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Das Echo · 1958-10-15 · 190 (15.10.1958) · p. [Seite 4]

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Journal
Das Echo
Volume
9 (1958-1959)
Issue
190 (15.10.1958)
Date
1958-10-15
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German
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T %; DAS ECHO 15. Oktober 1958. von unserem Korrespondenten FRED KUBIE (Wien) Wien steht im Zeichen der Atomkonferenz 1958. und dieses gewaltige Geschehen spielt sich diesmal in der Wiener Hofburg ab. Es wurden keine Kosten gescheut, um dieses Gebaeude, welches in den vergangenen’ Jahren als russisches Offizierskasino beschlagnahmt war, wiederum instand zu setzen. Nicht weniger als 50 Miflionen Schilling wurden in diesem prachtvollen Bau investiert und das Ergebnis kann sich mit Stolz sehen lassen. In einer Flut von Licht spiegeln sich die ehrwürdigen Raeumlichkeiten, die verjüngt und verschoenert ihren Zauber auf den Besucher ausüben. Nicht weniger als 26 prachtvolle Kristallüster sind allein im grossen Saal der für die Journalisten reserviert ist, angebracht. Der Wintergarten enthaelt u.a. zwei entzückende kleine Bassins, deren Grund mit Mosaiks ausgestaltet und mit Goldfischen besiedelt ist. Ebenso vorbildlich sind die verschiedenen Büros. Jedweder Behelf steht den Fachleuten zur Verfügung und auch für das leibliche Wohl ist durch zwei Espressos und einem grossen Restaurant, unter Leitung eines hervorragenden Fachmannes und ca. 100 Mann Personal blendend geloest. Das die Kellnerinnen reizende kleine Kroenchen als Kopfschmuck tragen sei nur nebenbei erwaehnt. Nun zu einem anderen Kapitel. So wie im Vorjahr glaenzt auch diesmal Bolivien durch seine Abwesenheit, was natürlich sehr schade ist. Denn die anderen südamerikanischen Staaten sind hier fast vollzaehlig vertreten. Die Debatten sind zum Teil sehr heftig. Die Oststaaten riefen die Vereinten Nationen sehr massiv an und der Bericht des Generalberichterstatters wird heftig kritisiert. Scharf entgegnet der Delegierte der Dominikanischen Republik, Herr Vorshirm. Er verwirft die sich staendig wiederholended Argumente der U.d.SSR und meint, dass die jüngsten Ereignisse in Formosa klar bewiesen haetten, wie recht die USA mit ihrer Politik haette. Jetzt aber zu Oesterreich. Seit einiger Zeit wird eine grosse Propaganda für einen “Europa-Kongress” in Salzburg entfaltet, der im November d.J. stattfinden soll. Die Initiatoren dafür sind die ehemaligen SS- Verbaende, die nun wiederum Morgenluft wittern. Die franzoesische SS- Quislinge aus Norwegen, die Blaue Division, Spaniens, sowie die ukrainsche SS. Dass dieser Kongress im Widerspruch mit den Bestimmungen des Staatsvertrages steht, ist klar. Die Empoerung der oesterreichischen Arbeiter Schaft wird hoffentlich dazu führen, dass dieser SS-Kongress rechtzeitig verboten wird. Aber auch der “Bund heimattreuer Jugend" versendet Einladungen zu einer Kundgebung, die sinngemaess mit einer Rune geschmückt ist und die seit einiger Zeit Wien auf den Strassen und Plaetzen verunziert. Die “Dritte” Partei Oesterreichs, die “Freiheitliche Partei”, hat ihren Bundesparteitag abgesch lossen und das Programm desselben veroeffentlicht. ,im Punkt drei z.B., bekennt sich diese Partei zwar zur Eigenstaatlichkeit Oesterreichs, unterstreicht aber die Zugehoerigkeit zur deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft und meint dann, dass die vorx}> xh Xr* Xh //«pit XH 2^ xh Xh {Usted nunca dará cuerda a un Mido! XH Pruefen Sie bitte X}* diese Meister - Uhr bei 4- Ihrem & Uhrenhaendler! *4ücùy Dowenvínd X}> 2^ MI8TCO NUNCA OARA CUERO* A UN MlOO» nehmste Aufgabe die “Abwehr aller Bestrebungen, die auf eine Losloesung Oestqfreichs vom Deutschtum gerichtet waere”, sei. Für sie gibt es nur “Deutsche Oesterreicher''. In der schon oft zitierten “Wegwarte” lesen wir u.a. dass die oesterr. Zeitungen darüber berichten, dass Nasser die Juden ausweist, über, “Verbrechen die israelische Truppen in arabischen Doerfern begangen haben” und wie es den arabischen Kriegsgefangenen in Israel ergeht. Hervorzuheben waere, dass alle oesterreichischen Zeitungen mit Ausahme der aeussersten Linken und Rechten für Israel und gegen Nassers Politik sind. Aus Ungarn erreicht uns die Nachricht von der Errichtung eines Maertyrerdenkmals auf dem jüdischen Friedhof von Debrecen, welches dem Andenken von 6.000 jüdischen Bewohnern der Stadt gewidmet ist ,die waerend der Jahre des Hitlerfaschismus ermordet wurden. Die in Deutschland sattsam bekannte, von den Nazis herausgegebene Zeitschrift “Nation Europa” hatte vor einiger Zeit eine Arbeitskonferenz in Coburg einberufen, und Oesterreich war durch den obenzitierten “Bund heimattreuer Jugend" vertreten. Die “oesterreichische" Delegation hatte folgendes Programm: 1. Bereinigung der Kriegsverbrecherfrage durch die Rehabilitierung der Kriegsverbrecher. 2. Aufhebung dieser Urteile als Siegerlind Rachejustiz. Eine Affaire, die erst jetzt in die Oeffentlichkeit gedrungen ist, beunruhigt die oesterreichische Bevoelkerung. Der ehemalige Pg. Gauleiter und nationalsozia'lische Bürgemeister von Wien, Neubacher, wurde in aller Strlle Konsulent in der neuerstandenen oesterreichischen Luftlinie “Austrian Airlines” und soll in naechster Zeit Generaldirektor dieses offiziellen Unternehmens werden. Beide Koalftionsparteien bewiesen mit dieser Auswahl das scheinbar vollkommene Fehlen von geeigneten Persoenlichkeiten, da sie sich nicht anders als auf diesen Nazibonzen einigen konnten. Obwohl in Oesterreich das Tragen von Naziauszeichnungen verboten ist, mehren sich die Faetle, dass bei verschiedenen Treffen des Oesterreichischen Kameradschaftsbundes, der leider immer mehr in das Fahrwasser gewisser nationaler Kreise geraet, diese Auszeichnungen unbekümmert getragen werden. 'www ww -w W' ► DER GARANT < fuer gute Augenglaeser: OPTICA ii OPTALVIS » La Faz. 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Diese Ziffern sind ein Teil eines allgemeinen Studiums ueber Wanderungsprobleme und einer Statistik ueber die juedische Bevoelkerung in der Welt im Jahre 1956, die von dem Institute fuer juedische Probleme vorbereitet werden. Wie allgemein bekannt, vertritt der Juedische Weltkongress Organisationen in mehr alls 60 Laendern. In 12 Laendern Suedamerikas leben augenblicklich, dem Bericht entsprechend, 626.000 Juden und in 15 Laendern Mittelamerikas und der Antillen weitere 41.000. Die Vergrößerung der juedischen Bevoelkerung war besonders bemerkenswert in den 6 nachfolgenden Laendern und entsprechen die Ziffern den Jahren 1939 und 1956: Argentinien von 320.000 auf 400.000; Brasilien von 75.000 auf 125.000; Chile von 25.000 auf 35.000; Kolumbien von 4.000 auf 9.000; Uruguay von 30.000 auf 40.000 und Venezuela von 2.000 auf 5.000. Ueber die uebrigen Laender gibt der Bericht folgende Staitstik fuer das Jahr 1956 an: Bolivien: 3.000; Kostarika: 1.200; Kuba: 8.000; Curaçao: 750; Dominikanische Rep.: 300; Ecuador: 3.000; Et Salvador: 260; Brit. Guayana: 130; Guatemala: 390; Haiti: 100; Honduras: 80; Jamaica: 1.400; Martinica: 100; México: 26.500; Nicaragua: 200; Panamá: 1.500; Paraguay: 1.500; Perú: 3.500; Surinam: 1.000; Trinidad: 200; Islas Vírgenes: 60. Aus dem Bericht geht ebenfalls hervor, dass in ganz Latein-Amerika 220 juedische Schulen existieren, an deren Unterricht ca. 30.000 juedische Kinder teilnehmen. 0<C>0(K3>OCKCr>00<Z>00<=>00< HOTEL Loayza 356-Gasilla 191 U Telefon 5445 g Das bevorzugte Hotel ij im Stadt-Zentrum von g La Paz! 0(><Cr><iö<C^HXKZ><HK^>00<^>00* Autorisierte Vertretung fuer alle Luft- und Schiffahrts - Linien O . ‘ m Vf tl ■■ Eri ch wir spro ''Wer; ■eine treu zeigt Beiu« Luck Loch Liens in De ’k’erd i'aen Lr.d signie Auistf Líaec] tvickl Anha D chara' “urge hat vi glich , ^zer das d nur g-- 2UrOr?jn 9 9^0. 1929

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