Das Echo
- Journal
- Das Echo
- Volume
- 9 (1958-1959)
- Issue
- 183 (30.6.1958)
- Date
- 1958-06-30
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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"DAS ECHO" 30. Juni 1958 4 NIXON — ^US-Repraesentanten abgespielt, sondern bewiesen haben, dass Lateinamerika einj auch in den anderen lateinamerikanischen Gebiet grosser Zukunft ist, welches wirtsj Hauptstaedten war die Aufnahme von Ni- $ chaftlich zu erschließen sich durchaus lohnt. Lateinamerikaner aber sind keine grossen Organisatoren und Wirtschaftskapitaene; man braucht die smarten Nordamerixon kuehl, oft unfreundlich. Die Suenden der Dulles - Politik hat sich das lateinamerikanische Volk wohl gemerkt und reagierte sauer bei dem "Freundschaftsbesuch" des Die Welt, in der wir leben. kaner mit ihren Ideen und ihrer Tatkraft. Nixon darf aber auch nicht vergessen, dass Lateinamerikaner sehr nationclstolz sind, und nordamerikanische Unterstuetzungen, die an politische Forderungen gebunden, keine Sympathien bei lateinamerikanischen Regierungen und Voelkem ausloesen duerften. t» Die privaten Investitionen der nordamerikanischen Wirtschaft in Lateinamerika betragen 7,1 Milliarden Dollar. Nordamerikas Regierung und Wirtschaft koennen noch ein Vielfaches dieser Summe in den lateinamerikanischen Raum pumpen, um ihn aufzuschliessen und fruchtbar zu machen. Aus einer echten, vemuenftigen US - Wirtschaftshilfe fuer Lateinamerika, wuerden sich selbsttaetig Beziehungen entwickeln, die fuer Nord - und Sued - Amerika von grossem Nutzen waeren. Die Reise von Richard M. Nixon durch Lateinamerika brachte Erfahrungen, die fuer die US-Regierurg von grossem Nutzen sein duerften. Nicht nu. in Lima und Carracas haben sich turbulente Scenen gegen den nordamerikanischen Vice-Praesidenten. Der Kluge und aufgeschlossene Nixon und mit ihm Eisenhower und seine Ratgeber, sollten als Fazit dieser Reise die Tatsache ziehen, dass die national - bewussten lateinamerikanischen Staaten nicht mehr mit freundlichen Worten zu gewinnen sind, sondern dass dazu produktive Taten und eine ehrliche Politik notwendig sind. Die USA kann Laieinamerika nur gewinnen, wenn sie nicht nur als reicher, guter Uncle aufiritt, der gibt und nimmt, sondern die lateinamerikanischen Nationen als gleichberechtigte Partner behandelt. Die Nixon - Reise kann sowohl fuer Sued - als Nord - Amerika von grosser Bedeutung sein, wenn Washington einen radikalen Wandel in seinen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen durchfuehrt. Lateinamerika ist jung und eigenwillig, an N-Amerika liegt es jetzt, die Eigenarten der lateinamerikanischen Staaten zu erkennen und zu respektieren. Hoffen wir, dass die hohe US-Politik, die Zeichen der Zeit im lateinamerikanischen Raum erkennt und richtig wertet. LUDWIG K. STARGARDT ❖ ❖ ❖ RADIOS PLATTENSPIELER SCHALLPLATTEN METAL Ltda. PLAZA VENEZUELA N9 36, CASILLA CORREO N9 484, Cables: "METALCO" und Laboratorio RADIO TECNICO ALEMAN Calle Bcrllivián, Esquina Colón. * * »★fr*********************-************** spukt ¡H Çueè ameïika Zu den gesellschaftsfeindlichsten Einrichtungen gehoert der beruechtigte Ku-Klux-Klan, der in den Staaten von Nordamerika im Jahre 1867 gegruendet wurde, und seit dieser Zeit sein Unwesen treibt. Diese reaktionaere, fortschritt .feindliche Geheimsekte kaempft in theatralischer, doch nicht weniger grausamer Form, gegen Katholiken, Farbige und Juden und ist Freund einer schrecklichen Lynchjustitz. D eses Ueberbleibsel aus dem finstersten Mittelalter ist wieder einmal recht rege und kompromittiert die Kultur und Zivilisation in unserer Zeit. Die Suedstaaten der USA sind die Wirkungsdomaene dieser vermummten Dunkelmaenner, aber auch in anderen Teilen der USA wuetet z.zt. diese Bande. Die in den Staaten kuerzlich erfolgten Attentate gegen Synagogen und juedische Menschen geht auf das Konto dieser traurigen Ritter, die immer noch wirken koennon, weil die Demokratie zu schwach ist, diese Banditen auszurotten. Der Ku-Klux-Klan hat nun sein Wirkungsgebiet erweitertin verschiedenen Raeumen Europas hoert man von Untaten dieser "Moral" - Fanatiker. Aber auch in Lateinamerika gibt es genug geistig verwirrte Menschen, die sich dieser nationalistischen, inhumanen Organisation anschlossen. So liegen Nachrichten au3 Mexico, Argentinien, Brasilien und Chile vor, dass Juden dieser Laender belaestigt, z.T. lebensbedroht werden, und Attentate gegen Synagogen und juedische Institutionen durchgefuehrt wurden. Gegen Juden arbeiten diese Geheinbuendler typischer Weise als Schreckmittel nit den Hakenkreuz - Symbol - womit sie auch gleichzeitig klar beweisen, wessen Geistes Kind sie sind. Auch in Bolivien bestehen Ansaetze dafuer, dass auch hier diese internationale Schreckensorganisation besteht. Unsere Redaktion ist bemueht, Zusammenhaenge aufzudecken und alsdann zuzuschlagen. Curt Ludwig. S ISRAEL — Hebraeisch, seine Wuensche fuer Israel aussprach. Aus vielen Teilen der Welt wurden Delegationen nach Israel entsandt, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen; auch Bonn - Deutschland schickte eine 15-koepfige Delegation (die von Ben Gurion, jedoch nicht von Ben Zwi empfangen wurde). Der Glanzpunkt der Feiern in Israel war die Militaerparade, die in Jerusalem von 150.000 Menschen gesehen und umjubelt wurde. In den USA ging es gleichfalls hoch her. In allen Zentren juedischen Lebens in den Vereinigten Staaten wurden grosse Feiern veranstaltet. Besonders erwaehnenswert waren die in Philadelphia und New York. Besonders eindrucksvoll war in Philadelphia ein in vollster Oeffentlichkeit gefuehrtes Telefongespraech zwischen Harry Truman. Abba Eban und Herbert Lehman mit David Ben Gurion, die ihm die Glueckwuensche des amerikanischen Volkes und der juedischen Kollektivitaet der USA uebermittelten. Hunder- «p tausende juebelten in allen Strav ssen, wo die Festakte stattfan- | den, den israelischen Repraeseni tanten zu. In den Staaten war , der X. Jom Haatzmaut nicht nur Feier und Ehrung fuer Israel, sondern so etwas wie eine Verbruederung der christlch amerikanischen und juedischen Menschen zu Ehren des jungen j juedischen Staates. I Es waere schoen, wenn die & Regierung von Washington von diesen starken pro - israelischen Sympathiekundgebungen Kenntnis nehmen, und ihre Israel-Politik entsprechend durchfuehren wuerde. e I k a s. 20. Tctmus 5718 54. Jahrestag von THEODOR HERZL 21. Tamus 5718 24. Jahrestag von CH. N. BIALIK ZWEI SOEHNE DES JUEDISCHEN VOLKES DEREN WERK SIE UNSTERBLICH MACHT CENTRA, Montevideo Vor etwa zwei Jahren fand in Montevideo die erste Konferenz der Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Gemeinden und Organisationen zentraleuropaischen Ursprungs in Latein Amerika (Cen tra) statt. Seitdem ist die Organisation auf und ausgebaut worden, so dass heute fast alle Gemeinden und Organisationen, die sich der Abhaltung von Gottesdiensten widmen, in unserem Verband zusammengeschlossen sind. Das Sekretariat mit Sitz in Montevideo hat mit allen Mitgliedern in ständiger Korre-jpon denz gestanden, hat versucht, ¡bestehende Probleme zu losen und zur Festigung der jüdischen Arbeit in Südamerika wesentliche Beitrage geleistet. Unsere nächste Tagung findet ende August in Buenos Aires statt. Wir bitten alle Damen und Herren, die gewillt sind, als Delegierte ihrer Gemeinde an diesser Tagung teilzunnehmen, sich bei ihrer Gemeinde zu melden und dem Sekretariat der CENTRA in Montevideo, Rio Branco 1168, sofort Mitteilung zu machen, da wir durch Vermittlung des vorbereitenden Comités in Buenos Aires in der Lage sind, Hotelzimmer zu reservieren. "LA METALICA PINKUS ß. ASPIS Die leistungsfaehige Fabrik fuer Damen - und Herren - Konfektion Spezialitaet: Regenmaentel. •España 162 - 170. :: Cochabamba :: Casilla N9 435