Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 9 (1958-1959)
- Issue
- 194 (30.12.1958)
- Date
- 1958-12-30
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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“DAS ECHO” ber 1958." :he . &CHUNG Stelle dieser >n Cocha- Schutze der prueche von eine Aktion, ri eine solche Oesterreichern waere. fan geradezu Wiedergutma- Der Zahoesterreichf- ist eklatant, sehen Protest ass den Juden enswerte ¡n Milliarde Doe auch heute iristlichen Oesbevviesen, dass 60.000 Vohnschaefte enteiren Zahlen entrreichische Re- " von 20 Mine sich im Sta- 955 dazu veristerreichs eine rang zu zahlen, eher nicht gegekettet wnrnd begeisterte irem antisemitrdeutschen Naheute keiner Besonders be- Tatsache, dass grosszuegig Gel- und grosse Posbesetzen. Nazigeschaesich zu einem andesverband zu- Gruppe des in eltverbandes der den aus Oestewahrscheirrlich, rrter, konzentiis- Regierung zu ihres heutigen en veranlassen ten Blume» isamsten ments ration^ fuehrende ezialhaus Paz 30, Dezember 1958. XII. — QUODLIBET Lieber Leserfreund: Wenn diese Zeilen Ihnen vor Gesicht kommen, befindet sich das 365-Tage alte Maennchen "1958" in den letzten Lebenszuegen. man feiert sein Ende und begruesst mit Enthusiasmus, mit froehlichem Optimismus, den jungen. kecken Burschen "1959". Recht so! Dem Neuen, den kom- | menden Dingen, soll man immer mit schoener Zuversicht entgegensehen; Optimismus ist etwas Wunderschoenes, ein Glauben, den; man in allen Lebenslagen behalten sollte. Wurde man wieder einmal vom Schicksal bemogelt, so soll man in sich fluestem: ”Na Naechstens wird es besser sein"! Optimist ist der, der die Welt nicht fuer so schlecht haelt, wie sie ist... Glaubensfroh sollten wir jedenfalls über die Schwelle zum neuen Jahr stolpern, denn wir werden wohl eine gute Portion Optimismus brauchen. Viele meinen, dass das Jahr 1959 noch unerfreulicher sein wird, als das Vergangene, andere meinen, dass Bolivien seine Krise im neuen Jahr ueberwunden haben wird und ies dann wieder aufwaerts geht Wie bitte? Sie wollen meine persoenliche Meinung hierueber hoeren? O. bitte, nein! Ich will nicht unter die Propheten gehen, es ist ein fast so undankbarer Beruf wie der eines Journalisten. Man kann - Gctt-sei-Dank und Leider-Gottes! - nichts Genaues sagen; ueberlassen wir es den launischen Damen, genannt Parzen, den 1959 er Schicksalsfaden zu spinnen. Hoffen wir. lieber Leser, jedenfalls das Beste! In letzter Zeit sprach man viel daven, dass der und der, und deT aus Bolivien reist. Ich sah schon vor meinen sogenannten geistigen Augen einen rapiden Leserschwund. Doch es kam wiedereinmal anders- Im Dezember waren viele, viele Abonos (für 1959) faellig; sie konnten alie kassiert werden, der ganze Ausfall betrug lediglich 0.5 %. Demnach ist es mit der Abwanderung 1959 nicht so arg, als man auf Strassen, in Cafés und in Gesellschaften muraBBBBBBBBBBBflBBBBBBBBBBBSB melte. Es hat sich halt inzwischen erledigen und kannst du von anders auch nicht viel besser ist und jeder Neubeginn ein riskantes Experiment darstellt. Daher bleibe im Lande und emaehre dich, wenns geht, redlich! In diesem Zusammenhang war es auch interessant, dass ich zahlreiche Briefe erhielt, die um Meinung baten, ob eine Auswanderung nach Deutschland zu empfehlen sei. Eine kniffige Frage, die schwer gewissenhaft zu beantworten ist Im Grossen und Ganzen sagte ich; falls du in Deutschland arbeiten musst, bleibe hier, willst du dort deine Wiedergutmachungsansprue che erledigen und kannst du von diesen gut und unabhaengig leben, fahre hin. Anderseits habe ich in letzter Zeit Briefe von Abgewanderten erhalten, die durchaus nicht optimistisch klingen und die betonen wie schwer und ruecksichtslos das dortige Erwerbsleben ist; ein besonderes Problem ist die Einordnung der Kinder in Deutschland - doch darueber .habe ich ja schon frueher einmal berichtet. Briefe, aus denen Lebensfreude strahlt, erhalte ich aus Israel. Gewiss, das Leben dort ist schwer, man arbeitet hart, um sein Leben zu verdienen.. Aber das Leben ist sinnvoll, die Jugend ist auf ihrem Platz und gluecklich, daher koennen auch die Aelteren. leicht das Schwere im israelischen Berufsleben ueberwinden- Besonders interessant waren Mitteilungen ueber Kinder, die hier "recht schwierig" waren, die sich in Israel glanzend einordneten, und heute das sind, was man "Stuetzen der Gesellschaft' nennt. Israel ist ein hartes aber gutes Klima welches wertvolle, arbeitsame Menschen formt. Wie Sie. lieber Leserfreund, an anderer Stelle dieser Ausgabe ersehen, hat unserer "Colegio Boliviano Israelita" eine hohe national-bolivianische Auszeichnung fuer seine guten paedagogischen Leistungen erhalten; sicher freuen Sie sich mit uns, ueber diese staatliche Anerkennung unseres CBL Von juedischer Sicht her, hat unsere Schule jedoch einige Maengel, die hoffentlich im neuen Schuljahr abgestellt werden. Besonders wichtig erscheint es mir - und hier bin ich Sprecher fuer Viele - dass im neuen Schuljahr ein wirklich JUEDISCHER Kindergarten eingerichtet wird, der das Kleinkind durchdringend im juedischen Sinne formt. Im Uebrigen sollte es selbstverstaendlich sein, dass juedische Eltern ihre ABC-Schuetzen im CBI anmelden .denn trotz aller Vorbe- | halte, ist es doch eine Juedische Schule, es ist unsere Schule, die man mit aßen Kraeften zu unterstuetzen hat. In dieser Beziehung ist ein ernstes Wort am Platze: Mit grossen Opfern, mit grossen Mitteln juedisch-oeffentlicher Gelder wird unser CBI unterhalten, es arbeiten dort Maenner mit wirklichem Idealismus und grossen Leistungen, um dieses Institut weiter zu entwickeln. Eine Tatsache ist, dass viele Mitglieder unseres Yishuv, die bei jeder Gelegenheit ihre Juedischkeit und ihr zionistisches Herz betonen, ihre Kinder in andere Unterrichtsinstitute schicken. Wir wissen von acRzig (!) vermoegenden Eltern die ihre Kinder das American Institute (und andere Schulen) absolvieren lassen, harte Kritik am CBI ueben, praktisch aber nichts tim, um die juedische Schule unserer Gemeinschaft lebensfaehig zu halten. Juedischkeit ist nicht Ausdruck in Worten, sondern durch Tat! & waere erfreulich, wenn juedische Eltern mehr Anteil nehmen als bisher, am Aufbau des "Colegio Boliviano Israelita" Unsere Leser wissen sehr genau, dass gerade "Das Echo" diesem Institut kritisch gegenueber steht, manches an Fuehrung und Lehrplan nicht gut heisst, aber dennoch die einmal bestenhende Tatsache, die Juedische Schule in La Paz. positiv unterstuetzt. Hoffen wir, dass im neuen Schuljahr die Anzahl der Meckerer kleiner und dafuer im Yiskuv eine konstruktive Kritik fuer die Juedische Schule und seinen Leistungen einsetzen wird. Bevor ich zum Schluss komme, .habe ich noch eine Bitte auf meinem Herzen: wie waere es, lieber Echocmer, wenn Sie im neuen Jahr etwas mehr an IHREM Blatt mitarbeiten wuerden? Sie gehen doch mit wachen Augen durch die Welt (womit Bolivien gemeint ist) und sehen sicher Dinge und heeren Sachen .die durchaus berichtenswert sind. Unsere Spalte "Die Freie Meinung" steht jedem Leser zur Verfuegung, der etwas zu sagen hat, was allgemeines Interesse beansprucht. "Das Echo" wuerde sicher noch farbiger sein, wenn Echo-Leser gelegentlich auch Echo-Mitarbeiter sein wuerden, wenn diese Herrschaften ein aktives Interesse am Blatt bekunden wuerden. Unter aktivem Interesse verstehe ich auch, wenn Sie, lieber Leser, auch mir mal die Leviten losem, denn wir sind ja ein demokratisches Blatt, wo nicht nur der Herausgeber ein Recht zur Kritik hat, sondern auch der Leser. In faellen, wo Sie mir etwas aruswischen, waere es neet wenn Sie auch gleichzeitig mitteilen wuerden "wie man es besser macht”. "Na wir verstehen uns. Ich hoffe, dass Sie ohne Schaden durch den Sylvester gekommen, und auch sonst schoen munter und stabü gesund sind. In diesem argenehmen Glauben begruesse ich Sie freundschaftlichst als- Ihr, HOTEL NEUMANN Loayza 356-Casüla 191 Ä Telefon 5445 y Das bevorzugte Hotel 9 im Stadt-Zentrum ven La Paz! u m « An alle juedischen Eltern schulpflichtiger Kinder! Die Direktion und der Schulrat des COLEGIO BOLIVIANO-ISRAELITA gib bekannt, dass ab lo. Januar die Neu-Einschreibungen beginnen. Mit Ruecksicht darauf, dass bereits zahlreiche Voranmeldungen vorhanden sind, wird um puenketliche Anmeldung gebeten. Wir richten an alle juedischen Eltern den Appell, M ihre Kinder in unsere JUEDISCHE SCHULE^ » dem “Colegio Boliviano Israelita” zu schicken Agencia * COPACABANA, Hotel Copacabana; Jeléf. 8BBBBBBBHBBB1BBBBHBBBB