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Das Echo · 1959-01-30 · 196 (30.1.1959) · p. [Seite 4]

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Journal
Das Echo
Volume
9 (1958-1959)
Issue
196 (30.1.1959)
Date
1959-01-30
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German
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RABB„ G. FRTEDLAENDER: GEMEINSAME PROBLEME Es gibt zwei grundsaetzlich veisclEedene Gruppen jüdischer Gemeinden in Südamerika: die Gruppe der Gross-Gemeinden mit Buenos Aires an der Spitze, die — von Chile abgesehen — an der Atlantikküste liegen, liegen, und die Kleingemeinden der Pazifik-Laender. Diese kleinen Gemeinden zaehien jede zwischen 25Ü und 800 Familien. Sie haben ein relativ gut entwickeltes organisatorisches jüdisches Leben, und jede für sich waere der Stolz des jüdischen Volkes — wenn dieses Volk etwas von ihnen wüsste, was mehr ist als ihre blosse Existenz und ihr Beitrag zu den verschiedenen Fonds. So aber liegen die Dinge ganz anders. Zunaechst einmal liegen alle diese Gemeinden in ungeheuren Entfernungen von einander, und das gibt jeder dieser Gemeinden das Gefühl einer vollkommenen Isoliertheit. Ihre Jugendlichen — zwischen 150 und 600, je nach ihrer Groesse—entbehren jeglicher lebendiger Verbindung zum jüdischen Leben in der Welt, wenn man von den Schelichim offizieller Fontfs absieht, die natürlich keine Zeit mitbringen, kulturelle Missionen durchzuführen. Ausserdem leiden diese Gemeinden teilweise noch an i der unseligen Zerrissenheit der Aschj knasim und Sefaradim, wobei die; Aschkenasim sich zuweilen den Luxus : erlauben, noch einmal Untertejlunj gen vorzunehmen. Zu der aeusseren ' Isoliertheit kommt die innere hinzu. Die meisten dieser Gemeinden haben jüdische Schulen, in deren Comités sich Aschkenasim und Sefardim meistens zusammenfinden, wenigstens! ihre besten Vertreter. Diese Schulen j leiden alle an den gleichen Problmen: j -1— j i’RONDIZIrbeitgeber werden in der “harten and” der Regierung einen starken ückhalt finden, um die Loehne niedg zu halten und ihre Betriebe von lerfluessigen Arbeitern zu befreien, folge der schwindenden Kaufkraft erden viele, vor allem wirtschaftlxh ihwaechere Unternehmen ihre Betrie-; stillegen. Die Regierung hofft, einen ■ossen Ter! der Regierungsangeellten in die Privatwirtschaft überhren zu koennen. Wenn die Privatirtschaft selbst Entlassungen durchirren muss, werden fuer die entlassen Staatsbeamten keine Arbeitsaetze zu finden sein. Arbeitslose, ie vorgesehen, wieder auf dem Lande lzusiedeln, wird eine nicht leicht zu esende Aufgabe bleiben. Um den Stabilisierungsplan zur Wirklichkeit werden zu lassen, steht e Regierung vor so vielen Aufgaben, iss man nicht sagen kann, welche ^dringlicher sind. Um die zum ufbau erforderlichen Transporte hführen zu koennen, sind Milliarm Pesos und Jahre lange Arbeit Dtwendig, um das sich in aeusserst ‘ hlechtem Zustand befindliche We- 1 metz instand zu setzen. Das gleiche lt für Eisenbahnen und Schiffahrt, as Wohungsproblem ist nach wie ir akut. Mit dem einsetzenden Katalmangel werden kostspieligere bjekte abgestossen werden. Die autaetigkeit wird nachlassen. Absehen von den wirtschaftlichen >lgen der verringerten Bautaetigkeit, ird die Unterbringung der wirtschafch schlechter gesteMten Bevoelkeing ernste soziales und hygienische olgen bringen. Das sind nur einige spekte, die im vorhergesehenen Stalisierungsplan offen bleiben. Man kann nur hoffen und wuen- :hen, dass Praesident Frondizi mit .'.ner Politik der “harten Hand” sein iel erreichen moege. So wie sich e Lage dem genau analysierenden id erfahrenen Beobachter bietet, ¡eicht sie einer Sysiphus-Arbeit. Edwin Halle (Buenos Aires). dem der Versorgung mit jüdischen Lehrern, worüber viel zu sagen und zu schreiben waere; dem der Versorgung mit Lehrmitteln, wie hebraeischen Unterrichtsbüchern, Textbüchern für jüdische Geschichte, Religion, usw., die oft deshalb unmoeglich ist, weil es solche Texte einfach nicht gibt, jedenfalls nicht den Bedürfnissen dieser Gemeinden entsprechend. Die Schechitah wird meistens mit groessten Mühen erhalten, man kann dafür sorgen, dass ein Mohel .am Platz ist, aber damit ist es mit den Kultusbeamten am Ende. Rabbiner oder Kantoren sind fast nirgends vorhanden. Die wirtschaftliche Lage dieser Gemeinden ist nicht schlecht, und sie koennten sich alles erlauben, was zum organisierten jüdischen Leben gehoert, wenn es Menschen gaebe. die bereit waeren, in diese Gemeinden zu gehen und ihr Leben mit ihnen mifzuführen, „ein ruhiges, besonnenes Kleinstadtleber:, gewiss ohne die Moeglichkeiten der Riesenstaedte, aber auch ohne ihre Beschwerden. Viel koennte diesen Worten hinzugefügt werden, um die Gemeinsamkeit der Probleme all dieser Kleingemeinden der Pazifik-Laender zu analysieren — es würde den Rahmen dieser kurzen Betrachtung sprengen. Aber man fragt sich: warum ist es bisher nicht gelungen, ihre Isoliertheit zu zerstoeren? Gewiss, alle Jahre einmal ruft man zu einem Kongress, und meistens sertden diese Laenüer auch ihre Teilnehmer, die dann enttaeuschter zurückkamen als sei fuhren, weil sie spüren, dass hinter der Betriebsamkeit der Kongresse nicht allzu viel Lust' zur Verwirklichung zu Enden ist, und die Resolutionen bleiben dann im allgemeinen auch auf dem Papier. Gemeinsamen Probleme erfordern gemeinsame Loesungen. Die Gemeindn der Pazifik-Laender soUten einen Weg für eine regionale Organisation finden, deren einzige Aufgabe die Lotsung gemeinsamer Probleme durch praktische Arbeit sein muss; nicht eine Organisation mehr schaffen, die mit grossen Namen spielt und sich im Repraesentativen erschoepft, sondern eine Arbeitsgruppe der Aktivisten in den verschiedenen Gemeinden, die sich einmal im Jahr treffen, sich Aufgaben für das kommnde Jahr stellen und die Menschen auswaehlen, die sie mit ihnen betrauen. Wir muessen Wege zu solcher gemeinsamer Arbeit finden, um unsere gemeinsamen Probleme zu loesen, und wir koennen sie sehr leicht finden. Wir muessen unsere Kleingemeinden vom Fluch der Isolierung erloesen, bevor eine wertvolle Quelle jüdischer Kraft versiegt. VORSTAND UND MITGLIEDER DER FEDERACION SIONISTA UNIDA DE BOLIVIA CENTRO COCHABAMBA wurden durch den Tod ihres allseitig verehrten Ex-Praesidenten ERNESTO HERSCHTHAL in aufrichtige Trauer versetzt. In der Geschichte der Juden von Cochabamba wird der Name Ernesto Herschthal einen ehrenvollen Platz einnehmen. Cochabamba, im Januar 1959. VINEO Das Beste gegen Husten und Heiserkeit INTERNATIONALES LANDWIRTE- « ‘ TREFFEN IN ISRAEL Eine internationale Landwirtezuj skmmenkunft, vom Keren Kayemeth Leisrael und anderen Koerperschaften einberufen, wird u.a. eine Ausstellung und ein Seminar ueber Probleme laendlicher Siedlung einsclvliessen und den offiziellen Abschluss der Zehnjahresfeiern Israels in diesem Fruehjahr bilden. Waehrend des Treffens werden Vertreter von fuenfundzwanzig Laendern einen “Internationalen Landwirtewald” in Adullam pflanzen, Besuche1 im Hulagebiet und im Entwicklungsbezirk Lachisch abstatten, und Urbarmachungs- und Aufforstungsprojekte besichtigen. Die Teilnehmer an dem Program! werden von israelischen Landwirten in! Doerfern, Kibbuzim und Moschawim eingeladen, zwischen dem 5. und 12. April ihre persoenlichen Gaeste zu sein, im Rahmen einer “Landwirt-zu- Landwirt-Woche”, die der offiziellen Eroeffnung des Treffens vorangeht. Dabei werden sie Gelegenheit haben, das taegliche Leben auf einem baeuerlichen Anwesen in Israel aus eigeger Anschauung kennenzulernen. Die FEDERACION SIONISTA UNIDA DE BOLIVIA LA PAZ bedauert aufs Tiefste das Ableben von Chawer ERNST HERSCHTHAL dem wertvollen Mitarbeiter und Ex-Praesidenten der FSUB Centro Cochabamba. Wir werden sein Andenken stets ip hohen Ehren halten! La Paz. im Januar 1959. Am 17 Januar 1959 verschied ploetzlich und unerwartet, kurz vor Vollendung seines 70. Lebensjahres mein geliebter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater und Grossvater ARTUR GUTH Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Charlote Guth, geh Haase Gleichzeitig danken wir herzlichst für die überaus grosse Anteilnahme. Cochabamba — Calle Oruro — Casilla G18 DANKSAGUNG! Für die anlaesslisch des Heimganges meines geliebten, unvergesslichen Mannes, unseres Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters ERNST HERSCHTHAL erwiesene Anteilnahme, danken wir allen Freunden herzlichst. Lilly Herschthal, Buenos Aires Asuncion 4702 Danko und Jutta Fleischer, Buenos Aires, Sah nabria 3756 und Enkel Deborah u. Rüben. Fred und Carmen Herschthal, Prov. San Martin, Bs. Aires, San Lorenzo 126. und Enkel Jaime u. Daniel, Im Januar 1959.

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