Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 9 (1958-1959)
- Issue
- 194 (30.12.1958)
- Date
- 1958-12-30
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ezember 19SS. UED1SCHE E1STRAEGER aagd konnten wie •¡gen Ausgabe nicht lehngen pdischen eroeitetvfficta. dass auch in dieen die hoechste in* hchnung erhielten, hstraeger sind u.a.-. DERBERG, erst 33 it der pngste No- \ es in der Geschrisher gegeben hat. Proiessor an der et im Staat Viaslielt den Nobelpreis erkennung iuer seikuenstlichen Wege der Vetaenderung Tmvweisen. — Die 30. Dezember 1958. DAS ECHO 7. s Lied ivids, sitzt oben- [an, angetan, n Becher in der [rechten Hand, gen übers ganze [Land, das ist wahr, kommen noch [dieses Jahr, ten, litten, ren, Zeiten gewahren.; gen, en das ewige; eben erlangen. ■ erden wir gehn, ■ der -Erloeser— : [Amen,Amen. , Wrssen- Nobeletischen-' TAMM ibelpreis gleichen Ro- /erk von d hoech- :hen Niche Sen- :rkihun¡’ auf dem kt zu 1ER ibre 582 S \l - \SSIG Kuchen ASSIG o Restauß tíasr- und 2 Aß AUS DER GEMEINSCHAFT LA PAZ Hohe Auszeichnung fuer das CBI 1 Unser “Colegio Bioliviano Israelita” wurde mit dem “Condor de los Andes”, dekoriert; eine seltene Auszeichnung fuer ein bolivianisches Unterrichts-Institut. Diese Auszeichnung wurde durch den Senat der Republik Bolivien verliehen und stellt die erste offizielle Auszeichnung durch Bolivien fuer eine juedische Institution dar. Wir gratulieren der Schuldirektion und der “Comunidad” zu dieser Ehrung. ❖ Herr Erich Memelsdorf konnte in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag feiern; wir gratulieren diesem geachteten Mitglied unserer Gemeinschaft. Diie Redaktion des ECHO bittet um Einsendung von Notizen ueber stattgefundene (oder stattfindendende) familiaere oder allgemein interessierende Ereignisse innerhalb unserer Gemeinschaft, damit diese 1 einem weiten Kreis bekannt werden; diese Publikation ist voellig kostenlos. Einsendungen an: Redacciön Revista EL ECO, Casilla 2217, La Paz. COCHABAMBA Geburtstagie Seinen 89. Geburtstag beging Herr Georg Wiener. Dr. Max Kantorowitz konnte seinen 82. Geburtstag feiern. Den 75. Geburtstag begingen Frau Johanna Gabriel und Herr Ignatz Kert. 70 Jahr wurde Herr Siegfried Meyer und 65 Jahre Herr Gustav Gruen. DAS ECHO wuenscht aufrichtig allen Geburtstagkindern noch viele weitere Jahre in Gesundheit, die sie in Frohsim im Kreise ihrer Familie verleben vermoegen. Aus Cochabamba erfahren wir, dass eine “Asociación de Judios de Austria en Bolivia” gegruendet wurde, als Organ zur Wahrung der gesetzlichen Ansprueche oesterr. Juden in Bolivien. Diese Organisation wird geleitet von den Herren Gustav Stier und Fritz Markstein. ÍTTTTHIlTnTÜI[lTtrf||)TITTTl|[TTTTrl|tinil]|llIIIl]|tinil]|tlinil|tnin]|lIini[|[ulliJ|llilli]|luil4|[uUij|luiuj|)imij|[ilIliJ¡ I I “LA METALICA“ £L ïi f PINKUS B. ASPIS j. M Die leitungsfaehige Fabrik fuer I I Damen - und Herren - Konfektion J Spezialietaet: Regenmaentel. JET 1 España 162 - 170 — COCHABAMBA — Gasilla N? 435 fj fTTTTTj j {mill 1 liiml 1 jimij | ¡mil] | [lililí | [lim] | [lltli] | [lililí | [üüi| |{lJlil| | [iilljj | tHUl] | [lililj | [ilinj ¡ [üllll! [ü-Ulj 1| WENN RE I S E N - - DANN DURCH EXPRINTER IHRE PASSAGEN fuer Flugzeug, Schiff oder Eisenbahn IHRE HOTEL - RESERVIERUNGEN besorgt Ihnen schenellstens, zuverlaessig und preisgünstig SERVICIO MUNDIAL OE VIAJES ' EXPRINTER LA PAZ Av. Camacho (Edif. Yugoeslavo) Telef. 2560 u. 9265 JOSE SZTEIN Fábrica Nacional de Impermeables Colón 367, Casilla 1884, Teléfono N° 4911 LA PAZ BOLIVIA JUEDISCHES LEBEN... Pollens hartnaeckig, ihr Gemeindeleben zu staerken, bis ihnen eine engere Bindung zum Weltjudentum und vielleicht eines Tages die voellige Aufloesung der “Gola” Polen, durch ihre Ueberführung nach Israel moeglich sein wird. IN RUMAENIEN In der Tschechoslowakei war es Slansky. in Polen Minz und Bermann und in Rumaenien Anna Pauker, die gehen mussten. Die allgemeine wirtschaftliche Lage in Rumaenien ist nicht gut und für die Juden, die sich auf das neue Wirtschaftssystem noch nicht umstellen konnten, noch schlimmer, ln Rumaenien wurde nicht ein Kampf gegen die Religion geführt, sondern die Konfessionen in das System eingeschaltet. Geistliche und Rabbiner sind entweder Staatsbeamte oder angestellt von Institutionen, die der strengen Kontrolle der Regierung unterstehen. Im jüdischen Fall ist dies die Foederation der jüdischen Gemeinden. Praesident der Foederation ist der Advokat Bakal, der selbst behauptet, er sei nicht religioes. Trotzdem hat er die Aufsicht über das gesamte religioese Leben in Rumaenien: über die Schulen, das Theater ,die Mazzot-Baeckerei und über die Talessimfabrik. Oberrabbiner Dr. Moses Rosen haelt seine Predigten in jiddisch und rumaenisch. Der Chor besteht aus Frauen und Maennem und es ist eine Orgel vorhanden. Der Tempel ist ausgezeichnet besucht, auch von jüngeren Leuten. Manche führen dies allerdings auf den Kantor Rafad Rowinsky zurück, einen früheren Opernsaenger. In Bukarest gibt es noch weitere 18 Synagogen, die ebenfalls einen sehr guten Besuch aufweisen. Da kaum eine Vortragstaetigkeit stattfindet, ist der Synagogenbesuch das einzige Mittel, Juden zu treffen. In ganz Rumaenien gibt es nach dem Bericht Bakals 186 jüdische Gemeinden. Mit Hilfe der Regierung konnten 30 iRabtJiner angestellt werden. Die Gemeinden erhalten ihre Einnahmen in der Hauptsache durch Gebühren für die verschiedenen religioesen Taetigkeiten. Die Foederation unterhaelt auch die jüdischen Tagesschulen und die Talmud - Tora - Anstalten. Etwa 5.000 bis 6.0000 Kinder gehen in staatliche Schulen mit jiddischer Unterrichtssprache. In Jassy allein gehen 1.100 Kinder in solche staatlichen Schulen. Jassy hat bei 100.000 Einwohnern etwa 20.0000 Juden. Die Hauptstadt Bukarest mit über einer Million Einwohnern weist über 100.000 Juden auf. Bukarest und Jassy haben auch jüdische Theater. In Jassy j wohnt Berku Feldmann, von dem man j sagt, dass er in jüdischen Dingen mehr j zu sagen habe als der Praesident der Foederation. 1 Die rumaenischen Juden sind über die Vorgaenge in der Welt besser informiert als die russichen. Sie hoeren den wiener Radiosender ab der oft jüdische Nachrichten bringt. Die rumaenischen Juden wissen ganz gut, dass sie mehr religioese Moeglichkeiten haben, als die Juden in Russland oder Polen. Sie befürchten aber, dass es nur eines Winkes von Moskau bedarf, um ihre Institutionen aufzuloesen. Es gibt manche jüdische Kommunisten, die Juden bleiben wollen und über die russische Politik der Asimilation i erbittert sind. Manche wollen sogar nach Israel in einen Kibbuz fahren, weil sie glauben, so ein wirklich kommunistisches Leben führen zu koennen. Die meisten Juden sind aber keine Kommunisten. Fast jede Familie hat Angehoerige in Israel und so gibt es Tausende von zerrissenen Familien. Manche Juden, die in Regierungsstellen arbeiten, wuerden auch nach Israel auswandern, weil sie für ihre Kinder keine jüdische Zukunft sehen. Die hoechsten Parteiführer werden nicht .als Antisemiten bezeichnet. Als Beweis wird angeführt, dass nicht nur der Premier sondern eine ganze Anzahl seiner Minister jüdischen Frauen haben. Jedoch gibt es unter den mittleren und klei neren Beamten, sowie unter den Studenten zahlreiche Antisemiten die bei einem Umsturz sich sofort den fasch;iischen Gruppen anschieilessien würden __— — — — — — — — m — m — — *★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★★J l Los Amigos del Libro Universal Bookstore * -k J Cochabamba: Av. PERU La Paz: MERCADO 68 Bieten Ihnen u. a. folgende Neuerscheinungen von Fischer und RoRo: Fischerlexikon: Philosophie — Nettei: Beethoven — Clemens Bretano — de Saint Exupery: Suedkurier — Marshall: Du bist schoten, meine Freundin — Wetter: Sowjetwissenschaft — Rowohlt-Klassiker: Platon ferner die erstklassigen Rowohlt - Monographien: Ravel — Buddha — Kleist — Gor bi. — Hamsun u. a.! * & * & * j Fordern Sie unsere Kataloge , * Besuchen Sie unsere groessen Laeger 3 -VMMM¿¥¥*¥¥¥*¥¥¥¥¥¥*¥¥¥¥¥¥*¥¥¥¥¥¥¥¥¥**¥¥******¥*********jm NERVENKRIEG... o! ► IV Der Berlin-Streit hat die Westfront gestaerkt und geeint in der Abwehr einer sowjetischen Agressiion gegtenueber der Stadt Berlin. So wird es wenigstens offiziell behauptet. Wir terlauben uns, an der Ehrlichkeit dieser Einigkeits:1- Demonstrationen einige ZweiM zu hegen, denn wir meinen, dass die westlichen Grossmaechtte kein geeintes, kein neues Gross-Deutschland wuenschen. Zumindest haben London und Paris ein vitales Interesse an dem Fortbestand von zwei geteilten deutschen Staaten, und sehen lieber in Sowiet- Berlin einen Umsicherheitsfaktor, als mitzuhelfen, ein neues und maechtig'es Deutschland zu konstruieren. Die famose Bonn|-Po|ltik hat es jedenfalls erreicht, dass eine deutsche Wiedervereinigung — im Sinnie vion Westdeutschland — heute unmoegüch erscheint. Interessant ist tes zu beobachten, wie selbst das westdeutsche Volk diese Angelegenheit betrachtet; das bekannte Emmid-Melnungsforschungsinstitut hat in diesen Tagen eine Befragung in W-Deutschland durchgefuehrt inwieweit das westdeutsche Volk an eine Wiedervereinigung glaubt” — die Ermittlungen ergaben, dass nur noch 19 % mit einer Wiedervereinigung in absehbarer Zeit rechnen. V Der “Kampf um Bterlin” ist ein Krampf um Berlin! Die “grossen Politiker” unserer Zeit, nehmen Berlin zun Anlass, wieder einmal die Wlelt in Atem zu halten und das politische KH ma zum frieren zu bringen. Unser« “Grossen” giessen lustig Del ms Peuer, welches die Menschheit nicht bebehaglich waermt, sondern furchtsam macht. Es werden keine moegüchen politischen Wege eingeschlagen, sondern moeglichst unwahrscheinliche, um zu beweisen, dass “dter Feind gefaehrlicli ist”. Mit dieser saebelrasselnden und naiven Politik wird wohl der Ruestungsindustrie geholfen, aber nicht dem Frieden. Die Milliarden an Kommunisten, die heute vorhanden sind, kann man nicht mit einem Hokus- Pokus-Spiel behexen. Wenn die Demokratie sich zu erhalten wuenscht, muss sie andere, voellig andere Wege einschlagen, als sie bisher ging. Der “Kalte Krieg” ist loesbar, wenn auf beiden Seiten Aufrichtigkeit! zur Friedenspermanenz besteht. Dter | Westen sollte sich nicht scheuen, vor- ] erst auf nichtpolitischen Gebieten mit; den UdSSR zu Abkommen zu gelangten; die Gebiete Kultur und Wirtj Schaft sind weit und reich genug, um i sich darin zu begegnen. Der Fall “Berlin” ist ein alarmierender Beweis dafuer, wite unrealistisch und friedensbedrohend heute politisiert wird. I LUDWIG K. STARGARDT d