Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 9 (1958-1959)
- Issue
- 200 (30.3.1959)
- Date
- 1959-03-30
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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30. Maerz 1959. ‘DAS ECHO” 7, Unter Uns.. XIV. - 2 0 0 Echo - Ausgaben! Lieber Leserfreund, halten Sie mich | bitte nicht fuer sehr unbescheiden, wfönn ich ueber das Erscheinen der Nr. 200 des “Echo” Aufhebens mache. Gewiss, fuer eine grosse, normale, finanziell gesicherte Zeitung ist die Ausgabe 200 sicher keine grosse Angelegenheit. Fuer Ihr kleines und in ewigen Kaempfen sich befindendes “Echo” ist diese Ausgabezahl immerhin bedeutungsvoll. Wir haben in diesem Rahmen uns schon so oft ueber “Glanz und Elend der Echo-Redaktion” unterhalten, dass tes sicher nicht tragisch ist, dies einmal mehr zu tun. Machen wir ein wenig in “Echo-Geschichte”. Das Blatt wurde als Monatsschrift gegruendet. Die erste Ausgabe war bereits ein voller Erfolg, der sich so intensiv fortsletzte, dass das Blatt bald als Halbmonatsschrift editiert wurde. Nach einigen Jahren war man soweit, dass “Das Echo” 3-mal monatlich erscheinen konnte. Infolge drucktechscher Schwierigkeiten musste ich dann wieder den Erscheinungstumus aendern, sodass unser “Echo” jetzt wieder eine Halbmonatsschrift ist. Nun folgen Sie mir, lieber Leser, einmal in die Druckerei! Da ist der Besitzer, der immer meint, dass ier beim Druck des “Echo” Geld zulegt, und daher immer neue Preäsforderungen stellt. Der Linotipist ist ein Juengling, der ebenso Chinesisch wie deutsch setzen kann — also keines von beiden. Ich wuenschte, lieber .Freund, Sie wuerdeo einmal die Korrekturfahnen sehen: da wimmelt es nur so von Satzfehlern, unmoeglichen Interpunktionen und fehlenden Zeiten. Der Kampf mit dem Druckfehlersatan muss 3 bis 4 mal unter Missmut des Setzers und Nervositaet dies Editors, wiederholt werden, bis einigermassen der Satz klappt. Dann kommt die Schwierigkeit des “Umbruchs”, dies Zusammenstellen der Seiten. Hier wirkt wieder ein Fachmann, mit dem es recht schwierig ist zu arbeiten; wenn 'es nach ihm ginge, wuerden die Seiten mit Sternchen, Figuren und andern Kitsch geschmueckt werden. Um dile richtige Titelschrift zu bekommen, um dem Blatt ein Scheines und europaeisches Aussehen zu geben, sind manche Kaempfe zu bestehen, da dler “Armador” immer andere Ansichten hat, als der Herausgeber. Endlich ist das soweit, dass das Blatt nun in die Presse geht. Hier passiert es, dass bei den letzten Korrekturen, Zeilen Ausfallen, andere werden falsch JOSE SZTEIN Fábrica Nacional de Impermeables Colón 367, Casilla 1884, Teléfono N9 4911 LA PAZ BOLIVIA eingesetzt, oder der Satz verschiebt sich in fuerchterlicher Weise. Die Geburt jeder Nummer ist ein Kampf, und es i&t mir immer ein Freudenfest, wenn endlich die Ausgabe fertig ist und vor mir liegt. “Das Echo” ist bis jetzt ein Zeitungswerk von fast 2ooo Seiten in Tabloid-Format. In diesen Spalten spiegelt sich eine fast 10-jaehrige Zeit mit allen kleinen und grossen Kaempfen, eine Chronik von guten Taten, aber auch von Unzulaeoglichkeiten. Mit den 200 Nummern konnte “Das Echo” viele schwierige Geltende gewinnen als Aufklaerung fuer das Judentum und Israel in christlichen Kreisen. “Das Echo” ist heute nicht nur “Decano de la prensa extranjera en Bolivia”, sondern ein Blatt von erfreulichem Einfluss, welches sich auch der Achtung vieler hoher bolivianischer Amtsstellen erfreut. Das Merkwuerdige ist, dass “Das Echo” trotz aller Abwanderungen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht an Auflagehoehte verloren hat, sondern sogar in letzter Zeit einen erheblichen Zuwachs an Abonnenten gewinnen konnte. Interessant ist auch die Feststellung, wieviele Leichen im Zeitungsfeld den Weg des “Echo” umsaeumen. Nach meiner Berechnung und nach meinen Nachforschungen, gab es seit der ersten Echoi-Ausgabe in Bolivien fast 50 Zeitungen— und Zeitschriften- Gruendungen, die heute mausetot und laengst vergessen sind, obwohl einige von ihnen mit grossen Geldmitteln ausgestattet waren, und von tuechtigen Fachleuten geleitet wurden. Also nach alldem, was ich Ihnen soeben berichtete, ist es ein Grund uns zu-zuprosten und auf eine weitere gute Entwicklung des “Echoi” anzustossen! In diesem Sinne viele Gruesse in freundschaftlicher Verbundenheit. Ihr FOTO K A V LIN OPTALVIS OPTICA vermittelt Ihnen gutes Reisen durch Flugzeug Schiff oder Eisenbahn! Sorgfaeltige Erledigung, von Frachten und Reisegepaeck in Bolivien und in dien Teilen der Welt! Wenn reisen - dann durch “INCATUR” La Paz, Oruro Cochabamba, Potosí, Sucre, Santa Cruz, Yacuiba, Tupiza y Tari ja. INCATUR Ist Jemand da, der d'rob sich wundert, Dass unser ECHO hoechst vergnügt Erscheint als "Numero 200"? O nein! DAS ECHO hat gesiegt! Ja, unbeirrt ging's seine Wege! Ein “Vivat" heut der Redaktion! Nichts machte 's aus, kam ins Gehege Auch manches Mal "Opposition"! Denn von den Lessern stets die Meisten Sie gingen mit durch "Dick und Dünn" DAS ECHO, ja, das kann 'was leisten, Ob Ernst, ob Scherz, ob tief'rer Sinn! Stets, wenn DAS ECHO neu erscheinet, Der Leser ist erwartungsvoll, Er nie den Obulus verneinet, Im Gegenteil: man kauft's wie toll! Froh flattert es gleich bunten Baendem. — Nicht Cochabamba nur und Paz — Herum in allen Herrenlaendern, Und wo es weilt, treibt's Ernst und Spass. Nun, unser ECHO —■ Spass bei Seite, Moeg sich verjüngen stets auf's Neu! Und bleiben soll im würd'gen Streite Es seiner steten Linie treu! Das Echo von dem ECHO halle — (Dies bleibe Wahrheit! Nicht getraeumt!) Auf tausend Wegen stets für Alle! Dies ist mein Wunsch heut — Bruno Freund« 50 JAHRE... tinitiative in der ersten hebraeischen Stadt. Sie bauten zwei Haeuser in der Herzilstrasse, ohne die Hilfe irgendwelcher Institutionen in Anspruch zu nehmen...” Es kommen Briefe von Soehnen und Töchtern, Enkeln und Enkelinnen: sie alle verlangen, dass das “alte Unrecht” gut gemacht werde, Andere Beschwerdeführer geben zwar zu dass ihre Eltern oder Grosseltern Tel-Aviv seinerzeit verlassen haben und sogar ausgewandert seien; aber das spiele keine Rolle, schreiben sie Dennoch gehoere ihre Familie zu den Gründern der Stadt. Die .Stadtvaeter .aber .haben beschlossen, die Diskussion über dieses heikle Problem nicht wieder aufzurollen. Was von der zustaendigen Kommission bestimmt wurde, bleibt bestehen. Es gibt 66 Gründer der Stadt — und nicht mehr! Die Kommission liess es seinerzeit ungeprüft, wer der allererste Gründer der Stadt war. Auch in dieser Frage bestehen Meinungsverschiedenheiten und führten vor zwei Jahrn zu heftigen Debatten zwischen einigen Familien. Man nimmt an, dass der Erste, der im Jahre 1907 den Vorschlag zur Gründung einer rein jüdischen Schechuna machte, Akiba Arje Weiss war. Aber als man vor zwei Jahren vier Strassen in der Stadt nach den vier ersten Initiatoren benennen wollte, wurde die Frage aufgeworfen, wem die zentralere und luxurioesere Strasse zukomme Schliesslich konnte das Problem friedlich geloest werden, ohne die Gefühlle der vier Familien zu verletzen. Im Viertel der staedtischen u Regierungsangestellten, im Nord Tel—Avivs, wurden vier Strassen na den Namen der vier Stadtgründ benannt; Akiba Arje Weiss, Jechesk: Dänin, J. Chajotman und David Srr lansky. Die Frage, wer der allerers von ihnen gewesen ist, wird wohl a immer in Dunkel kehüllt bleiben... Schnell sicher und mühelos rechnen I ©Eine PRECISA-Rechemnasclw» endesiet SU vom anstrengenden Kopfrechnen. Ihre Arbeit»! kraft können Sie vermehrt zu schöpferischen* Tun einsetzeo. 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