Das jüdische Centralblatt
- Journal
- Das jüdische Centralblatt
- Volume
- 1 (1882)
- Issue
- 5 (1.3.1882)
- Date
- 1882-03-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT 53 ich nach Agram zurückkehre, berufe ich eine Enquete- Commission zur Berathnung dieser Gegenstaende ein, und ich werde die Freigebung der Grenze gewiss* befürworten, da ich die Israeliten während meines Feldzuges in Schlesien, Holstein, wo sie mir wesentlich Dienste geleistet achten gelernt. Gablenz hielt Wort. Ich hatte später mehrermale Gelegenheit mit diesem edlem Manne zu verkehren und musste ihn verehren lernen und als er in der Schweitz tragisch endete, war ich es der das angeführte Factum in ausführlicher Form als Nachruf in der Neuzeit veröffentlichte. Essek 10. Februar 1882. Dr. Spitzer. Zur Herausgabe des ersten Heftes Tat Oroth gesammelt von S. D. Luzzatto mit Anmerkungen von S. J. Halberstamm und herausgegeben von Eisig Graeber in Przemysl 1881. Es ist gewiss eines der löblichsten Verdienste unserer Zeit, die alexandrinischen Sammelfleiss mit kritischem Textstudium jüdischer Massoreten verbinden, die reichen liturgischen Schätze der spanischen Schule zu sammeln, zu veröffentlichen und mit kritischen Noten zu begleiten. Zu den ersten Förderern dieses Wissensgebietes zählt ohne Zweifel der selige #. D, Luzzatto; denn schon als ganz junger Mann sammelte er reichliches Material hiezu, das aber zum grosser Theil Manuscript blieb. Der mit einer rührenden Pietaet und Verehrung an seinen grossen Vater hängende Dr. Isaia Luzzatto in Padua hat diese Liedersammlung unserer grössten Dichter des spanischen Mittelalters dem Herrn Eisig Graeber zur Verfügung gestellt. Das erste uns vorliegende Heft ist in der That von Druckfehlern fast ganz frei, was bei Gedichten von Jehuda Haie vi, Gabirol, Ibn Esra von ganz besonderem Vortheil ist, da bei diesen Männern das Streben nach Kürze oft in Dunkelheit mündet. Dass der rühmlichst bekannte Gelehrte 8. J. Halberstamm Anmerkungen zu dieser Ausgabe hinzugefügt, ist natürlich sehr erfreulich und Herr Halberstamm hat sich dadurch den Dank der gelehrten Wrelt von neuem erworben. Doch ein Werl,:, das im Winter 1880 in Oran erschien ist zur Textkritik dieses Heftes Tal Oroth nicht verwendet worden, u. Z. zum grossem Nachtheile dieses Heftes (1) (1) Der Titel dieses Buches ist: Schibche Elohim von Nissim ben Elia Karsenti 1880, Oran. 2. Auflage prni riTyn na nw nvz dshj orto* *raw ♦"arsnp ix nron ytz hv dtst-t rottfön täh nK lawi pan rw npinö Li j-rster Linie ist eine Ausbeute zur Textkritik und in rwitm sagt uns dieses Buch, bei welcher Gelegenheit die betreffenden liturgischen Stücke gegenwärtig in Verwendung kommen und aller Wahrscheinlichkeit nach auch früher angewendet wurden. Es würde den Rahmen dieser Zeitschriftt überschreiten heissen, wollten wir sämtliche Varianten, die sich bei einem Vergleich ergeben, anführen. Doch wollen wir zur Probe einiges auführen. Schon auf Seite 1 im Titel Oroth finden wir das Gedicht rOvtf b*hb das R. Jehuda Halewi zugeschrieben wird. Dasselbe Gedicht Seite 50 des Schibche Elohim. Zunächst ist der Refrain aho *]b rabü vaa nntrx ^pnanx bv T^t^n CSV 0Den an gedruckt und wird in der Folge nicht mehr wiederholt. Statt ^rQHK findet sicü ^TÖIK Dieses Lied wird da als eine Ht^pD bezeichnet und ohne Angabe des Autors, die nur selten fehlt. In der 1. Stropfe steht statt CHFIK Ü^fo* die richtigere Lesart D'E^D in der 2ten statt l^^tfb lest man ^"HJ^I. in der dritten ist eine ganz bedeutende Variante, denn wir lesen statt des im Tal Oroth befindlichen Zeile folgendes ^Hp /tEHp ÜV*b I^Ktt "CftZ'b TK3p tD^MlDI nT in der 4. Stropte statt ,TrT ist H*HX statt np ist SSHp in der 5. Strophe statt ist DI v m der 6. Strophe sind statt J—Qttf (he Worte rQtP CV2 statt nTnanz liest min c^rren- *bm: statt -rn^ das Wort HITM Statt der im Thal Oreth mitgetheiten 7. Strophe findet man in Schibche Elohim 2 Strophen, die unzweifelhaft das richtige sind, und die folgendennassen lauten. Die 7. Strophe: dk *\b nn*r n: ♦niTTn jov *\b tük ♦nrnso whw er dw er nmöh er my)T jnipn vnbwb awn Die 8. Strophe: *\*xb ärvn ipv ♦mm -npE -pr ♦mw rriö» nnn dhih^ ♦muia 710 tu töxi b^bz nn* Ebenso findet sich das auf Seite 3 im Thal Oroth abgedruckte Gedicht Jehuda Halewi das mit den Worten iCHn* beginnt im Schibche Elohim Seite 206; hier findet sich allerdings nur die 1. Strophe, und zwar ist es als Hochzeitslied in Oran üblich Cifin rrfcn^ft aber auch in dieser einen Strophe finden sich bemerkenswerte Varianten. Das Gedicht auf Seite 5 mit den Worten ^^^0 "HST* findet sich im Schibche Seite 73 gleichfalls mit vielen Variaten und als HHötT Slp mifcÖPT das Gedicht auf Seite 8. das beginnt D^nj73n n°det sich im Schibche auf Seite 90 und zwar als