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Das jüdische Centralblatt · 1882-07-01 · 13 (1.7.1882) · p. Seite 152

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Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
13 (1.7.1882)
Date
1882-07-01
Page
Seite 152 (sequence 8)
Language
German
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152 DAS JÜDISCHE CEN TRALBLATT. jf^ECENSIONEN. Aug. Wünsche, Dr.Lic. theol. bibliotheca rabbinica XVLLieferung: der Midrasch Debarim räbba. Zum ersten Male ins Deutsche übertragen. Leipzig, Otto Schulze 1882. Mit freudiger Befriedigung haben wir bereits den grösseren Thei^ des Riesenwerkes einer Übersetzung des Midrasch ins Deutsche durch unseren hochgeehrten Freund und Mitarbeiter Dr. August Wünsche vor uns, und ist nunmehr die sichere Aussicht vorhanden, dass das Werk glücklich zu Ende geführt werden wird. Nur wer die ungeheueren Schwierigkeiten der Übersetzung aus dem hebräischen ins deutsche kennt, wird Dr. Wünsche's unsterbliche Verdienste ganz und voll würdigen können. Ja das Judenthum, das nach Licht und freier Forschung strebende Judenthum, ist Wünsche dem Uebersetzer lebhaften Dank schuldig und es kann nur dadurch diesem •itinen Dank abtragen, dass es diese klassische Uebersetzungsich käuflich aneignet; denn J"]^^ j*^ f]f2p DK ohne die materieUe Förderung und Unterstützung geht selbst das idealste Streben in die Brüche. Wir anerkennen die Verdienste Wünsche's um so freudiger, als er im uneigennütziger Weise sich dieser mühevollen Arbeit unterzogen und hoffen das er nach der Uebersetzung auch einen Commentar zum MidraschRabbot liefern würde. Wünsche bittet ja one-hinin antiker Bescheidenheit—Beiträge von jedem, der solche zu haben bereit ist und wahrlich hier gilt das schöne Wort des Pentateuch's "\b p: nwx -pnbs n nsiM it roniM Ein jeder möge nach Massgabe seines Wissens einen Beitrag zur Vervollständigung dieses Werkes liefern. Und so möchten auch wir die einzelnenBemerkungen zunächst zurÜbersetzung des uns vorliegenden Heftes aufgefasst wissen. Zur Seite 2, „da wollte Gott AieFeinde der Israeliten vertilgen", wäre zu bemerken, dass die Feinde der Israeliten im Talmud euphemistisch für Israel selbst gebraucht werden. Auf derselben Seite glauben wir, dass der Midrasch damit andeuten wollte, dass der Zrrthum über das Kalb von Mose begangen, bei dem Volke um so verzeihlicher sein musste. In der lezten Seite von Seite 2, ist die Stelle fragend zu übersetzen und zwar „Ist es etwa das erste oder das zweite mal? das ist schon oft geschehen. Seite 6 ist im Midrasch ed. Warschau statt R. Asaija R.Hoschaja zu lesen. Zu Seite 13 zu Gen. 27, 28 sollte der ganze Vers mitgetheilt werden, denn nur so wird die Deutung des Midrasch ver ständlich. Seite 23 muss vor dem Satze: denn wo gibt es ein so grosses Volk eine a linea kommen, und die Worte: „denn wo gibt es ein Volk" mit durchschossenen Lettern gedruckt werden, denn an diesen Satz schliesst sich der Midrasch. Seite 26 ist statt: Und wenn sein Verwandter, zu übersetzen: Wenn ein Verwandter von Menschen. Seite 28 ist bei R. Berachja: Einem Menschen war sein Gebetmantel gestohlen worden und und er kam um deshalb Klage zu führen und fand eine Geschieden auf seinem Bette, j^^^j^ hat nichts mit einer Gesehiedenenen zu thun, es heist vielmehr ganz ein. /ach: er fand den Gebetmantel auf dem Rette ausgebreitet. Seite 29 ist zu Ezech. 8, 5Pietro Perreau's Relazione agli atti del IV congresso internationale p, 25 zu ver gleichen. Bei diesen in Florenz abgehaltenen Congress hielt Franz- Lenormant aus Paris einen Vortrag über den Adonis-Tammuz Mythos und über setzte die Stelle HJpftH HKJpi! bftü die Statue der Eifersucht über den Besessenen (la statua della gelosia Jpel posseduto) d.h. die Eifersüchtige (Baalti Astarte) beklagt aich über den Verlust ihres Geliebten. Seite 33 ist "J7u5 nicht durch mein Inneres empört sich, sondern durch mein Inneres ist tiefbewegt wieder zugeben und zwar in Liebe, so z.B. in der schönen Stelle -pn Auf derselben Seite möchten wir eine Erklärung zu dem Midrasch, dass 12£ Götzendienst bedeute, zugeben versuchen u. z. die, dass vielleicht an den Sabäerdienst zu denken ist, der bekanntlich ein Sterndienst war. (Vgl. Chwolsohn's Werk Sabäer und Sabäismus). Seite 35 ■J^g^ ^tVb heisst: seinen Sinn auf etwas richten. Auf Seite 36 zur Stelle jegen Sonnenaufgang ist die Stelle im talmud babli Maccoth fol. 10a zu vergleichen; denn hier im Midrasch ist die Stelle unverständlich; im Talmud heisst die Stelle wie rtvn bnn* tk nnm -so **6örc n tmn mpn bx wotf) nr™ p-rn n2»a,njnp,w Rabbi Simlai. tPtttOT mH dvtscttS msn nmn erklärte: was bedeuten die Worte, „damals sonderte Mose 3 Städte jenseits des Jordan gegen Sonnenaufgang ab, Gott sagte zu Mose: Lass auch den Mördern die Sonne scheinen; einige erklären die Stelle so: Willst du etwa auch den Mördern die Wolthat des Sonnenlichtes zu Theil werden lassen? Seite 37 ist jaV'fEll •^«j durch woher d.h. durch welches Verdienst haben sie erlangt. Seite 42 3. Zeile von oben ist |-"^*p durch Frühregen zu übersetzen. Seite 47 zur Stelle: er erschafft viele Seelen und ihren Mangel wäre der Segensspruch JTQ^ 111^03 bz pnom Gelobt seiGott, der vieleSeelen j-j^j-jl^ nX"Qtt? fiö b% b^?PO un<* ^e Bedürfnisse für alle seine Geschöpfe erschaffen hatte, um alle lebenden Wesen am Leben zu erhalten." zu vergleichen. Seite 49 heist ^^f^ *lt2)} <*em ^"mme Widerstand leisten fjy1^ HHlS ^-e^sst mcüt strict in dieser Stunde, sondern in diesem Augenblicke, genau entsprechend dem französischen tont a Vheitre» sofort" Auch derselben Seite zur Stelle: R. Chija bar Abba sagte wäre M. K. zu gewesen vergleichen der statt ^"QQ verse^lo88en^e^i was senr gut auf Mose passt, der von sich sagt «j^^ D^DH tih ich bin kein Mann von Worten." M. K. fügt überdies hinzu „Und was kann ein verschlossener Mund noch zur Verteidigung hinzufügen, da seine Einwendungen widerlegt werden. Seite 57 ^"1*1^^ D*05}S becleutet »besser d.h. nachsichtiger und milder, als die strenge Linie des Gesetzes (Gerichtes) es gestattet: innerhalb der Rechtsgrenze.u scheint uns diesen Sinn nicht wiederzugeben; zu Seite 65 ist zum Worte HD'fö mehr als Opfer hinzuzufügen. Seite 69 ist statt zu fliehen in die Luft zu fliegen-verschwinden, denn das ist der Sinn der Worte PTHÖ Siehe Hamelitz Nr. 19.Seite 72 ist die Deutung des Midrasch ^^f^ ich wil1 es ^urcn (*as Wort scnlagen entweder auf den philosophischen XöfOQ oder auf den Semhameforas (tetragrammaton beziehen; man vgl. Exodus Cap. II Vers 14.) ""j^^ HHK "'MHn^H wozu ^ascni bemerkt tSHTöbn rara mnttf ana1? daraus kann mann lernen, dass er ihn in Kraft des göttlichen Namens tödtete. Seite 77 ist in meiner Ausgabe pVv^H^ °bne Aleph geschrieben was wol auch besser passt. Seite 83 ist ^3^11 n^a"m einfach durch Heirat zu übersetzen, da dies offenbar auf die Kuschitische Frau, die Mose genommen, Bezug hat. Seite 86, der ist nicht begnadigt, mus heissen wird nicht begnadigt. Seite 90 muss fp.rj^^ übersetzt werden: (Die Plagen) m: chen auflösen, serflliesen die Körper der Aegypten Ferner ist auf derselben Seite mnSfö durch (die Plagen) haben sie irregeführt zu übersetzen: wie Wünsche es an der zweiten Stelle auch wirklich übersetzt .Es ist

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