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Das jüdische Centralblatt · 1882-04-15 · 8 (15.4.1882) · p. Seite 92

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Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
8 (15.4.1882)
Date
1882-04-15
Page
Seite 92 (sequence 8)
Language
German
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92 DAS JÜDISCHE CENTRAL BLATT. Nach Rab Jehuda hat Samuel gesagt: Alle Tage geht ein Bathkol aus und ruft: Die und die Tochter wurde dem und dem, das und das Feld wurde dem und dem. Rab Jehuda aber hat gesagt: Vierzig Tage vor der Geburt, geht ein Bahthkohl aus und ruft: die und die Tochter wurde dem und dem. das und das Feld wurde dem und dem, das und das Haus wurde dem und dem, das und das Weib wurde dem und dem. Das stimmt aber nicht mit dem überein, was Samuel gesagt hat, dass der Mensch (Israelit) sich am selben Feiertage verloben dürfe, denn es konnte ihm vielleicht ein anderer zuvorkommen. Dieser Einwurf wird beseitigt, dass man annimmt' ein anderer könnte ihm aus göttlicher Barmherzigkeit zuvorkommen; denn Rabba hörte einen Mann Gott bitten; Bestimme mir die und die Tochter. Rabba sprach zu ihm: Bete nicht so zu Gott: denn ist sie deiner würdig so wird sie iir nicht davonlaufen, ist sie aber deiner nicht würdig, so wirst du sie verläugnen (von ihr absehen). Nachher hörte er, dass Gott sprach: Entweder er soll vor ihr oder sie vor ihm sterben. Rabba sprach zu ihm: Bete nicht auf diese Weise. Rab hat ferner gesagt im Namen des R. Rüben Aristobulos ben (Istribolia): Sowohl aus dem Pentateuch wie Propheten und Hagiographen lässt sich beweisen, dass vom Ewigen das Weib für den Mann bestimmt ist, aus dem Pentateuch wie es heisst Gen. 24, 50: „da antwortete Laban und Bethuel und sprachen: Vom Ewigen kommt die Sache;" aus den Propheten, wie es heisst Jud. 14, 4: ,,^ein Vater und seine Mutter aber wussten nicht, dass das vom Ewigen war," und aus dem Hagiographen wie es heisst Prov. 19, 14: Haus und Habe sind das Erbe von Eltern, aber vom Ewigen kommt ein vernünftiges Weib." Dann hat Rab in Namen des R. Ruhen ben Aristobulus noch gesagt (nach manchen, ist es eine Lehre der Mischna:) Wird ein Mensch in einer Sache verdächtigt, so hat er es wirklich gethan. und wenn er es nicht ganz gethan hat. so hat er es zum Theil gethan und wenn er es nicht zum Theil gethan hat, so war er es in seinem Herzen Willens zu thun, und wenn er es nicht in seinem Herzen Willens war zu thun, so hat er es von anderen begehen sehen und sich darüber gefreut. R. Jacob wandte aber dagegen ein: Es heisst noch 2 Reg. 17, 9: „Und die Kinder Israels ersannen Dinge, die nicht recht waren, wider den Ewigen, ihren Gott" das ist geschehen, um ihn zu erzürnen. [Es heisst Num. 16, 4: „Mose hörte es und fiel auf sein Angesicht." Was hatte er gehört? Er hatte gehört, sagte R. Jonathan, dass man ihn des Ehebruchs verdächtigt hatte.] (l) Woher lässt sich das beweisen? Weil es heisst Ps. 106, 16: "Und sie ereiferten Mose wider Aaron. den Heiligen des Ewigen." [Allein dort ist es aus Hass geschehen. In «uftem anderen Buche heisst es nicht: Mose hörte, (') Die in [ ] gestallten Worte fehlen in unseren Aufgaben, stehen aber in En Jakob und zwar sowohl in einer Amst^r »la.aero wir in der Frankfurter Ausgabe. "sondern: „ereiferten Mose."] (**) Rab Samuel bar Jizchak hat gesagt : daraus geht hervor, dass ein jeder auf sein Weib wegen Mose eifersiAtig war. Allein dort st es aus Hass geschehen. R. Jose hat gesagt: Esi möge mir der Theil desjenigen zufallen, der ohne Grund verdächtigt wird, Rab Pappa hat gesagt: Mich hat man ohne Grund verdächtigt. Das ist kein Einwurf denn es kommt darauf an, ob der Ruf verbreitet war (ein Ende genommen hatte) oder nicht. Die Ansicht, dass das Weib vom Himel dem Manne zugesellt wird, erhellt auch noch aus Sota fol. 2a, er heisst: rt£ra %b *6x twh & pUis man gesellt (im Himmel) dem Manne ein Weib zu gemäss seiner Handlungsweise. Damit stimmt auch die schöne Hagada Bereschit r. Par. 68 überein. Da kommt eine Marone zu R. Jose bar Chalaphta mit der Frage: Was macht Gott nach der Weltschöpfung. Der Rabbi antwortete ihr: Er sitzt und stiftet Ehen, in dem er bestimmt: Die Tochter des und des soll das Weib von dem und dem werden und das Geld des und des soll dem und dem werden. Wenn Gott weiter nichts thut, fuhr die j Mr.rone fort, das kann ich auch. Ich habe viele Diener und Dienerinnen und es ist mir etwas Leichtes, sie ins gesammt in einer Stunde zu verbinden. Wenn es auch dir leicht vorkommt, entgegnete derRabi, vor Gott ist es so schwer wie das Spalten des Schilfmeeres. Mit diesen Worten zog sich R. Jose ben Chalaphta zurück. Was that die Marone. Sie nahm 1000 Knechte und j 1000 Mägde, stellte sie m Reihen auf und sprach: dieser [ soll jene nehmen und jene diesen und so verband sie dieselben in einer Nacht. Am anderen Tage kamen die j Verbundenen zu ihr, der eine mit einer Wunde an der Hirnschale, die andre mit einem ausgestossenem Auge. | die dritte mit einem zerbrochenen Fusse. Sie fragte sie: Was ist euer Anliegen? Die eine sagte: Ich will den nicht und dieser sagte wieder: Ich will die nicht. Sie liess sofort den R. Jose ben Chalaphta kommen und sprach zu ihm: Fürwahr! es ist kein Gott wie euer Gott, eureThora ist wahr und vortrefflich! Der hat schön gesprochen. Sagte ich dir nicht, versetzte R. Jose, wenn es dir auch leicht vorkommt, vor Gott ist es so schwer, wie das Spalten des Schilfmeeres. Die 18 Tikkune Soferim. von Jakob Reifmann. (l) Ueber Tikkune Soferim berichtet Mechiltha (Baschalach Parscha 10) Sifre (Parscha Behalot'cha Piska 84 und 85 s. v. IDl^l Bereschit rabba Parascha 49. Schemoth rabba. Parscha (-) Auch diese Worte fehlen in unsern Ausgaben. Was ist mit gemeint. i

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