Das jüdische Centralblatt
- Journal
- Das jüdische Centralblatt
- Volume
- 1 (1882)
- Issue
- 13 (1.7.1882)
- Date
- 1882-07-01
- Page
- Seite 153 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT. 3 53 ja bekanntlich die Art des Midrasch erst ein Wort in seinen verschiedenen Bedeutungen anzu führen und dann die Beweise der Reihe nach folgen zu lassen. Zu Seite 93, zum Segensspruche über die Thora wäre der jetzt übliche Segensspruch zu vergleichen gewesen. Wir schliesen diese Anzeige mit dem herzlichsten Danke an den Autor und rufen ihm nach altjüdischer Sitte zu: Omrim Ppoelo tobo j' jaser -j^V fr^E kS^D*"? D^ÖN dem treuen, ehrlichen Arbeiter sagt man: Werde stark und glücklich. Dr. M. Grünwald. M. V. Dott. Ascarelli, Panegirico su l'elezione d'lsraele, letto nel tempio israelitico di Roma (scuola catalana.) II Sciavuhot 5640 17 maggio 1880. Per Piniziazione alla maggioritä religiosa del figlio Angelo Raffaele ed altri giovanetti della com:nunitä. Roma 1880 Tip. delP archivio elinico italiano Via delle Orsoline 30, 31. Italien ist heute noch das bevorzugte Land, wo Ärzte und Juristen ausser ihren Fachstudien dem Studium der jüdischen Sprache und Literatur mit Feuereifer und mit grosen Erfolge obliegan: und zu diesen Männern zählt der Arzt Dr. Ascarelli, Verfasser obenangeführter Rede, die er zur Barmizwahfeier seines Sohnes Angelo Raffaele am Schebuothfeste des Jahres 5670 (1880) in der Catalanischen Synagoge in Rom hielt. Abgesehen davon, dass die Rede in dem süssen Idiome Dante's abgefasst ist, bietet sie eine solche Fülle wahrer und erhebender Gedanken, dass wir in kurzem, so Gott will, diese Rede ins Deutsche übertragen werden, um sie zum Ge. meingute unserer Leser zu machen. Das Thema l'eleziom VIsraele, die bevorzugte Stellung Israels ist für das Wochenfest, als das Fest der Gesetzgebung wie auch für das Mündigwerden des jüdischen Knaben ein gleich vorzügliches, da der Barmizwah zum 1. Mal den Segensspruch sagt: Gelobt seist du ewiger unser Gott? der du uns erwählt hast aus allen anderen Völkern. Und in meister-und musterhafter Weise wird bei dieser Gelegenheit nachgewiesen, dass diese Bevorzugung nur zur Heile der Menschheit, nimmermehr aber zu irgend welchemNachtheileausfallen soll, sowie auch dass Israel hiedurch weit schwerere Pflichten übernommen als die anderen Völker. Jeder der italienischen Sprache mächtige möge diese Rede sieh verschaffen und lesen und sie seiner Familie vorlesen; denn sie ist ganz geeignet, den Sinn für den augeerbten Glauben zu wecken und zu festigen. Von demselben Verfasser liegt uns ein Psalm in hebräische Sprache vor, der alphabetisch gedichtet und am Schluss den Namen des Autors trägt und ein 2 tes hebräisches Schriftstück, welches dem Vorsteher der isr. Gemeinde Bitter Samuel Alatri gewidmet ist. Beide Schriften bekunden den Meister des hebräischen Stiles. Überdiess hat der ehrwürdige Arzt Dr. Ascarelli des polnischen Dichters Adam Mieckiewicz Buch: Le livre de la nation polonaise et des pelerins polonais (Das Buch über die polnische Nation und polnische Tilger) in's hebräische übertragen. Eine Einleitung hiezu hat in französischer Sprache Herr Armand Levy geschrieben, die letztere ist auch separat erschienen u. z. unter dem Titel: Adam Mickiewicz. Le livre de la nation polonaise el des pelerins polonais traduit en hebreu par le docteur Moi'se Ascarelli avec une preface d'Armand Levy. Paris. Libraire de Luxembourg. Rue Monsieur le Prince 1881 Dieser gehaltvollen Einleitung ist ein Schreiben Adolphe Cremieux an Herrn Armand Levy beigefügt. A. Balbis Allgemeine Erdbeschreibung neu bearbeitet von Dr. J. Chavanne. A. Hartleben's Verlag, Wien. Es geht uns soeben die erste Lieferung von A. Balbi's Allgemeiner Erdbeschreibung in siebenter, von Dr. J. Chavanne vollkommen lneu bearbeiteter Auflage zu. In seiner neuen, auch äusserlich reich ausgestatteten und illustrirten Gestalt darf dies Werk, welches sich schon in seineu früheren Auflagen allgemeiner Beliebtheit erfreute, des aulrichtigen Beifalls aller Freunde einer anre genden und zugleich belehrenden Leetüre sicher sein und wird sich als ein wahres Hausbuch des geographischen Wissens bei allen Gebildeten rasch einbürgern. Wissenschaftliche Genauigkeit bei grosser Reichhaltigkeit bilden die Vorzüge des Textes, auf die Verlässlichkeit der mitgetheilten Daten, welche sowohl im physikalischen als politischen Theile dem Stande der neuesten Forschungen und jüngsten amtlichen Erhebungen entsprechen, hat der Bearbeiter der siebenten Auflage die grösste Sorgfalt verwendet und das Werk zu einem der besten in dieser Richtung gemacht. Die Beigabe von 400 Illustrationen, worunter 120 Vollbilder, sowie 15o Textkarten welche hauptsächlich die Umgebungen der durch ihre Industrie und ihre commercielle Bedeutung wichtigen Städte in grossem Masstabe zur Darstellung bringen, war eine sehr gelungene Idee; das Buch erhält dadurch einen noch höheren Werth und passenden Schmuck. Dass das Werk bereits die Ergebnisse sämmtlicher in den Jahren 1880—1882 vorgenommenen Volkszählungen enthalten wird, mu.ss besonders hervorgehoben werden. Die 1. Lieferung enthält vier Abschnitte der mathematischen Geographie mit 15 vortrefflich ausgewählten erläuternden Illustrationen. Der Bearbeiter hat es verstanden, dem spröden Stoffe durch Einflechtungen kleiner Essays über die wichtigeren Phäno mene fesselnden Reiz zu verleihen und die Leetüre dieses Theiles zu einer auregenden zu gestalten. — Das Werk wird 45 Lieferungen ä 40 Kr. — 75 Pf. 1 Fr. 45 Kop umfassen und einem allgemein ausgesprochenen Wunsche entgegenkommen. A. von Schweiger Lerchenteld. Die Adria im selben Verlag. Wir wollen nuneiner eigenartigen, splendid ausgestatteten mit 200 prächtigen Illustrationen und Karten gezierten neuen Publication gedenken, welche sich „Die Adria" betitelt und A. v. Schweiger-Lerchenfeig zum Verfasser hat. Nach dem Prospecte soll das Werk eir grosses Gemäldj der geschichtlichen und culturgeschichtlichen Vergangenheit sämmtlicher Adria-Länder: das Küstenland, Istrien, Dalmatien, Albanien, einschliesslich Korfu und!as Ostgestade Italiens von Otranto bis Venedig entrollen — und das reiche maritime Leben der Gegenwart dem Leser vorgeführt werden. Bei der grosen Neigung des Binnenländers für die ihm fremdartige See, sowie bei dem Mangel einer ähnlichen Publication hinsi chtlich der an Reizen und Erinnerungen so reichen Adriatischen Gestade, wird „Die Adria" sicher ihr Glück machen.— Das in A. Hartleben's Verlag in Wien erscheinende Werk wird 25 reich illustrirte Lieferungen (ä 30 Kr. ö. W. =60 Pf. 80 Ets.) enthalten und einem längst gefühlten Bedürfnisse in bester Weise abhelfen. M. Berntann Alt und Neu. In Sage und Geschichte dar. gestellt. Im selbenVerlag ein drittes ebenfallspr ächtig ausgestattetes, dabei aber dochwohlfeiles neuesLiefemngswerk aus A. Hartleben'sVerlag inWien, betitelt sich: Alt und Neu. Vergangenheit und Gegen, wart, in Sage und Geschichte dargestellt von Moriz Hermann. Mit 200 Illustrationen, Bildnissen, Ansichten, historischen Scenen von hervorragenden Künstlern. In 25 Lieferungen ä 30 Kr. 60 Pf. - 80 Cts. Es ist gewiss eine lohnende Aufgabe für den als specialistischen Kenner der Stadt- und Personengeschichte aller Länder, wie auch als volkstümlicher Erzähler bekannten und beliebten Verfasser dieses Werkes, in einzelnen Zügen und Episoden aus der Geselle e früherer Jahrhunderte und unserer Tage, die Gleichartigkeit von Alt und Neu, von Vergangenheit und Gegenwart darzulegen, in einer Reihe von Erzählungen und Schilderungen wechselnden Inhalts die ewigen, für alle Zeiten geltenden Lehren der Geschichte durch anmuthendeBeisptelezn erweisen.Diese bieten nicht nur wirhtigeBelehrvmj sondern auch feselnde Unterhaltung, so dass das Werk in Wahrheit einen geschichtlichen Hausschatz bildet, den sich Jeder man oline Aus