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Das Echo · 1959-06-15 · 205 (15.6.1959) · p. [Seite 4]

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Journal
Das Echo
Volume
10 (1959-1960)
Issue
205 (15.6.1959)
Date
1959-06-15
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German
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4. “DAS ECHO“ 15. Juni 1959. ISRAEL... Ben Zwie, Frau Weizmann, dem Praesident der Jewish Agency Nachum Goldmann, wie Guy Moliet, der norwegische Vizeaussenminister Engen, der Bürgermeister von Joannisburg J. Matz, der Vizebürgermeister Amsterdams Dr. S. Derroes, der frühere Vizepremier Burmas U. Kyaw Nyein und die vielen anderen, darunter die luden Daniel Meyer aus Frankreich und Dr. Jona Salk aus den USA, der hier sehr gefeiert wurde und der auch von Israel sehr beeindruckt war. Aber der Wermutstropfen ist, dass die Touristen alles alte Leute waren, man sah fast keine junger Menschen. Natürlich *- * * * * * * * *- * * * * * * *■ *■ * ■¥. *AMMM^**^+***************** gab es Ausnahmen, wenn man auf Dr. van Dam und auf seine sympathischeFrau hinweist, oder auf den Oberrabbiner Dr. Eisenberg aus Wien und auf den Oberrabbiner von Luxenburg Dr. C. Lehrmann, der hier ein sehr umworbener Gastredner ist, so sind es jüngeren Menschen, aber nicht die jungen Menschen, die Israel sehen moechten und die Israel nicht nur als Touristen braucht. Dieser Unabhaengigkeitstag war ein Feiertag wie es das Volk liebt. Waehrend man an den anderen Feiertagen durch reüigioese Vorschriften daran gehindert wird, sich so zu bewegen, wie man will, ist der Jom Haazmauth ein Feiertag, an dem a’lle Fabriken, Geschaefte und Büros geschlossen sind und es herrscht vollstaendige Arbeitsruhe, aber die Verkehrsmittel sind wie am Wochentage taetig, fCaíés und Restaurants sind offen und alles ist frei und unbesch- ' wert. Und es ist trotzdem ein wunderbarer und schoener Feiertag und wie man in Israel zu sagen pflegt, unser groesster Jom Tow. Die Zahl der kleinen extremen Clique, die den Jom Haazmauth nicht als den grossen Jom Tow anerkennen wollen, wird immer kleiner, und es sind nicht nur Einzelne, die sich mit jedem Jahr mehr dem Volke naehern. Wenn man in den ersten Jahren der Staatsgründung sich scheute, in vielen Synagogen Halel den Lobgesang der Psalmen anlaesslich des Wunders der jüdischen Wiederauferstehung zu sagen, wird es heute in den meisten Synagogen am Unabhaegigkeitstag gesagt. In den Tagen der Sefirah darf laut jüdischer Tradition nicht die Haare! geschnitten werden, auch darf man in diesen Tagen nicht heiraten. Aber in diesem Jahr erlaubten die Rabbiner es am Jom Haazmauth ja zu tun, denn es ist ein Festtag, und dies ist auch für den Fortschritt der Sinnesaenderung und der positiven Beziehung zum Staat seitens der Orthodoxen bezeichnend. Wie würdevoll, mit Weihe und in Feststimmung dieser Tag begangen wird, ist es wert, einen Gottesdienst in der Ichud Schiwath Zion (deutsche Juden) wiederzugeben. Zum Abschluss des Gedenktages vor dem Jom Haazmauth wird eine Treueandacht für die Gefallenen im Unabhaengigkeitskampf mit geeigneten Gebeten abgehalten, wobei die Namen der Kinder der iGemeindemitglieder, die im Kampfe gefallen sind, genannt werden, und man lioerte Namen wie Melnik, Wulf, Lewi, Safomon, FeKchenfeld, Stahl, Freihahn und andere. Diese Synagogengemeinde hat allein über ein dutzend Helden des Frei heitskampfes zu beklagen, der Jüngste war 18 Jahre, der .aelteste 33 Jahre. Nach einer Pause wird dann der Festgottesdienst begonnen mit Halel und Schoferblasen als Dank der Vorsehung, welche sie uns die Gründung des Staates erleben liess.Dieser Gottesdienst ist ein erhebendes Zugnis jüdischer und geschichtlicher Wertung, sodass jeder, der daran teilnimmt, die Gewissheit mit sich nach Hause traegt, dass nicht nur die Opfer nicht umsonst waren, sondern, dass das Leben in Israel für sich selbst und für das jüdische Volk einen neuen grossen Sinn und Inhalt bekommen hat. Und wenn ich Touristen in den Strassen Tel-Avivs sah, Zuschauer bei Strassentaenzen der Jugend, da sah ich aeltere Menschen mit Traenen in den Augen. Dies waren Traenen der Freude, dass sie den neuen Inhalt des jüdischen Volkes und der neuen Juden auf alter Erde miterlebt haben. •OTNtnü MECIA* KBKESBffMIESEXOUSlYOSHUaOUMA * ff.Dl 1UCAS «CIlftTP' * WUMO ★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★-*• Und dies bei einem Volk, dem man die Moegtichkeit und die Faehigkeiten dazu abgesprochen hat, und die selbst nicht daran glauben wollten; dies ist das grosse Erlebnis, es selbst mit eifnen Augen das Neuerleben des wiedererstandenen Volkes bestaetigt zu sehen. M. Küai (Tel-Aviv). ARGENTINIEN che Massnahmen von Provinzgouverneuren und Verwaltungsbeamten. Die Regierung ist im Augenblick bemüht, diese Widerstaende zu brechen. Ob neue Maenner Wunder vollbringen koennen, steht dahin. In derselben Lage wie Argentinien, wenn nicht in schlimmerer, befinden sich fast alle anderen lateinamerikanischen Staaten. Um aus dem Dilemma herauszukommen, tagten in Buenos Aires die 21 amerikanischen Staaten zu einem Gedankenaustausch eines gemeinsamen lateinamerikanischen Marktes. Der Generalsekretaer der CEPAL, Dr. Prebisch, sagte woertlich: “... dass trotz aller Konferenzen und Anstrengungen, die gemacht werden, die Idee eines gemeinsamen Marktes in Lateinamerika vage ist...” Fidel Castro, der kubanische Revolutionsheld, wies darauf hin, “dass die Stunde gekommen ist, in der die Voelker Lateinamerikas eine ernsthafte Anstrengung zur Ueberwindung ihrer Uebel machen müssen”. Die Loesung der Problemstellungen, die erkannt werden, verwandeln sich nicht in Wirklichkeit, weil die internationalen Konferenzen sehr oft einzig theoetische Turniere sind. Nicht mit Theorien und Rhetorik werden die Probleme geloest, sondern durch Tatsachen und wahre Loesungen. Nur dadurch erhalten die Voelker Vertrauen und Selbstvertrauen. Bis sich das neue wirtschaftliche Denken in Lateinamerika durchgesetzt hat, wird einige Zeit vergehen. Die eingeleiteten Massnahmen werden ebenfalls erst nach geraumer Zeit wirksam werden. Die kritische Lage der lateinamerikanischen Staaten erfordert jedoch schnelles Handeln. Das ist das grosse Problem, das die lateinamerikanischen Politiker und Wirtschaftler vor eine ernste Aufgabe stellt. Edwin Hall® (Buenos Aires) Der ganz ausserord’intliche Erfolg, den der 18-jaehrige Bolivianer Jaime Laredo Unzuenta vor einem internationalen und kritischen Fachpubjikum in Brüssel erringen konnte, verlangt hoechsten Respekt. Dieser junge Violinist, der heute Weltruhm geniesst, und der erste Lateimamlarikaner ist, der eine derartig hohe international!2 Auszeichnung für Musikschaffen erwerben Konnte, hat diesen Erfolg redlich verdient, da er umahiaessig hart an sich arbeitete und sein musikalisches Genie nie vergeudete. An diesem grossen Erfolg darf auch die jüdische Gemeinschaft in Bolivien mit besonderer Herzlichkeit und mit Stolz anteilnehmen, da les einer der ihren, Prof. Pablo Faniini, war, der das Talent von Jaime Laredo tentdeckte und als erster foerderte. Jaime Laredo U. wird in Bolivien mit vollem Recht als einer der Gros- <ot, seines Landes gefeiert. Auch “Das Echo”, als Organ der Juden in Bolivien, gratuliert von Herzen diesem jungen sympathischen und ütteraus musikalisch begabten Bolivianer zu seinem gewaltigem Erfolge und wünscht ihm die glanzvolle Karriere, zu der durch seine Leistung praedestiniert ist Wenn r y ¥ v v T r v" WENN REISEN DANN DURCH EXPRINTER IHRE PASSAGEN fuer Flugzeug, Schiff oder Eisenbahn IHRE HOTEL - RESERVIERUNGEN besorgt Ihnen schenellstens, zuverlaessig und preisguenstig SMVICIO MUNDIAL Df VIAJCL ' EXPRINTER LA PAZ Av. Camacho (Edif. 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