Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Centralblatt · 1882-09-01 · 17 (1.9.1882) · p. Seite 201

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
17 (1.9.1882)
Date
1882-09-01
Page
Seite 201 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/9620166-9626018-9625351--209-9625360
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT. 201 dann bestürzt sein, zusammenzubringen sei, mag dahin gestellt bleiben; Beachtung verdient unter allen Umständen das Syllabar V. K. 25, 63 cd. dessen linke Columne durch ein neugefundenes Bruch- Btück zu mu-um-mu ergänzt wird, während die Rechte als synonym bi-il-tuv aufführt; dass dieses biltuv wie sonst auch hier Herrin bedeutet, kann aus dem darauffolgenden Synonymenpaar abdu und adu Knecht nicht ohne Weiteres geschlossen werden, man könnte es ebenso gut von einer Wuzel bahal ableiten, so dass es wie hebr. Bestürzung Verwirrung bedeuten wurde; tihuta ist ein von havä, h-ajä, assyr. avä leben gebildetes Nomen. (Fortsetzung folgt.) J"V_ECENSIONEN. Deutscher Volkskalender. Ins besondere zum Gebrauch für Israeliten auf das Jahr 1883. Mit literarischen Beiträgen. Herausgegeben von H. Liebermann. Brieg. (Preussisch Schlesien) Verlag von H. Liebermann. Druck von Th. Seh? tzky Breslau. Preis, Mark 1-25 80 kr. Ö. WT. Das Wort unseres Lehrers Jehuda ben Thema's (Pirke Aboth Caput 5 Nr. 21) Ü^ttf^tt? p dass das 30. Jahr erreicht zu haben, ein Zeichen von Kraft sei, bewährt sich freudig beim Liebermann'schen Kalender. Der Kalender für liegt uns vor und wir können ihm das Zeugnis ausstellen, dass er seinen Vorgängern nicht nachsteht. Den Reigen eröffnet Dr. J. Hamburger mit seinem Aufsatze: Die Nichtjuden und die Secten jm talmudischen Schriftthum. Ihm folgt eine heitere Geschichte. Dann finden wir eine historische Novelle von Epstein: „Fürt und Raqbi" welche uns das Leben und Treiben der der pfälzischen Juden nach den Wirren des 30 jährigen Krieges lebendig vorführt. Dr. A Grossmann''s Aufsatz: „Talmudische Höflichkeit gegen Frauen, verdient besondere Beachtung insoferne als der Talmud eine rühmliche Ausnahme gegen die orientalische Ansicht der niederen Stufe des Weibes macht. Die Verse Dr. A. Grossmann's entsprechen nicht immer allen Auforderungen der Metrik. Der Aufsatz: Intoleranz der Gegenwart und der jüngsten Vergangenheit, welcher der Allgem. deutschen Lehrerzeitung entnommen ist, ist leider noch innner zeitgemäss. Dieser Arbeit folgt eine kurze Charakteristik Gamaliel's I. Dr; M. Grünwald aus Belovar übersetzte aus dem Italienischen ins Deutsche die Biographie S. D. Luzzatto's s. A. und dessen Vaters Ezechia. (Die Autobiographie Luzzatto's ist im jüd. Centralblatbereits erschienen, und hat auch als selbstständiger Band bereits die Presse verlassen). Die literarischen Beiträge beschliesst in würdiger Weise Dr. M. Brann's Arbeit: Das bibliographische Hand buch des Schabthai Bass in der lateinischen Uebersetzung Clanner's Wir rufen dem verdienstvollen Herausgeber des Kalenders au< vollem Herzen p*fl zu- A. FetöjVs Liebesperlen. Mit Beiträgen namhafter Uebersets zer. Herausgegeben von Ludwig Aigner. Budapest. Ludwig Aigner Preis 2 fl. 4 Mark. Dass Petöfi in der Weltliteratur einen hohen Rang ein nimmt und zu den ersten lyrischen Dichtern zählt, ist jedem mit der Welt- Literatur nur irgend wie vertrauten hinlänglich bekannt, nur fehlte es bis jetzt an einer vollkommen befriedigenden Uebersetzung in'g deutsche. So oft ein einzelner sich an diese schwierige Arbeit machte, so gross auch dessen dichterisches Nachempfinden und das Beherrschen beider Idiome sein möchte, das Unternehmen musste scheitern, weil es die Kräfte eines einzelnen bei weitern übertraf. Ludwig Aigner, durch seine ungarischen Dichtungen rühmlichst be kannt hat es verstanden, den Wahlspruch viribus wnitis, dass das was dem einzelnen unmöglich, von mehreren dennoch erreicht werden kann, durch Herbeiziehung nahmhafter Uebersetzer eine wenn auch das Original nicht ganz ersetzende, so doch dem der ungarischen Sprache nicht mächtigen, gelungene den Geist Petöfi's wiedergebende Uebersetzung zu bieten. Und das ist wol die beste Empfehlung für diese Uebersetzung, denn mehr darf eine Uebersetzung nicht bieten wollen. — Aug. Wünsche Lic. theol. Bibliotheca rabbinica 17. Lieferung Fortsetzung von Midrasch Schemot Rabba. Leipzig Otto Schulze 1882. Freudig begrüssen wir die Fortsetzung von Schemoth Rabba, die uns den Autor in seiner Uebersetzungskunst und dem Vordringen in das gründliche Verständniss des Midrasch zeigt, und behalten wir uns Einzelheiten für die Schlusslieferung vom Schemoth Rabba vor. An open letter addressed to Sir Moses Monteßore Bart, on his Arrival in the holy City of Jerusalem together with a narrative of a forty days sojourn in the holy land 9 ellul 5635 — September 9. 1875 ■nwJMiö ntftt nfD pnan -itr?n *)bi ara» pny d^itd m «mo (Offener Brief der Rabbinen M. Auerbach und S. Slant an Sir Moses Montefiore Baronet, als er zum 7. Male nach Jerusalem, die heilige Stadt, kam, 9. Ellul 5635—9. September 1875 "D? Kerfe mtn rww Als im Vorjahre die Wellen russischer Judenverfolgungen so hoch giengen, wollte der unvergleichliche Moses Montefiore, zum Kaiser von Russland reisen; aber er gehorchte den Aerzten, befolgend den Spruch, Dass er aber trotz seines hohen Greisenaltes, das Gott bis in das späteste Alter hinein verlängern möchte, frisch und kräftig an Geist und Herz ist, dass er Antheil nimmt an jeder Bestrebung für's Judenthum hat er dadurch bewiesen, dass er den Redacteur des Jüdischen Centralblattes, Dr. M. Grünwald, mit seinem Buche beschenkt, das er in Prachtband einbinden, seine Photographie hinzufügen Hess und seine eigene Unterschrift beisetzte, a linea Montefiore's Verdienste um das Judenthum schildern zu wollen, kann nicht aufgäbe dieses Blattes sein, mit unverlöschlichen Zügen wird sein Name und sein Wirken dem Herzen nicht nur jedes Juden, sondern jedes wahren Menschenfreundes eingedrück sein. Wir schliesen die Anzeige dieses Buches, das die schönste Zierde unserer Bibliothek bilden wird, mit dem Wunsche ^^"^T JKZTf Leon Finzi, Oberrabiner in Sarajevo. Bede und Gebet am Vorabende des allerhöchsten Geburtstages Seiner Kaiserl. und Königl. apostolischen Majestaet des Kaisers Franz Josef L gehalten in der spanisch-israelitischen Synagoge 1882. . Doppelt er freulich ist dieser Beweis loyaler Gesinnung und wahrer Vaterlandsliebe ausdemMunde eines spanischen Juden, bis der in sein

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.