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Das jüdische Centralblatt · 1882-07-01 · 13 (1.7.1882) · p. Seite 151

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Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
13 (1.7.1882)
Date
1882-07-01
Page
Seite 151 (sequence 7)
Language
German
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DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT. trat recht |-H¥D *22K ^n Un ich, spricht Gott, . ich allein dein Helfer, dein Hort und dein Beschützer. Ist diess nicht ein Gott, auf den wir bauen und vertrauen können; nicht nur können, meine Freunde, sondern, so es uns um unser Wolergehenhinieden und um das jenseitige Leben zu thun ist, bauen sollen und bauen müssen? So lasset uns m. F. denn heute, an dem Tage der Gesetzgebung, an diesem schönsten der Feste, wodurch Israel seine geistige Weihe, hat erhalten, festhalten und beobachten das erste der 10 Gebote, von denen alle übrigen nur eine Folge sind. Lasset uns trotz allem Lärm der Aussenwelt festhalten an den Grundsätzen des alten J udenthums, die Frieden und Versöhnlichkeit, Nachsicht gegen jedermann uns zur Pflicht machen; dann wird sie bald heranbrechen die schöne Zeit, dass nicht nur Gott als einig einzig anerkannt werden, sondern die ganze Menschheit sich brüderlich umschlingen wird und vereint bestrebt sein . wird, den göttlichen Namen zu verherrlichen. DVD inK ifttn nnx n ppif AMEN. Wotih Der durch seine Förderung der jüdischen Interessen hochberühmte Baronet Sir Moses Monteßore hat dem Herrn Isidor Singer, Verf. des von uns in Nr. 12 besprochenen Buches: Judenthum und Presse, de dato 19. Juni 5642 für die Übersendung dieses Werkes, das sich Sir Moses Montefiore von seinem Sekretär, Dr. Löwe in englischer Übersetzung vorlesen liess, ein herzliches Dankschreiben hiefür gesandt und noch 25 Exemplare bestellt. Wir gratuliren dem jungen, hoffnungsvollen Autor herzlich. I^Tteceffen. Eine Censurlücke im Talmud Babli. Von Lic. Dr. Aug. Wünsche. Im babylonischen Talmud Tr. Taanit fol. 27. b. heisst es: Rabbi hat gelehrt: Die Männer der Wache beteten für das Opfer ihrer Mitbrüder, dass es wohlgefällig aufgenommen werde und die Opferbeistände kamen im Versammlungshause zusammen und fasteten viermal in der Woche, am zweiten, dritten, vierten und fünften Wochentage, am zweiten (am Montage) wegen der Seereisenden, am dritten (Dienstag) wegen der Wüstenwanderer, am vierten .151 (Mittwoch), damit die Bräune (Erstickung) die Kinder nicht befalle, am fünften (Donnerstag) wegen der Schwangeren und Säugenden; und zwar wegen der Schwangeren, damit sie nicht zur Unzeit niederkommen sollten, und wegen der Säugenden, dass sie ihre Kinder säugen könnten. Am Vorabend des Sabbaths, am Freitag aber fasteten sie nicht, wegen der Ehre des Sabbats, und am Sabbath selbstverständlich nicht. Warum fasteten sie am ersten Wochentage (am Montag) nicht? R. Samuel bar Nachmani sagte: Weil es der dritte Tag nach der Schöpfung ist (J). Resch Lakisch sagte: Wegen der zweiten Seele (rHTP H£üv wegen der besonderen Behaglichkeit oder Feststimmung), denn derselbe hat gesagt: Am Vorabende des Sabbaths wird dem Menschen noch eine Seele gegeben, die aber am Ausgange des Sabbaths ihm wieder genommen wird, denn es heisst Ex. 31, 17: (*) „Und er ruhte und erholte sich d.i., nachdem er geruht, wehe (^)! da ist die Seele wieder geschwunden < T). (Ist hier nicht im Keime das schöne Wort Göthes: Tages Arbeit, Abends Gäste, saure Wochen, frohe Feste sei dein künftig Zauberwort. Redaction). Einen anderen Grund, warum die Opferbeistände am ersten Wochentage nicht fasteten, lesen wir Soferim Cap. 17, Hai. 5: Damit die Völker nicht sagen sollen: Während wir uns am ersten Tage freuen, fasten sie, aber die Gelehrten haben gesagt: Zur Zeit der Opferbeistände wurde der Grund weniger beachtet als der, weil es heisst Ex. 31, 17: £^ d.i. Wehe aber die Seele! Während es im Soferim heisst: THÖX^ K^IT *j£t2 ■D*ö2?n ßab^n die von Rabbinowicz verglichenen Handschriften des Talmud eine ganz andere LA, nämlich: CrnSttfi jE£ pnr 1K R. Jochanan sagte: Wegen der Nazaräer (Christen). In unseren Talmudausgaben fehlt somit der ganze Satz, da die Censur ihn gestrichen hat. In En Jacob steht wenigstens: rPttlXiT 'OfiD wegen der Völker, wozu Raschi die Bemerkung machte, dass unter filDIKH Nazaräer zu verstehen seien. 0) Raschi bemerkt zu den Worten R. Samuel bar Nachmanis: Weil am dritten Tage der Mensch in Folge der BeschneiduDg leidend und weist hin auf Gen. 34, 25: „Und es geschah am dritten Tage, als sie (die Siehe miten) Schmerzen litten". (2) Resch Lakisch bezieht die angezogene Schriftstelle auf den Menschen, während sie sich doch eigentlich auf Gott bezieht. (:>) Talmud trenn* V von und nimmt es im Sinne: Wehe über die (wieder entschwundene) Seele. (4) S. Variae lectiones Pars III. p. 142.

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