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Das jüdische Centralblatt · 1882-11-20 · 20 (20.11.1882) · p. Seite 230

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Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
20 (20.11.1882)
Date
1882-11-20
Page
Seite 230 (sequence 2)
Language
German
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230 DAS JÜDISCHE OENTRALBLATT. Versöhnungstage in der That eine Sprengung nach oben und 7 nach unten vorgenommen wurden Der hebräische Text lautet mtnb psnfc rrn vbi m%h KDttn r&Vtib rnx zybwz üb* nmb vbynb Auf Seite 52 finden wir eine eingehende Schilderung der Bauart der Begräbnisse bei den alten Aegyptern und erfahren so, dass die Einrichtung der Höhfyn (!"H"fÄ) für Begräbnisse eine allgemeine war (Nelle necropoli rae fitiche dell' antico impero . . . ogni tomba di qualche riguardo si componeva di una o piu camere costrutte con lavori murali, a cui si aveva accesso direttamente per la porta esterna, al livello dei suolo esteriore e di una o piu camere sotterranee scavate nei sasso in comunicazione colle phme mediante un pozzo piu o meno profondo. Una di queste ultime conteneva il sarcofago ed era propriamente V hat mel>; una poi delle camere superiore convegno dei parenti e deposito delle ufferte, doveva essere V hat betä.) Am interessantesten aber ist ohne Zweifel die Belehrung die uns über die Htt'HK tV% IV- Bucn Mosis Cap. 19. Vers 1 —14 wird. Merkwürdiger Weise denkt Sehiaparelü gar nicht daran, sondern hm kömmt nur das Opfer der 2 Ziegenböcke (5) bei dieser Gelegenheit in den Sinn. Und doch hätte ihn die rothe Farbe, von der das Opfer sein musste, auf das richtige führen müssen Die rothe Farbe war nach ägyptischer Ansicht das Sinnbild der Herrschaft Sets. (;), des Feindes des Osiris. Das Opferthier musste ganz roth, und vorerst von einem Priester als makellos befunden worden sein (7) (I buoi rossi potevano solamete esserre sacrificati perche col loro colore rassomigliavano a Set ed aggiungono che nessuna vittima poteva essere immolata prima che un sacerdote, di cio in caricato V avesse tsaminatominutamente ed avesse constatato che non aveva peli bianchi neri). Man vergleiche damit Numeri Cap. 19 Vers 2: „Dies ist die Satzung der Lehre, die der Ewige geboten und gesprochen: Rede zu den Kindern Israel, dass sie dir bringen eine rothe makellose Kuh, an der kein Fehl ist, auf die kein Joch gekommen. Vers 3 lautet- Und gebet sie dem Priester Eieasar und der bringe sie hierauf vor das Lager und man (*) Um unseren geach. Lesern die Entscheidung iu ermöglichen, führen wir Sch.'s Worte an: Secondo il bassorilievo corrispondente i granelli di questo profumo sarebbero otto, d; cui seile disposti sul vaso, e uno soUevalo dal Sötern verso la statua. (5) In questo rito crediamo trovare una lontana relazione col rito ebraico dei capia omissario e dell' esscrazione a cui questo •ra condannato appunnto sull' imposizione della mann. (6) Vielleicht hängt mit diesem Set, das hebräisch« ItW} zusammen, wi diess de Rouge schon annimmt* ' (7) Auch Diodor und Plutarch, der letzt« in sein« Schrift De Iside et Osiride bezeugen diess ausdrücklich. Die Utbersetiung tod Bibelstellen geben wir nach Zum' Bibelübersetzung wieder. schlachte sie vor ihm (8). Vers 4: Und der Priester Eieasar nehme von ihrem Blute mit seinem Finger und! sprenge gegen die Vorderseite des Stiftszeltes von ihrem : Blute 7 mal. Vers 11 handelt von der Unreinheit, die; aus der Berührung einer tei&ie entsteht, und das ganze! Capitel hindurch his züSa Schlussrerse 22: Und alles was, | der Unreine berührt, ist unrein, und die Person die ihn j berührt, ist unrein bis zum Abend. Der scheinbar unbegreifliche Zusammenhang des Opferns i der rothen Kuh mit der Unreinheit, die aus der Be-; rührung einer Leiche entsteht, die aber in sehr innigem I Zusammenhange mit derselben steht, erklärt sich nun mehr von selbst. Das Opfer des rothen Stieres war den Aegyptern ein Sühnopfer für die Leiche des Verstorbenen, welche ihn reinwaschen sollte von seinen Sün-; den, um ihn in den Rang der Götter zu erheben. Auch dena-t**e>'fiftr ihnfishe Umstände dass bei diesem Opfer auch der Kopf geopfert werden musste, was bei den sonstigen ägyptischen Opfern nicht der Fall war (denn ge- | wohnlich pflegte man nur das Bruststück und die Schenj kel zu opfern) man vergleiche pTgfl HCHrH HIFI) i nS^DH entspricht der Aufforderung die niÄl*l8 J"HÖ j ganz mit Haut und Haaren zu verbrennen.) (D'altra parte j e a notare che, quantunque sopra alcune tavole di Offerte si veda pure la testa della vittima, certo perö che nella maggier parte dei casi, questa ne era esclusa e che neppure non e mai nominata nelle grandi liste di Offerte : he si dovevano presentare nella celebrazione dei funerali). Nun ist auch klar, warum das Gebot der H*"© HftTK imt den Gesetzen der Unreinheit, die aus Berührung einer Leiche entsteht, in Verbindung gebracht wird. Selbst ßer sonderbare Umstand, dass das Reine unrein macht und umgekehrt lässt sich aus der Thatsache erklären, dass durch dieses Opfer der Götterfeind Set sieb mit dem Haupte der ägyptischen Gottheiten Ovo [Nor/ vereint. Dass durch das Opfer eine vollständige Harmonie hergestellt wird, so dass selbst Set sein Freund wir H. Auch der Begriff n^35 uua" das damit im Verbindung gebrachte Gebot (10) findet ein würdiges Pendant in dem ägyptischen Gebote, dass der Kopf des rothen Rin- (s) Es ist mol zu beachten, dass nicht von L'ritstem, sondern; nur in Gegenwart eines Priesters die Kuh geschlachtet werden musste; genau so wie in Aegypten Schiaparelli p. 96: Se poi vogliamo tener conto della traduzione raecolta da Plutarco, la quäle se noÄ fu finora conformata dai monumeriti egiziani, e perö conforma al concetto che ispira il sacrifizio egiziano, pare dopo che eraei constatato il color > rosso della vittima, un altro sacerdote, \Q aef ayiatTjc; le applieava sul dosso un nocciolo di argilla umida , . e pronto per essere ucciso. (9) Schiaparelli p. 98—99 0 defunto. io venni per abbracci arti, io sono Oro, io premo a te la tua bocca, io sono Set, che ti ama. V. Buch Moria Cap. 14, Vers 22: Keinerlei Ars dürft Ihr essen; dem Fremdlinge, der in Deinen Thoren ist, magst du e3 gebe« dass er es esse, oder verkaufe es dem Ausländer; denn ein heilige» Volk bist du dem Ewigen deinem Gotte. Vgl. Talmud babylonicum, Tractat Chulin fol. 111 b ff.

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