Das jüdische Centralblatt
- Journal
- Das jüdische Centralblatt
- Volume
- 1 (1882)
- Issue
- 17 (1.9.1882)
- Date
- 1882-09-01
- Page
- Seite 198 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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198 DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT. Ein Gott für alle Geschöpfe, ein Stammvater des gesammten Menschheit, ein Recht für alleMenschen, ob sie den Wüstensteppen Asiens entstammen, oder dem kalten Norden des Polarkreises, WO immer ihre Wiege gestanden, sie sind alle Kinder dieses einen Gottes, sie sind alle Menschen^ die dazu berufen sind beglückend, und beglückend zu sein, sie sind alle Menschen, tragen das Zeichen der Göttlichkeit auf ihrer Stirne. Wie schaal und leer erscheint uns das Leben, wenn wir es in uns ein-und abgeschlossen zubringen, wie erfreuend und beseligend hingegen, wenn wir für eine Gesammtheit zur Einheit hinwirken. Da ist der Boden, wo die Freude in üppiger Fülle gedeiht, da stirbt ab die Sorge, verdorrt der Kummer, schwindet der Trübsinn, so wir den Wahlspruch unseres edlen Landesvaters Viribus unitis mit vereinten Kräften zur Einheit und Versöhnlichkeit alle unsere Kräfte und Fähigkeiten verwenden. Und was unser erlauchter Monarch durch Befolgung dieses Grundsatzes erreicht, es ist aufbewahrt in dem treuen, dankbaren Gedächtnisse der älteren Generationen, es ist unserer Jugend in den Geschichtswerken überliefert, und die Weltgeschichte wird mit goldenen Zügen die Edelthaten unseres gekrönten Hauptes, die unblutigen Stege und Triumphe, die er gefeiert, aufbewahren. Kaiser Franz Josef I. war es, der die verletzte Menschenwürde in ihr Recht einsetzte, er wollte nicht, dass fürderScheidewände zwischen denMenschen herrschen .nicht einz-dm Freiheitemdie volle,uneingeschränkte Freiheit schenkte er all seinen Staatsangehörigen. Das ganz- Recht, dass göttliche Recht, er stellte es wieder her, alle Staatsangehörigen sollten sich als Brüder fühlen, es soltte keinen Knecht im eigentlichen Sinne mehr geben; die Arbeit sollte fürder den Mann nicht zum Kainszeichen dienen, sondern ihn nähren und ehren. Diener sollten alle sein, aber nicht Menschendiener, sondern Diener eines hohen Gedankens, Diener des einen hohen Gedankens, zum Heile des Vaterlandes, zum Heile der Gesamtheit zu wirken. Weit geöffnet wurden die Hallen der Wissenschaft, es sollte fortan jeder, dem es Emst um die Wissenschaft war, sich ihr widmen können, jeder, ob reich oder arm; nicht sein Glaube, sondern seineFähigkeiten und seinFleiss sollten fortan für dessen Zukunft entscheidend sein. Es sollte keinen Paria in der Gesellschaft mehr geben, es sollte schwinden jeder unverschuldete Kummer, ein jeder sollte sein Glück unter dem Schutze der Gesetze erwerben können. Das hat unser Landesvater von Anfang seiner Regirung angestrebt und ruhmvoll verwirklicht; er scheute, keine Zeit, kein Opfer war ihn zu schwer, so es dem Heile seiner Angehörigen galt, und so ist es unsere Pflicht vereint an dem heutigen Freudenfeste, wo Milionen von aufrichtigen dankerfüllten Herzen ihre Gefühle zu Tage treten lassen ein Ge^et an den Allvater im Himmel zu richten: Herr und Vater, Du hast unseren erlauchten Monarchen von Millionen auserkoren und berufen, dass er zum Heile seiner TJnteithanen wirke, Du hast ihn erleuchtet mit Deinen Geiste, dem Geiste der Wahrheit und der Weisheit, dem Geiste der Güte und der Gerechtigkeit, lass ihn noch lange an der Seite seiner erlauchten Gemahn, der Kaiserin und Königin Elisabeth Amalie Eugenia, zum Heile der Menschheit segensreich wirken. Segne alle, die seinem Herzen und Hause nahe stehen. Segne all seine Räthe, die Ministerien, und alle, denen das wahre Wohl des Staates an Herzen liegt. Segne unsere öffentlichen staatlichen Behörden, alle die zur Erhaltung der öffentlichenRuhe und Sicherheit ihr Gut und Blut zu opfern bereit sind; segne | die städtischen Behörden, und die Stadt in deren Mitte | wir friedlich leben, wo der Geist wahrer Humanität und | Brüderlichkeit herrscht. Segne auch, o Herr und Vater, | unsere Gemeinde, ihre Leiter und Führer und segne alle,; die hiehergekommen, diesen schönen Freudentag zu ver-! herrlichen, segne alle mit Deinem Segen, der eine reine Quelle wahren Glückes und ungetrübter Freude ist. AMEN. Das Altfranzösische bei Raschi. (Fortsetzimg.) 73. Zu Jesajah l25 yQD savon Seife. 74. Zu ^*f2 l25 D'^W'K estaim nfz. etain j Zinn [nasales Schluss n durch m wiederzugeben, entspricht der afz. Ortographie]. 75. Zu a^X£ lm KftSlX ulma Ulme. 7(3. Zu 131 ^b'Ä^"w*S estencilla nfz. etincelle Funke. 77. ^u rTH£"£ 22 v£?S*n^ serpes, Gartenmesser. 78. Zu Ip^BET 24 Dw^Em debattement; von debattre j 3. Pers. Mehrz. praesentis. Im afz. hat debattre die Be-; deutung sich unterhalten. (Diez oder Scheler s. v. de- | battre). 79. zu rv^s^ßn 2L>0 wshis talPes n*'ztaui>e Maulwurf.