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Das Echo · 1959-01-30 · 196 (30.1.1959) · p. [Seite 2]

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Journal
Das Echo
Volume
9 (1958-1959)
Issue
196 (30.1.1959)
Date
1959-01-30
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German
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I INFORMA C I O N E S ENMIENDA AL CODIGO PENAL ALEMAN BONN (JTA) — El gabinete de Alemania Occidental aprobó una enmienda al código penal que establece una pena mandataria no menor de 3 .meses por sentenc'as de antisemitismo. Si bien la enmienda se aplica a todas las razas y nacionalidades, d gabinete actuó de tal manera debido al'incidente de Hambur. go. La enmienda elimina la obligatoriedad para el fiscal de prcbar la incitación a la violencia y dispone la encarcelación mínima de 3 meses para todo aquel que instiga al odio racial, nacional o religioso, p que insulta tal grupo, o se burla maliciosamente de el o hace asertos insultantes de modo a poner en peligro la tranquilidad pública. NO VARIARA LA ACTITUD DE FRANCIA HACIA ISRAEL JERUSALEM (JTA) — No debe esperarse cambio en la actitud de Francia hacia Israel, luego de la ascensión de De Gaulle a la prtsidencia, declaró el embajador Yaakov Tsur, enviado israelí en París, en su exposición ante e| gabinete. Informando sobre los últimos acontecimientos franceses, se cr t ende que Tsur dijo que la mayoría de los nuevos miembros del gabinete tienen opiniones sobre el M. Oriente similares a los restantes ministros. Respecto a una alianza con Israel, la iniciativa debe venir de Francia. MINISTRO JUDIO EN CUBA LA HABANA (JTA) — Por primera vez en la historia de Cuba un judío ha sido designado miembro del gabinete. Es Enrique Oltusky, hijo de inmigrantes de Polonia, quienes se establecieron en Santa Clara con una fábrica de zapatos. Ingeniero y graduado de la Universidad de Miami, el Sr. Oltusky teñe 29 años y es ahora ministro de comunicaciones en el gobierno provisional del presidente Manuel Urrutia Lleo. Es compañero de Fidel Castro, en e| movimiento revolucionario. NOMBRAN A UN JUDIO DI¬ RECTOR DE LA OFICINA PA¬ NAMERICANA DE LA SALUD WASHINGTON (JTA) — El Dr. Abraham Horvvitz, de 48 añcs, distinguido médico judío de Santiago de Chile, asumió su puesto acá como Director de la OPS. Las ceremonias tuvieron lugar en la Unión Panamericana local. La OPS fundada en 1902 por todas las repúblicas americanas ,es la organización sanitaria mundial más antigua. Opera mediante tos servicios sanitarios de los países miembros para evitar la enfermedad y promover la salud. El Dr. Horwitz, vivirá acá, donde tienen su sede central estos serj vicios. La próxima semana viajará a Ginebra para ser confirmado ofioalmente en su puesto. LA CAMPAÑA DE BONOS EN 1958 NUEVA YORK (JTA) — La organización de bonos israelíes informó que había recaudado durante el año pasado 46.450.000 dólares con la venta de bonos israelíes. Anunció el Dr. Joseph Schwartz, vicepresidente de la organización, que desde mayo de 1951, cuando comenzó la campaña, habían sido vendidos bonos por valor de 366.236.000 dólares en los EE. UU. y en otros países. Al iniciar la organización su convención de planeamiento de 3 días, el premier Ben Gurion envió un mensaje a los 700 líderes judíos, instando por una mayor ayuda económica a Israel En el mensaje dirigido a Abraham Feinerg, presidente de la organización, Ben Gurion llama la atención al nuevo ingreso de inmigrantes, particularmente del Este europeo. "Será nuestra mayor prueba poder absorberlos cultural y económicamente, un desafío y una carga para Israel y Jos judíos en el mundo desde la guerra de la independencia y la campaña del Sinar”. PAISES SUDAMERICANOS VISITARA GOLDA MEIR JERUSALEM (JTA) — La canciller Sra. Golda Meir, posiblemente visitará en breve varios países sudamericanos en una gira de buena voluntad, según revelaron fuentes bien informadas. En viaje a Sudamérica, la Sra. Meir, hará escala en los EE. UU., posiblemente para ayudar en la campaña del UJA. Todavía no ha sido decidida la lista exacta de las países sudamericanos que la Sra. Meir visitará.! AUS DEUTSCHLAND i | Verurteilung antisemitischer Vorfaelle j In der 56. Sitzung des Deutschen j Bundestages am 22. Januar 1959 gab j Bundeskanzler Dr. Adenauer vor dem Eintritt 5|n die Aussprache über die durch Bundesminister der Justiz Schaeffer beantwortete Grosse Anfrage der Fraktion der SPD über Fragen der Justizpolitik folgende Erklaerung ab: ‘‘Erlauben Sie mir, vor Eintritt in die Debatte im Namen der Bundesregierung zu den Vorgaengen der letzten Zeit eine Erklaerung abzugeben, in denen sich antisemitische Gesinnnung oder auf alle Faelle eine vollstaendige Unkenntnis des Wesens des Antisemitismus gezeigt hat. Nahum Goldmann Die Bundesregierung — und ich j bin überzeugt, Sie werden der Bun- I desregierung darin beitreten — verurteilt diese Vorgaenge. Sie bedauert sie I auf das tiefste. Diese Vorgaenge sind ] ein schweres Unrecht — ich folge hier j den Worten des Herrn Abg. Arndt— gegen die deutschen Mitbürger jüdischer Herkunft, ich wiederhole: ein schweres Unrecht, das wir Deutsche um so mehr verurteilen, wenn wir an die Vergangenheit denken. Derartige' j Vorgaenge schaedigen auch bedauerii- | cherweise das deutsche Ansehen im j Ausland. Ich glaube, der weitaus j grösste Teil des ganzen deutschen j Vc.lkes ist mit uns in der Verurteilung ' einig”. beim Bundeskanzler S P H I ,N X — tien„ dass aber auch nicht alles schlecht im Leben der Sowjet-Voelker ist. Besonders die letzten Erscheinungen ln Russland ermutigen uns zu diesem Glauben: de Radikalisierung in der UdSSR weicht, und eine neue liberale Linie zeichnet sich behutsam aber klar ab. Der gegenwärtige Berlin- Konflikt hat einen politischen Zuendstoff geliefert, der ein ratterndes d.plomtisches Feuerwerk ausloeste. Es waere voreilig, und wahrscheinlich au'h falsch, hier dramatische Schlüsse auf eine Unüberbrueckbarkeit in der West- und Ost-Politik zu ziehen. Diesem Berlin- Donner kann sehr wohl ein rehigendes Gewitter folgen, welches ein besseres Klima schafft, als unter welchem heute die Welt lebt und leidet. Chruschtschew hat es bereits einigiemale unmissverstaenlich ausgesprochen, dass er sehr grossen Wert auf eine pfersoetdiche und offizielle Einladung nach Washington legt, um ln feiner intimen und profunden Aussprache bestehende Spannungen zu beseitigen. Die inoffizielle Reis; von Vice- Ministerpraesident Anastas I. Mikoyan yiach den USA, hatte den Zweck in Tuchfühlung mit den nordomerikanischfen Politikern (und auch Industriellen) zu kommen. Das dominierende Thema der Gespräche mit Dulfes und Eiseohower dürfte dfer “Friedensvertrag mit Deutschland” gewesen sein, ein Thema, welches für die Sowjetunion “Heisses Eicfen” bedeutet. Die Formulierung eines russischen Friedensvertrages mit Deutschland dürfte auf inmense Schwierigkeiten stossien, da die Russen vor nichts so Angst haben, als vor einem geeinten Gross-Deutschland. Deshalbt bleibt für den Kreml Ostpreussen und die Oder-Neisse-Linie sowie die Ostzone Berlin 'eine Sicherheit welche sie unter gar keinen Umstaenden .aufgeben wollen. Obwohl das Weisse Haus bereit waere dem Kreml Garantien für ein; friedliche Weiterentwicklung eines geeinten Deutschlands zu bieten, so bleibt (zumindest vorläufig) die russische Haltung starr, da die Kreml-Furcht vor dem Furor teutonicus estaerker ist, als polititische rationale Konzeptionen. Der russische Mensch wird mehr von Gefühl als Vernunft beherrscht, und diese nationale Eigenart macht auch vor tfen russischen Politikern nicht halt. Der preussische Militarismus bleibt für die Russen ein Schreckgespenst, der nach ihrer Meinung Glück und Dauer der Sowjetunion gefaehrden koennte. Sk'hfer wird Mikoyan in den Staaten Wichtiges ausgesprochen haben. nicht aber Entscheidendes Die Rolle von Mikoyan in den USA konnte nur dj; sein, flüchtige und unverbindliche Aussprachen durchzuführen. In jedem Falle war die Reise des stellvertretenden russ. Ministerpraesidenten nach den USA ein erfreulicher Auftakt, wenn auch ohne besonderen politischen Akzent. Friedensfreunde sind schon glücklich, wenn überhaupt etwas unternommen wifed, um Haerten zu mildem, um Spannungen mit Vernunft und Takt zu dezimiccn. Die Reise von Mikoyan nach der “Hoehie des Loewens” beweist 'einmal mehr den guten Willen vom MUT! Von Jean Jaures Mut! Das hfeisst, das Leben lieben und dem Tod mit ruhigem Blick ins Antlitz schauen: Dem Ideal nachstreben und die Wirklichkeit verstehen; das heisst, handeln und sich den grossen Zielen widmen, ohne zu wissen, welche Belohnung unserem Streben wartet, und ob uns feine Belohnung zuteil wird. Mut! Das heisst, die Wahrheit suchen und sie sagen, die triumphierende Lüge nicht dulden, und wieder mit unserer Seele, noch mit unserem Munde, noch mit unseren Haendfen toerichtem Beifall oder fanatischem Geschrei zustimmen. Kreml, die turmhohfen Barrieren des Misstrauens gegen Sowjet-Russland in den USA (und England sowie Frankteich) na'h und nach .abzutragen. Ein weiteres (erfreuliches Moment in diesem Zusammenhänge ist, dass heute die Sowjet-Union nach den USA und West-Europa tfen sowjetischen Staats-Zirkus, Ballets, Orchester und Saenger entsandte, die ungeheuere Publikums;rfolge verzeichnen konnten. Aber auch die USA schickt sich an. Jazz-Orchester und andere Künstlertruppen nach dem sowjetische Osten zu senden. Dieser Kulturaustausch ist ein grossartiger Weg zum Verständnis zwischen West- und Ost- Mensch. Dieser Kultur-Austausch waere noch orofundfer, wenn an diesem auch Wissenschaftler und Studenten teilhaben würden. Ein grosser Schritt auf dem Friedenswege waere es, wtenn es nun auch zu einem wirtschaftlichem Zueinanderkommen kante. Russland ist dazu bereit, und hat konkrete Vorschlafege unterbreitet. Der Bundeskanzler empfing am Vormittag des 23. Januar 1959 Dr. Nahum Goldmann, Praesideijt des jüdischen Weltkongresses und der Jewish Claims Conference, zu einer Aussprache. Der Bundeskanzler versicherte Dr. Qoldmann, dass er, entsprechende seiner Erklaerung im Bundesteag vom 22. Januar 1959 die vereinzelt vorgekommenen antisemitischen Vorfaelle auf das schaerfste verurteilt. Die Bundesregierung werde alles in ihretr Macht Stehende tun, um eine Wiederholung solcher Vorgaenge zu verhin- Mr. Dulles u-a. westliche Staatsmaenner stempeln den Kreml konsequent als Qerulant, als Lügner, als unzuveriaessig, um zu vermeiden eine wirkliche, ernstgewollte Verstaendigungspolitik mit Moskau durchzuführen. Politische Engel gibt es nicht in Moskau, und nicht in Washington; jedes Land versucht seine eigene Politik zu tifeiben. Dennoch sollte es heute — und gerade heute! — moegltch sein, zwischen egozentrischen politischen Bahnen, einen breiten Weg zu bauen, der den Frieden sichert, und di“ Gefahren eines Zusammenpralls mit katastrophalen Folgen, eliminiert Das hoechste Glück in unserer G esdttschaftsoidnung bedeutet (der konstante Frieden. Wer heute den Frieden wünscht, muss mit leidenschaftlicher Kraft sich dafbar einsetzen, dass die dem : In gleicher Weise versicherte der Bundeskanzler, dass die Bundesregierung im Einvernehmen mit den Laenderregierungen die notwendigen Massnahmen treffen werde, um die Durchführung des Bundesentschaedigungsgesetzes zu beschleunigen und dafür zu sorgen, das Gesetz in den festgelegten Fristen durchzuführen. Dr. Goldmann unterbreitete dem Kanzler verschiedene Vorschlaege in dieser Hinsicht, deren wohlwollende Prüfung der Kanzler zusagte. beiden Welt, maechtfe USA und UdSSR sich naeher kommen, damit nach geraumer Weile eine bessere Welt geschaffen werden kann. Nicht im Weltuntergang kann heute die Errettung der westlichen Demokratien liegen, sondern einzig und allein in dem guten Willen, mit der UdSSR wirtschaftlich und kulturöl zusammen zu arbeiten, und spaeterhin auch zusammenzuleben. Es gibt heute nur zwei Wege: Krieg und Chaos, oder: Frieden lauf Co-Existenz des Westens mit Russland! Wir brauchen in den USA endfccb Politiker, die den Mut habai, ehrScb und überzeugend für die Sache des Friedens zu wirken! LUDWIG K. STARGARDT.

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