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Das Echo · 1959-08-15 · 208 (15.8.1959) · p. [Seite 2]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
208 (15.8.1959)
Date
1959-08-15
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German
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1 ‘DAS ECHO 15, August 1959 ALTER HERR — litiker forderte. Konrad Adenauer hat ach in einen derartigen Kommunistenhass verrannt, dass er voellig die wirklichen Proportionen von Gefühl und Vernunft verlor. Dieser gute Hasser glaubte, dass die ganze Welt seine Auffassungen teilen müsste - solange es für die internationale Politik opportun war, ging man mit ihm. Aber Washington treibt ebenso wenig wie London oder Paris eine Deutschlandpolitik, sie treiben Politik, so, wie es ihnen aktuell nützlich erscheint Der Alte Herr in Bonn wird diese uralte und unwandelbare poetische Weisheit recht bald gewahr werden, » enn er nicht mehr dazu imstande sein wird, “Deutsche Politik” seinen westlichen Freunden zu oktroyieren. Die militante Eigenart des Preus- '.ismus, hat die Regierung von Bonn in Krisen getrieben, die für Bonn zu einer Isolation führen koennen. Da bekantlich unfreundliches Schicksal in Deutschland von Fremden und Boesen (Machbaren, Kommunisten, Juden etc.) gestaltet wird, werden Deutsche in kritischer Situation nicht sich die Schuld geben, sondern Andern. Die “Andern” werden auch wir-. köch vorhanden sein, da die Welt nicht andauernd wegen Deutschland auf dem Pulverfass sitzen kann und will. IV Zu den besonders gefaehrlicben Palverfaessem in diesen Tagen gehoert das Problem “Berlin”. Die Genfer Konferenz war ein klarer Spiegel für die Situation und Impotenz der Westmal ächte, die allem zusammen den starfmmmmm^— ken Gegner Russland nicht zwingen konnten, seine Position auch nur zu mildem. Es dürfte unsere Leser interessieren, wie z. B. engliche^firominenz zu dem Fall “Benin”” denkt. Der populaere britische Feidmarschall Atontgomery sprach hierüber folgendes aus: “Die nackte Wahrheit ist, dass eine Wiedervereinigung Deutschlands im Augienblick nicht moeglich ist. Jeder weiss es. Aber niemand will es sagen, aus Furcht, die Deutschen zu verlet- Bezug auf dife Deutschen? Seit Biszen. Aber was sin die Tatsachen in marck das deutsche Empire schuf, hat Europa niemals dauerhaften Frieden gekannt Kann man sich deshalb wundem, dass einige Nationen jede Vereinigung der beiden Deutschland fürchten?”. Dies sagte Englands Nationalheld erst ganz kürzlich, und diese promintnte britische Stimme beleuchtet grell das politische Westpanorama. Denn trotz NATO und anderer West- Bündnisse, pathetischen Beteuerungen und Erklaerungen “urtärschütterScher demokratischer Verbundenheit”, besteht ein breiter Riss im Kreis der West- AlKertten. Der hurtige Kruschtschew wird sich mm bemühen diesen Riss weiter aufzuroissen, damit das Rote Tuch für Moskau, “Deutschland”, seine Färbte vertiert. V Germania, auo vadis?.„ Die Weltpolitik hat in den letzten Wochen eine Wendung genonurtan, die recht viel Gutes in pazifistischer Hinsicht bringen kann. Die Regierung von Bonn dürfte durch diese Situation gezwungen weri den, notwendige Konzequenzen in j ihrer Aussenpolitik zu ziehen und auch j ihre Innenpolitik einer Revision zu un- I terziehen. Aussenpolitisch muss endlich teine Brücke zwischen Bonn und Moskau geschlagen werden, die tragbar für direkte Verhandlungen ist. Denn in der Deutschlandfrage kann es keine Umwege geben, sondern nur Verhandlungen Moskau - Pankow - Bonn koennen zu eirtem Erfolge führen. Bonn muss nun einmal den Schmollwinkel verlassen, und versuchen, den Siegerstaat Sowjetrussland so zu behandeln, wie es Moskau wünscht und | sich zu einigen und wesentlichen Kon-! Zessionen entschliessen. Moskau-Pan- I kow hat in der Deutschland-Frage eine derart starke Position, die nur aufgegeben werden würde, wenn der Sowjetblock daraus Gewinn und Sicherheit ziehen koennte. InnbnpoHtisch müsste alles getan werden, damit die apolitischen Deutschen auf einte gesunj de demokratische Ebene gebracht werden, dass der üble und revanchelüsterne Nationalismus wieder verschwindet, und dass die westdeutsche Regierung sich nicht nur zu feiner europaeischen und pazifistischen Politik bekennt, sondern eine solche auch betreibt Deutschland ist auf ein falsches politisches Gleis gtekommen; es werden heute in W-Deutschland Weichensteller gebraucht, die faehig sind, ein neues GMs zu finden, welches den sicheren Anschluss zur grossen Welt bringt. Deutschland als Kultur- und Intelligenz land hat sehr grosse, schoene und wichtige Aufgaben zu (erfüllen, die aber nicht im Bereiche von Wirrnissen, sondern in K'aerung und Friedenstat Hegen. LUDWIG K. STARGARDT. «ES CANSADOS Y SENSIBLES — Bálsamo Pidtc» Dr. Sck+11 re*, frese* y ca lm* los pies fatigados y sensibles. 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