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Das Echo · 1958-08-20 · 185 (20.8.1958) · p. [Seite 6]

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Journal
Das Echo
Volume
9 (1958-1959)
Issue
185 (20.8.1958)
Date
1958-08-20
Page
[Seite 6] (sequence 6)
Language
German
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«MON I« ** “D A S E C H O” 20. August 1958, AUS DEM J IS CH UV . Suedcmerikanische Konferenz des Jued. Weltkongresses Diese in Buenos Aires stattgefundene Weltkongress - Tagung, *urde, von Delegierten neun lateinamerikanischer Inender besucht; Argentinien. Uruguay, Brasil, Chile, Colombien, Ecuador. Perú, Paraouav und Bolivien: die |ued. Gemeinschaft letzteren Landes wurde durch die Herren Ernesto Herzberg und Abel Jar mim vertreten. Die bolivianischen Vertreter erwiesen sich als sehr aktiv. da manche gute Anregung von diesen kam. So nahm die bolivianische Delegation zum Problem der Erziehung iuedischer Tugend Steilung. und wies nachdruecklichst auf die sich immer mehr ausbreiiende Gefahr der Assimilation hin: sie schlug in diesem Zusammenhänge die endliche Schaffung eines Lehrerseminars in Buenos Aires vor. Ferner schlug die boUv. Delegation vor, dass es notwendig waere. juedische Tugendliche innerhalb suedamerikanischer Laender auszutauschen und die Herausgabe von Zeitschriften fuer die reifere Tugend; mit besonderer Beto- ■ning forderte Bolivien, Entsendung von Jugendlichen Tnt-ellektuellen aus den grossen Ushuvim in die kleineren, zur Abhaltung von regelmaessirren Konferenzen und Kw-sen. Gemeinsam mit Uruguay stellte Bolivien den Antrag, eine 14.1 Evelcutive fuer Suodamertka »u schaffen mit Sitz In Faires und nnahhaenoicr von New Ynrk, damit dte snezif'sch inedisrhsuedamerikan5«chen Probleme ans naechstcr Naehe peloest werden koennen: dieser Antrag wurde mit starker Mehrheit angenommen. Viele der voroetranenen Pro- <-.i«me bilden seit langem die redaktionelle Sorcre des “Echo” und fceut es uns, dass ein Teil unserer Anregungen angegriffen wurden. An der Konferenz nahmen Pahhiner Dr. Tcrael Hol d St Ai'n fNew York! un Prof. Arieh Tavtaknwer aus Tsrael teil. d;e beide eindrucksvolle Referate hielten. Der argentinische Vlre-Pra»- s'dent besuchte den Schlussakt dieser Konferenz, waehrend der Praesident Frondi-d eine Delegation in Sonder-Audienz emofing. Vortragsabend Berkowitz Mit groser Genugtuung koen-*1«^ Mord durchfuehrt”. Der Korn Adam Mah Yavin Darko Zum Tode yon Simon Epstein In unserer letzten Ausgabe f brachten wir einen Artikel, betitelt M3000 Jahre spaeter”,, dessen Autor Simon Epstein war, und den wir mit dem redaktionellen Vermerk versahen “dass heute Simon Epstein gluecklich in Israel lebe”. Nach Fertigstellung dieser Ausgabe erhielten wir die bestuer- ¡rende Nachricht von seinem Ableben in Tel Aviv. Dieses Mannes zu gedenken ist eine Pflicht, der wir hiermit bachkommen. Simon Epstein, geboren 1896 in Lodz (Polen!, lebte seit dem Jahre 1940 in Bolivien (davon neun Jahre in Oruro). Wer mit Simon Enstein in Beruehrung kam, wurde tief angesprochen durch seine echte Juedischkeit, seine hohen moralischen und geistigen Qualitaeten. Herr Epstein war im edelsten Sinne fromm: er froernmelte nicht, sonderm bewies die j Froemnigkeit durch Tat und Le- Lebensfuehrung. Der “Comunidad Israelita in La Paz” erwies er unschaetzbare Dienste als jahrelanger Kultusdezernent, ein Amt, welches er mit vollster Hingabe ausuebte. Simon Enstein trug viel dazu bei, das religiöse Leben innerhalb der pacefier juedischen Gemeinschaft zu befruchten. Im August 1957 ging Simon Epstein in sein geliebtes Erez Israel, wo er nun von seinem schweren, unheilbarem Leiden erloest wurde. Um ihn trauert nicht nur sein Sohn Tose, der sein ganzer Stolz war, seine Witwe und Tochter, sondern alle seine zahlrechen Freunde. die er in Bolivien durch sein nobles und aufrechtes Wesen gewinnen konnte. Simon Epstein ist nicht mehr. Adam mach yavin darko: Was weis der Mensch um seinen Weg. “Das Echo” kondoliert auch auf diessem Wege seinen Hinterbliebenen, und hofft, dass das groesse ethische Lebenswerk des Heimgegangenen, ihnen Trost sein wird nen wir feststellen, dass das Streben. Kulturabende zu veranstalten, an Boden gewinnt. Fuer diese wichtige. erzieherische Arbeit ist der “Comunidad Israelita La Paz” zu danken, und ihrem Wirken zu wuenschen, dass mehr und mehr Persoen'ichkeiten aus der Mitgliedsschaft und dem Vorstand auf dem Podium des Gemeindehauses erscheinen. Das verdienstvolle Vorstandsmitglied Rudolf Berkowitz referierte kuerzlich ueber das Thema “c-hnM und Strafe”. Berkowitz untersuchte mit juristischem Scharfsinn und menschlicher Waerme den sensationellen Fall Leooold und Loeb, der Tagesintersse dadurch erhielt, dass Nathan Leonold nach 34 Tahren Haft kuerz- Uch in Freiheit gesetzt wurde. Unsere Leser, die nicht den Vortag hoerten, werden sich des Falles erinnern, der sich im Jahre 1924 zutrug: Mord an einem Knaben “nur weil sie sehen wollten wie man sich fuehlt, wenn man ein R U R O MERCADO 68 f Ihre Buchhandlung: Universal - Bookstore LA PAZ Jedes Buch aus deutschen Verlagen bestellen wir fuer Sie! Wir reservieren Ihnen JEDE Zeitschrift und liefern Ihnen diese! Ihre Buchhandlung: LOS AMIGOS DEL LIBRO Cocbabomba Tragischer Todesiall Das Ehepaar Siegbert und Edith Markus, welches ungefaehr 18 Jahre in Oruro lebte, wanderte kuerzlich nach Buenos Aires aus, um sich mit ihren dort lebenden Verwandten zu vereinen. Der Abschied von Siegbert und Editr' Markus fiel allen schwer, die s;c bannten. denn es waren wertvoll” hilfsbereite und der iuedlschen *Sache mit Hingabe dienende Menschen. Besonders Edith Markw war im iuedischen Leben von Oruro verankert. denn sie war so etwae vde em ve’stives Zentrum d:eser Gemeinschaft: besondere Verdien ste erwarb sie sich als jahrelange Praesidentin der W170. die sie zur schoenen Entwicklung brachte. Nun erhielten wir die erschuetternde Nachricht, dass das Ehepaar Markus gemeinsan bei einen naechtllrhen Automobll-Unplueck in Buenos Aires ums Lehen ka*n; ein 7uv fuhr in einen Omnibus und vernichtete aunenblicblieh eine Anzahl von Lehen, darunter auch die von Siegbert und Edith Markus. “Tlas Echo” richtet nach Buenos Aires seine tietaefuehhe Kon- 1 finlenz an die Familien Benno und 1 Heinz Siegelwachs und Paul I Hirsch. plize Loeb wurde von Mitgefangenen getoetet, Leopold ueberstand 34 Haftjahre, in denen er 14 Sprachen studierte und sich medizinisch weiterbildete. Berkowitz bekannte sich zur Haftentlassung, da im Wesen vol Leopold keine wirklich kriminellen Anlagen zu finden sind, der seine “Jugendsuende” ehrlich und tief bereute und faehig sein wird (in einem Sr>ital in Puertp Rico) ein neues, der Gesellschaft dienendes Leben aufzubauen. Ueber den Fall Leopold-Loeb hinaus, behandelte der Referent die Strafethik nach modernen humanitaeren und juristischen Ge- WitsDunkten. die sich in der Feststellung konzentrierten: Es gibt im Leben des Menschen keine einzelnen Handlungen, sondern nur die beharrliche Ganzheit eines Menschen, oder: nur die fliessende Ganzheit seines Lebens. Mensch und Aktion sind Persoenlirhkeitsreflexe, die ein unteilbares Ganzes bieten. Der gut konzeptierte Vortrag von Landsgerichtsrat i.R. Berkowitz interessierte sehr seinen Hoererkrets. Es bleibt nur noch der Wunsch offen, dass die Kette der Vortragsabende nicht abreisst und ein groesseres Publikum an diesen Anteil nimmt. INTERESSANTE FSVB - VERANSTALTUNG Am 12. August sprach Ing. Berthold Feüer ueber seine , Eindeuecke in Israel. Herr Feiler erbeute sein Publikun durch Klarheit und gesunden kritischem Vermoegen. Besonders interessant •••nrden die Ausführungen von Herrn Feiler durch sein fachli- Ties Erkennen der technischen und :ogenioesen Fortschritte in Israel. Ein Israel-Vortrag der sich durch Eigenwilligkeit und kluge Kritik auszeichnete. Der 2. Teil des Abends wurde bestritten durch die Herren Ernesto G. Herzberg und Abel Tarmusz, die ueber d>e Konferenz des hiediscben Web-Kongress in Buenos Aires berichteten, worueber wir an anderer Stelle informieren. Die Herrn Herzhero und Tarmusz er.viecen sich nicht nur als gute Referenten sondern auch als -deale Delegierte der iued-c-b-n Interessen, waehrend der JWK- Taguoq in Buenos Aires. Es war e-n interessanter, informativer Abend, fuer welchen dem FSl TB-Vorstand Dank auszusprechen ist. »OB 10 ■**««• «n— Avda. Perú LIEDERABEND Am Dienstag, den 26. August werden wir die einmalige Gelegenheit haben, den beruehmten Saenger und Kantor Leibei Jinich in einem Konzert bei uns zu haben. Jinich befindet sich auf einer Reise nach Mexiko und New York, wo er schon bei fruchcn Konzer- LEIBEL JINICH *‘en aussergewoeehnliche Erfolge zu verzeichnen hatte. Es ist zu begruessen, dass uns dieser junge und gefeierte Saenger vorgestellt wird und bitten wir unsere Leser, sich den 26. Augusto fuer den Besuch dieser Veranstaltung zu reservieren.

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