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Das jüdische Centralblatt · 1882-02-15 · 4 (15.2.1882) · p. Seite 47

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Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
4 (15.2.1882)
Date
1882-02-15
Page
Seite 47 (sequence 11)
Language
German
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DAS JÜDISCHE OESTJULBLATT. 41 Aniang an. Jedenfalls darf nicht übersehen werden, dass m und n sehr verwandte Laute sind, und oft ihre Rollen wechseln; Beispiele bietet in Menge Schuchardt's Vocalismus jJes Vulgärlateins. n wird durch * wiedergeben, und schliesst sich in jeder Hinsicht eng an m an. Wir haben bereits-gesehen, dass im ladino an Stelle von n m tritt; andererseits aber Inden wir auch im altspanischen n statt m so nemhrm statt nifcmbrar, im portugiesischen sogar hmbrm\ allenfalls die populäre Form (1) Der Übergang des n in r ist wol m den romanischen Sprachen ein gewöhnlicher; weit seltener and aus dem Alterthum durch keine sichere Form bezeugt Singegen ist nach Diez, Gr. IE 208 der Übergang des r m n sichergestUt. Schuchardt sagt: Schreibweisen wie folgende zeigen nur die Verwandtschaft zwischen r und n in Allgemeinen: uere meKinü statt bem mermpt, wir finden aber «I ladt ho einen derartigen Wechsel u. z. vmguema statt vcrgvcHzn. Ob hier etwa an einen Ausfall des r nnd eine spätere Einschiebung des n vor g, die an sich im spanischen sieht unmöglich ist. will ich nicht entscheiden. (3) (1) Romania, II. vol. Forme» divergentes de mots porwtgais p. 281-294 von Coelho. (2) Vocalismus d. Vulgärlat. I p. 141. (3) Es sei uns hier eine Bemerk« og zu Schuchardt's Vocalismus d. Vulgärlat. Bd. I p. 52 gestattet : „Im Worte «sfactum ist allerdings die Verwechslung des l mit t«* merkwürdig. Bekanntlich hatte c vor i und e denselben Laut wie sc. so dass üMau aus graphischen Gründen priwip-» schrieb, oder hatte der Schreiber nicht darauf geachtet. da die Aussprache in der That eine gleiche war und so setzte er per analogiam auch den übrigen Wörtern wie pisguescunt, propisquos ein s vor, um so «nehr. als auch bei diesen auf das n ein Gutturallaut folgte: tind in der Anmerkung hiezu lesen wir: Ebenso autfallend ist *• für n gesetzt in pisguescunt, Ver. Plin. 5319 27, propisquos. priscipes. Was zu nächst den Wechsel des l mit .<? betrifft, so ist dieser in den romanischen Sprachen kein so anerhörter; Avir lesen ja ebenso cttstiver für cultiver, siehe Burguy, dictionnaire de Ia langue d' Oil III Bd. Im Gebiete der semitischen Sprachen ist der Uebergang des l in s (th) ein regelmässiger vgl. Oppert's Grammaire assyrienne und Schräders Abhandlung über die Entzifferung der Keilinschriften in der DMZ. vom Jahre 1872: auch auf dem Gebiete der altaischeu Sprachen ist der Uebergang von s in? ein ganz gewöhnlicher, siehe Hunfalvys ostjakische Grammatik in meiner französischen Uebersetzung. Was nun das Befremdende bei dem üebergange von n zu .<* betrifft, so glauben wir allerdings, dass hier keine; Verwechslung, sondern zuerst Auslassung des n, d. h. gänzlicher Schwand statt fand: und dann wenn der Ausdruck gestattet ist, eine An Ersat^iekkptrtg eingetreten sei. Den Uebergang aus der Verwandlung des n in l und von da in * erklären, wäre zu weit hergeholt. Noch glaube ich bemerken zu müssen, dass der Gutturallaut zur Einschaltung des s Anlass fegeben, diess ist bei principe* der Fall. Oft aber vetritt das f. auch die Stelle von m; wir haben diess bereits bei p. 9 fcmbrar span. nembrar statt nembrar erwähnt; befremdend in dem ersten Blick wenigstens aber ist die ladino Form mungo „vielu für das heutige vutako viel im spanischen. In Smyrna schreiben die spanischen Juden noch mugo und mungo: bekanutlich stammt diess Wort aus lal. mtütm. Aus l wird im altspanischen und besonders nach ti r, und so hätten wir regelmässig aus muito muito muyto. Nun diese Form hat sich auch bei beiden Völkern Iis jetzt erhalten. Schuchardt erklärt sich den Uebergang aus muito zu mucho folgendermassen: muito, mutio, mutjo, mucho. Wie aber ist das n bei rnucho zu erklären? Zwar finden wir es.auch schon im Altspanischen (') so in den Versen. La mas noble figura de quantas yo haber pud Viuda rica es mvnr.ko, et moza de juventud etc. Wir kommen nun zur Emscnalhnjig des %u. z. glauben wir eine solche in dem Worte arrancar airacher zu finden, denn ich glaube nicht, dass an deutsches Rankt-n w\ denken ist, die Einschaltung des n ist im Spanischen ni< ht selten, im ladino linden wir wwhmplß statt exemplo, statt tssal emayo, so auch im spanischen emt-mmn statt nrnmeu. Ich glaube nun wird Sehuchardts (1) Frage betreff der Schreibung thensaurus nteailost betrachtet weiden können. Die Vorliebe des Spanischen für n vor « vorzugsweise, dort, wo der vorhergehende Vocal lang ist, und diess ist ja auch bei thesaurus (!>r;aaupoc) der Fall, ist wol klar. Wahrscheinlich haben also die Kelten das Wort aus demMunde von römischen oder romanisch r$$m de/u Männern gehört und entlehrt. Zur Verwandlung des n m s vgl. contiisua mnjte statt continuamente aus dem Jahre 5496 734 n. Gh. (Fürst. Literat, d. Or. 1847 p. 661. Lebensgeschichte Rafael Meldolas.) Dass das n zu r werden könne, haben wir bereits bemerkt, und diess ist auch im portugiesischen der Fall, so haben wir statt s&nar heilen die populäre Form sarar (3) p wird durch £ ausgedruckt, £ d. h. p mit einem Striche über dasselbe hat der. Wert von f. Dass lateinisches p im I spanischen s< verden kann, ist als bekannt vor auszusetzen, so entsteht aus Baptista der spanische Eigenname Bautista; so auch bavtlzar taufen. Und wie Schuchardt mit Recht annimmt macht sich Erweichung des / in u geltend. Nicht unerwähnt dürfen wir die Form Egifto s^att lügypto lassen, wo also p injf erweicht ist. Die Erweichung des p in u erklärt es andererseits wie so ursprüngliches b im spanischen l werden konnte (wir haben bereits zu wiederholten malen die Verschon Diez bemerkt in seil tugiesische Kunst und Hofpoesie muito gebraucht, so hat schon ( Schuchardt in seinem Vocal. d. schon in lateinischer? Inschriften 2 und vergleicht mit Recht hi plier statt multiplier Sa zieht ein rother Faden durch alle die Einwirkung der germanisc! manche}- zu denken ist nicht ges König Dionys von Portugal finde n siehe den Artikel Förstes in?r Arbeit über die erste pordass man im pg. häufig trotg und ie Handschrift ues Don Diniz (/). Vulgl. I 143 bemerkt, dass man nmuta statt uttdta -finde.u. z. Are. zu altfranzösisch: raoni, monte- ^ich nun das n bei multus wie omanischen Sprachen durch. An en nmne'c. engl. ,>iaa</, deutsch attet, da wir es eben schon bei q. Ueber die Einschaltung des ler Zeitschr. f. rom. Philqgie"l S77. Irr. i;i p. 3Ö3. (') FerdinandWolf.Studien zur spanisciie.n und portugiesischen Literaturgeschichte Berlin 1859, p. 111. (1) Schuchardt, I. p. 22. Im übrigen stimmen wir ganz mit Schuchardt überein, wenn er betreff' der Formen fr. tresor altsp. tresoro, neapolit. tresoro sowie der germ. tresor (ags) treso, triso (ahd). tresur tresu (aits.) annimmt, dass sie sich besser durch Einschaltung von r als durch Umwandlung von n in erklären lassen, ist doch die Vorliebe ein r nach einen t einzuschalten, wenn im selben Worte ein r yorkommt, in den romanischen Sprachen ganz bekannt. (3) Coelho Questoes p. 289. Zu bemerken ist dass der Wechsel von n zu r auch in semitischen Sprachen sich vorfindet, so heisst heb. Uhmu verbergen, während es aramäisch tamar lautet. Es ist hier noch nicht endgiltig festgestellt, welche Form die ältere ist, ob tamaa und tamar, was überhaupt von der Frage relative Alter beider Sprachen abhängt. (1) Schuchardt, Voc. d. Vulglat. das walachiscbe boteza. so auch das ^rj Die Etymologie des letzterer

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