTAS: CHARLTON HESTON YU1 BRYNNER - ANNE BAXTER EDWARD G. ROBINSON YVONNE DE CARIO - DEBRA PAGET - JOHN DEREK. Sir Cedric HARDWICKE- Nina FOCH Martha SCOTT-Judith ANDERSON Vincent PRICE. Dir. Cecil B. Ot Mille Escrita para la pantalla 1 por Aineas MacKenzIe, Jesse L lasky, Jr., Jack J Garlss y Fredric M. Frank. Basada en las 5agradas Escrituras y j otros antiguos y modernos documentos. —1 Producida por Motion Pictures Associates, tnc. Color por TECHNICOLOR.*^ .. .i i ■ ¿gff&k X * * * * * * *- * * * * * X * * * X X X X X * X * * * * * X * X X X * X X * * * * * X * * X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X X -X Distribuida por: íCONSORCIO CINEMATOGRAFICO* t DE BOLIVIA i * X ************-y+*-yy-y--y¥y--Y'Y-y*-y Unsere persoenliche Meinung zur Berlin-Frage ist die: Berlin bleibt vorlaeufig im Schwebezustand. Der "Fall Berlin" ist für Moskau als politisches perpetuum mobile wichtig, damit die j durch “Berlin” wachgerufenen poli- 1 tischen Kraefte nicht wieder einschlunimem. Berlin dürfte für die Kreml- Politik lediglich probates Mittel zum Zweck sein, für die konsequente Aufrollung einer neuen und zusammenführenden Politik zwischen Ost und West. Der Status quo Berlin dürfte so noch lange Zeit erhalten bleiben. Peking spielt in der Kruschtschewt- PoRätik eine sehr wesentliche Rolle, die sich in relativ kurzer Zeit im Rahmen der Weltpolitik herauskristallisieren dürfte. Die Zeit heute ist besser denn je, zur Liquidierung von kriegsdrohenden Konflikten zwischen Sowjetblock und Westmaechten. Die Gefahr besteht aber, dass immer wieder politische Quertreiber agieren, immer wieder Hass- und Hetz-Parolen ausgegieben werden, tun den Kalten Krieg aktiv zu halten. Zwei Stunden nach seiner Ankunft in Moskau rief Kruschtschew Tausenden im moskauer Sportpalast zu: “Friedliche Koexistenz ist die einzige Zukunft für die Menschheit im Zeitalter der Raketen und der Wasserstoffbomben!” Und weiter sagte der russische Ministerpraesktent: “ln unsem Tagen koennen nur Verrückte an den Beginn eines neuen Krieges denken. Die modernen Vernichtungsmittel sind von einer Art. dass eine derartige Aktion wahrhaftig nur die Handlung von Verrückten sein köennte, und es ist die Pflicht des Volkes, solche Irre in die Zwangsjacke zu stecken". Kruschtschew ist bestimmt kein Verrückter, er ist ein Mensch der sehr genau weiss, dass ein moderner Atomkrieg mit Sicherheit den Untergang bedeute. Auch Elsenhower weiss dies. Und diese Erkenntnis besitze« auch noch sehr Viele verantwortungsbewusste Menschen. Aber ies gibt leider noch sehr viele, die gern und geraeuschvoll mit dem Saebel rasseln und die Loesung der bestehenden politischen Probleme nur in einem Krieg sehen, der Russland und den Kommunismus vernichtet. Diese kriegsfreundigen, agressiven Elemente, sind die Gefahren in unserer Zeit! Die neue Politik muss es sich zur Aufgabe machen: Ruhe und Vernunft i in alie Lager, Kampf den Kalten Kriegern (in den Ministerien, in den Hochburgen der Finanz, in den Redaktionen einer reaktionaeren Presse)! Nur so kann das historische Eisenhower- Kruschtschew-Gespraech den Erfolg haben, den d'r> friedliebende Menschheit erwartet. Die Zeit für einen gediegenen Friedensplan (der durchaus kein sowjetischer zu sein braucht) und für die grosse, weltbeglückende Friedenstat ist gekommen. Mit gutem Willen und edlem Wölten muss vorerst daran gearbeitet werden, dass der Abrüsitungsplan baldmöglichst zur Tat wird -- dann ist der Weg für ein langes friedliches Zeitalter gesichert. LUDWIG K. STARGARDT IPÄSTOllS: VINES* ■ > jn4)r ooatra T05 y CATARROS » 7 CATARROS En íúdem Im Farmaoi» AAAA AA A A AA.A.A.AA.A.A.A.AAA.AA A A A A ¿ WENN REISEN- DANN DURCH EXPRINTER IHRE PASSAGEN fuer Flugzeug, Schiff oder Eisenbahn IHRE HOTEL - RESERVIERUNGEN besorgt Ihnen schenellstens, zuverlaessig und preisgünstig SEAVICIO MUNDIAL Dl VIAJES ' EXPRINTER LA PAZ Av. Camacho (Edif. Yugoeslavo) Telef. 2560 u. 9265 \ Nur Panagra fliegt 4 mal wöchentlich nach » ¿mm Geschwindigkeit - Erste Klasse und Touristenklasse i Regelmässigkeit - Radar Vorzügliche Küche Verantwortungsbewusstsein - Erfahrung Unmittelbare Flugverbindung nach U.S.A. und Europa i Dies alles bietet Ihnen Panagra! FLIEGEN AUCH SIE MIT PAN AMEfttCAN- GUACI AKW AYS I ’it man Sie gerne beraten wird! PANAGRA: Mercado 1085 - Tel. 12100 - 12105 - La Paz. Besuchen Sie Ihre Reiseagentur oder Panagra, wo

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.