Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 9 (1958-1959)
- Issue
- 195 (15.1.1959)
- Date
- 1959-01-15
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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4. “DAS ECHO“ 15. Januar 1959. mit grosser Besorgnis" j gefaehrliche Situationen, die uns oft am den Rand eines Krieges brachten.! Die sowjet-bedrohenden Blockbildungen wurden dichter, Provokationen hageiten auf beiden Seiten, Einmischungen der Weltmaechte in nationalinterne Angelegenheiten schürten Hass, und vergruben schneller das in internationalen Konferenzen positiv Errreichte, als diese freundlichen Ergebnisse gezeitigt werden konnten. Die “Rezession” der USA-Wirtschaft, die schwellende Potenz der UdSSR, die unglückliche Situation des geteilten Deutschlands, welches leise, doch hc'erbar, Revanchegedanken produzierte, die ganze verfahrene Situation im Femen Osten sowohl in Mitttel-Ost, schufen ein aggressives Klima, welches nur mit Muehe so gebaendigt werden konnte, dass es nicht zu offenen Explosionen zwischen Russland und Amerika kam. In diesem Jahr hat sich besonders kristallisiert, wfc ohnniaechtig England, Frankreich, Italien und Deutschland sind, dass diese Staaten tatsaechlich nur Satelliten der USA sind, und auf Gedeih und Verderb sich der Washington-Politik auslieferten. Ebenso klar war die Erkenntnis, dass der US-Aussenminister imnter mehr mit dem Feuer spielt, durch sture Hartnaeckigkeit oft politisch bereinigende Moeglichk'eiten ausschaltete, mit besonderer Liebe komplizierte und schwierige Wege ging, und dadurch die feindliche Stimmung zwischen Ost und West mehr und mehr vertiefte. Die USA-Politik, die von den reaktionaeren Republikanern z.zt. bestimmt wird, laeuft Gefahr, die Welt in einen alles vernichtenden Krieg zu treiben. Die grossen US-Finanzgruppen, deren Marionetten d.'p Herren der sogen. Regierung sind, wünschen unter allen Umstaenden die wirtschaftliche Entwicklung der UdSSR zu unterbinden; um dies zu erreichen, ist ihnen auch ein Krieg willkommen. Ein Rückblick soll auch mit einem Ausblick verbunden sein. Der in der ganzen Welt sich stark ausbreitencte Nationalismus, schafft friedensbedrohende Situationen. Wenn die Weltmaechte im Jahte 1959 nicht mehr Takt und Reserve gegenüber den relativ kleinen Streitigkeiten zwischen rivalisierenden Nationen bezeigen werden, so ist cs durchaus möeglich, dass sich aus Bagatellen Katastrophen entwickeln, deren Folgen die Welt fuer unausdenkbare ¿¡eiten veraendern koennte. Neutralitaet und Respektierung der Weltmaechte gegenüber anderen Nationen, ist das A und O im Friedensalphabet. Ein immer wicderk'ehrender Satz in vielen Kommuniques internationaler Konferenzen des jahres 1958 war: mit grosser Besorgnis”. Diese staatsmaennische Besorgnis war durchaus gerechtfertigt, da man oft genug ani Rande eines brodelnden Vulkans tanzte. Dtese Besorgnis zur Weltlage aber koennte stark dezimiert werden, wenn eine Revision in der Anwendung politischer Mittel durchgefuehrt werden würde. ln diesem Jahr sollte es gelingen! die Hetze auf beiden Seiten einzustellen, wUnn es nicht zum Ausbruch eines Weltbrandes kommen soll. Es muss , in dies'em Jahr dafuer gesorgt werden, dass die atomare Abrüstung nicht nur 1 ein Propagandagespraech bleibt, sondern Wirklichkeit wird. Eine Auflockerung der Blockbildungen waere ¡ein weiterer überzeugender Ausdruck ehrlichen Friedenswillens. Vor allen Dingen sollte als Nahziel einer Friedenspolitik betrachtet werden, dass es techt bald zu einem Gespraech zwischen Eiisenhower - Chuschtschew kommt; von einer solchen, aufrichtig gefuehrten Konversation koennte die Welt viel erwarten. Das Jahr 1958 war kein grosses Jahr, aber ein Jahr, welches Ansaetze zeigte, die so korrigiert werden müssten ,dass das Jahr 1959 zu einem Jahr einer positiv-pazifistischen Entwicklung sich gestaltet. Die Maechte USA und UdSSR sind die Herren ueber Leben und Tod der! Menschheit. In unserem naechsten Lei- | tartikel wolten wir uns bemühen, un-! seren Lesern emige der Hintergründe der Grossen Politik aufzuzeigen. LUDWIG K. STARGARDT li IHJitKZwlcKHMBI&läM H OTEL MERSCH Casilla 846, Telegramas: HERSCHTHAL, Teléfono: 4427 UNTER NEUER LEITUNG! Vegessen Sie nicht bei Ihren Aufenthalt in Cochabamba, uns zu besuchen; verleben Sie Ihre Ferien bei uns! Mittags- und Abendtisch; europäische Kueche WOHNE BEI HERSCHTHAL - UND DU BIST ZUFRIEDEN! ■ at ■ 8 ■ ■ H Ei 9t 9 INTERKONFESSIONELLEdes und allen Lebenssphaeren - Bankiers und Wissenschaftler, Aerzte und Journalisten, Schriftstedler, Universitaetsprofessoren, Buergemeister, Beamte, Gesellschaftsdirektoren, Kuenstler. Als Motto hat das Komitee einen Spruch Hilleis, eines der alten Weisen: “Was du nicht willst, das man dir tu, das fueg’ auch keinem andern zu”. Es traegt der Tatsache Rechnung, dass die formelle Gleichberechtigung aller Buerger, auf der Israels Demokratie aufgebaut ist, nicht genuegt. Jeder Einzelne hat zu verstehen, dass ¿ine Verpflichtung zur Bruederlichkeit und ToHeranz auf ihm ruht und nicht nur auf dem Staat. Fuer Israel gilt dies mehr und ist dringender, als in irgendeinem anderen Staate - in Israel mit seinen verschiedenen Religionen, seinen zahlreichen heiligen Plaetzen und seinen vielen verschiedenartigen Religionen, seinen zahlreichen heiligen Plaetzen und seinen vielen verschiedenartigen religioesen Institutionen. In erster Linie handelt es sich hier um ein internes Problem Israels, aber es betrifft auch Israels internationale Beziehungen. Es gibt wahrscheinlich kein anderes Land, mit welchem religioese Koerperschaften im Ausland solch eine Fiielle von Beziehungen haben - religioese, humanitaere, sentimentale und wohltaetige Bindungen aller Art. Alles was auf diesen Gebieten in Israel getan oder unterlassen wird, hat seine Rueckwirkungen in der Welt. Walter Eytan (Jerusalem) i i ¡ EKUADOR einem Mitkaempfer Balivars — führt der Weg zur Jesuitenkirche La Compañía. ihre wohlgegliederte Fassade mit den drei typischen gewundenen Saeulen zu beiden Seiten des Hauptportals laesst nicht vermuten, welch seltener Anblick sich dem Besucher im Innern bietet: vergoldete Decken, Waende, Altaere, und sogar die Kanzel sind mit maurischen und arabischen Ornamenten bedeckt und verleihen so dem Gotteshaus einen eigenartigen Reiz. — Diese Stilmischung trklaert sich daraus, dass die Kirche vornehmlich von mohammedanischen Künstlern und Werkleuten, moeglicherweise Gefangenen, erbaut worden ist. Das Ganze wirkt in der Komposition überladen. Auch die Santo-Domingo- Kirche mit ihren Klostergehaeuden und La Merced mit ihren hellen, ebenmaessigen Türmen seien hier erwaehnt. Südlich von der Altstadt erhebt sich der Panecillo, ein Hügel mit praechtiger Aussicht auf das Strasen- und Kirchenbild von Quito. Von dort schweift das Auge frei über die Schoenheiten der Andenwelt mit den uralten Kultstaetten der Inkas; ein Halbtagsausflug ins Chillos-Tal offenbart die fruchtbare Umgebung Quitos, mit kleinen Doerfern und malerischen Maerkten, Steinwaellen und gepflegten Haciendas, Waelien, auf denen Agaven und Kakteen wachsen. — Maenner mit ihren “Ponchos” reiten uns entgegen, Frauen mit Herrenhüten auf dem Kopf, auf den Strassen wie Wachhunde angeleinte schwarze Schweine, die gegen den wachsenden Autoverkehr geschützt werden sollen. Zum Schluss ein Abstecher mit dem Wagen zu den Thermalbaedern von El Tingo und Alangasi, in deren warmen Wassern sich zahlreiche Menschen tummeln. Am frühen Nachmittag bin ich wieder im “Humboldt Capitol”. Hoechste Zeit, denn es beginnt zu regnen. Im Dezember und Januar herrscht Regenzeit in Quito, allerdings regnet •wm "SS es dann taeglich erst um drei oder vier Uhr nachmittags, am Vormittag ist unbedingt mit trackenem Wetter zu rechnen. — Sportliche Wettkaempfe, namentlich Sticrkaempfe, fangen deshalb bereits um elf Uhr vormittags an. Im Inhaber der Hotelbuchhandlung finde ich übrigens einen aelteren Berliner. Er hat seine Buchhandlung in der Leipziger Strasse 1937' verlassen müssen und ist nach hier verschlagen worden. Er erzaehlt mir manches von Ekuador und den Fortschritten, die dieses nicht einmal vier Millionen Einwohner zaehlende Land in den letzten zwanzig Jahren erzielt hat. Es kennt keine Abneigung gegen die Fremden. Etwa 2000 deutschsprechende Personen leben heute in Quito. Das Leben ist in Ekuad or viel preiswerter als in manchen anderen südamerikanischen Laendern, aber als Reiseland ist es bisher erst wenig erschlossen. Waehrend ich wen:g spaeter auf dem winzigen Flugplatz die Maschine erwarte, die mich in einer Stunde nach Guayaquil, dem tropischen Hafen, bringen wird, bedauere ich, nicht noch vieä mehr von diesem erst in den Anfaengen moderner Verkehrs- und Wirtschaftsentwicklung stehenden Lande gesehen und erfahren zu haben. Die Maschine startet, und bald schwebt “El Pazifico”, das Panagra-Flugzeug, in kühler Luft hoch über den wolkenbedeckten Anden. *-++**+*+*++++++++*-**+++**+ Das gute Bild! *3 >'' S» FOTO , KAVLIN /WiWvO TbelQuA CfiwV V ¥ « ÍVI1»' ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► * ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► ► (Usted nunca darq cuerda a un Mido! Pruefen Sie bitte diese Meister - Uhr bei Ihrem Uhrenhaendler! owerwind .Todavía da -V: usted cuerda a su reloj? * f!$¡l USTCO NUNCA OARÁ CUERDA A UN MI0OI * 4 4 <’ < i i i i i 4 i 4 i i i i 4 i i i 4 i 4 i 4 4 4 i i 4 4 i i 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4