Das jüdische Centralblatt
- Journal
- Das jüdische Centralblatt
- Volume
- 1 (1882)
- Issue
- 7 (1.4.1882)
- Date
- 1882-04-01
- Page
- Seite 77 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9620166-9626018-9625221--075-9625226- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Mohel 1× ep/1006163
OCR text
DAS JUDISCHE CENTRALBLATT. '77 wollte, starb er in Lausanne A. 1792 (*) wohin ersieh begeben hatte, um den berühmten Tissot zu consultiren. Der andere, hak, war 1730 geboren, hatte 1751 promovirt und starb in der Heimath 1803. Er hinterliess einen Band unedirter Gedichte, betitelt pplUT nVl^TU Im Sommer 1 779 begab er sieh nach Wien, um von der Kaiserin Maria Theresia für seine, aus der venetianischen Republik vertriebenen fclitbrüder die Erlaubniss zu erlangen, sich in den österreichischen Dörfern etabliren zu können, wo viele derselben sich auch in der That niederliessen. Er gieng dahin, mit einem Empfehlungsshcreiben des früher erwähnten Rabbiners Marco, welcher ihn an Herrn Moses hönig (2) empfahl der sich wahrscheinlich auf Anstiften seines durch Reichtum, glänzende Eigenschaften und Religiosität angesehenen Sehwiegersohn's Herrn Philipp Cohen aus Triest schon früher erboten hatte, denjenigen, der von den Juden aus San Daniel abgesendet würde, um für sie beim Wiener Hofe sich zu verwenden, in sein Haus aufzunehmen, anzuweisen und zu unterstützen. Dr. Isak übersetzte in hebräische Verse eine Canzonette Metastasio's (La Uberta a Nice) nachdem er diesen besucht hatte; und mit seiner Hand geschrieben stehen folgende Worte an der Spitze dieser Uebersetzung, die er auf Metastasios Wunsch gemacht hatte: tm nnrprr -nitsren hsß» .Tnpnyn Ks ist das erste Mal, dass ich den Titel T£2 (di. Jl^tt ein?™ Nichtisraeliten beigelegt fand. Dr. Isak war ein Mann von trefflichem moralischen Charakter; er hatte früher einen Sohn, Namens Benetto, und eine Tochter, Anna, der ich die Grabschrift machte (S. 23. TJD); dann ward er Wittwer und heirathete meines Vaters Schwester, und hatte von ihr den Dr. Raphael, promovirt im Jahre 1797, der in Görz lebte und dort starb; dieser war der Vater des Dr. Isak (im Jahre 1836 promovirt) der in Triest lebt, der Gattin des Rabbiners Ghirondi, Namens Tamar, und anderer ehrenwerther Kinder beiderlei Geschlechts. Der oben genannte Benetto, Sohn des Dr. Isak, heirathete eine andere Schwester meines Vaters, Namens Benetta (r^D*"©) und zeugte mit ihr einen Sohn und zwei Töchter, die ältere, Rahel Morpurgo, als ein, besonders in diesem Jahrhundert sehr seitens Beispiel bekannt ist, nämlich als eine in hebräischen Wissenschaften gelehrte Frau und Verfasserin schätzenswerter hebräischer Verse. ..(•.) Im Lmditc fraticait (Tom. I. pag. 265) stellt 1793. Ich besitze jedoch einenBrief des Dr. Isak, von*flj»J2 3w"pnn datirt, worin er sagte, dass er einen Brief von Tissot erhalten mit der Nachricht vom Tode des Bruders. Dieser muss daher schon 1792 gestorben sein. (-) Nachmals Etiler von WSnigsho^f Bruder des Israel Edlen von Ilönigsberg. - . . - - Dr. Isak war der einzige Israelite, dem auf Bitten der Bevölkerung 1777 von der venetianischen Republik noch erlaubt war, in San Daniel zu bleiben, wo noch immer | zwei seiner Töchter mit den ihnen Angehörigen leben. Ein Bruder Raphael's des jüngern, hiess Jakob und | war um das J. 1750 Rabbiner in Triest, wo | er 1762 starb sein Sohn Mandolin (Mendel EP!j£) War | mein Mohel. Ein anderer Bruder war Rabbi Anselmo ("ItTfr^) der; in der Heimath die Funktionen als Rabbiner "■ß'Ö pH pTÖl t2P!l\tf un(l unentgeldlich versach; er hatte einen Sohn, Namens Benetto, von dem ein Sohn, i Isak, mit seiner Familie in Udine lebt. Ich besitze ein i 1! hebräisches Büchlein von diesem R. Anselmo, hundert : exegetische Bemerkungen im Geschmack der alten Pre-; diger enthaltend, welches er A. 1735, als er noch Schüler seines Bruders R. Jakob war, geschrieben hatte, und eii nige Memoiren verschiedenen Zeiten bis zu Jahre 1783 aus. Von Raphael dem altern stammt Leon Luzzatto ab, den Cremieux zum Lehrer der neuen Schule in Egypten einsetzte, so wie auch dessen Bruder, Benedikt der als Alcide (Athlete) ferne Länder durchreiste und nun in Jassy ansässig ist. Diese Beiden und ihre j Brüder, die in Triest leben, sind in Gradiska unweit I Görz geboren. Ein anderer der sieben Söhne Benetto's des ältern war Simon, Vater Iseppo's. der sich in Görz niederliess. Iseppo war der der 'Vater von Samuel L. der sich in Eisenstadt einbürgerte, und Samuel Luzzatto der jetzt in Pressburg lebt, ist vermuthlich dessen Enkel. Ein anderer Sohn Benetto's des ältern, war Iseppo, Vater Benetto's des jüngern. der Fette genannt, der mein UrurgrossVater war. A. IG52 erwarb Benetto der jüngere ein Haus in San Daniel. Das Instrument diesesKaufes ist das ältesteDokument das ich von meiüen Ahnen besitze. Benetto der jüngere hatte drei Söhne: Iseppo, Sal- 1 vator (pttflfT) und David: der erste war Goldarbeiter, und zugleich ein gelehrter Mann, ich besitze eine Abhandlung über Arithmetik in italienischer Sprache, in seiner eigenen Handschrift, und eine Abschrift seines j HÖ^rlH "HtiKtt Tvh (Talmudische Blumenlese) wie auch einige Randglossen zum Elpl** und eme Ueber- » ' ' Setzung der 1*yf2 riOTt?^ m italienischen Reimen. ', Er starb kinderlos. Salvator etablirte sich in Spielenberg | (ein Ländchen im Friaul) und im Jahre 1716 war er seinem Bruder David circa 140 h\ für ihm geliehenes Geld schuldig. Dieser David handelte mit Getreide und Produkten und erwarb 1714 ein Haus. Am 30. April- 1715 zahlte | er 69 venetianische Lire (13 ti. 10 Kr. C. M.) Zoll für Seide. Noch am 23. August 1716 lebte er. Aber schon am 30. April 1717 wurde der Zoll für Seide von seiner Witwe Letizia entrichtet. David hatte