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Das jüdische Centralblatt · 1882-02-15 · 4 (15.2.1882) · p. Seite 48

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Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
4 (15.2.1882)
Date
1882-02-15
Page
Seite 48 (sequence 12)
Language
German
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48 DAS JÜDISHE CENTKALBLATT. wandschaft zwischen den Lauten u und l hervorgehoben. Wenn Diez (1) gelegentlich der Notiz bemerkt, dass im Poema de Alex, umgekehrt 1 vor d eingeschoben wird als duldar. (dubitare, dudar) embeldar (imbibitare) recaldar (recapitare) recandar, und dann fragend hinzufügt. Soll dieses l ein aus p enstandenes u vertreten wie in galteras: l für u besteht, so können wir nur bejahend antworten; Denn ganz dasselbe ist bei coldo (aus lateinischem cobitus altspan. cobdo man vgl. die ladinoform covdo) der Fall (2). Aus cobitus wurde cobito cobto : cobdo. coude coldo. Ein Vorgang, in den romanischen Sprachen gar nicht ungewöhnlich. Um so mehr als wir in der That im Ladmo die vermittelnde Form covdo vorfinden. (Forsetzung folgt) J^ECENSIONEN. Grünwald Jakob k. k. Heligionslehrer. Festrede gehalten am Namensfeste Sr. Kaiserl. Majestät Franz Josef I. am 4. Oct. 1881 im isr. Tempel zu Ung. Hradisch. Verlag der Redaction des Jüd. Centraiblattes. Preis 10 Kreutzer 6. W. Die in einfacher und würdiger Sprache abgefasste Rede zeichnet sich von den modernen Reden dadurch aus, dass sie der zeitgemässen Deutung der Aggadah ihren wolverdienten Platz einräumt, was bei den modernen Rednern zu oft mit Unrecht vernachlässigt wird. Eine Gelegenheitsrede unmittelbar nach dem Versöhnungstage gehalten, darf wol nicht zu lange sein, dem hat auch der Verf. Rechnung getragen. ptosm spr vob sktt nism ^eke Pflichten des Vaters gegen seinen Sohn. Von Jakob Reif mann. Wer wie Reif mann sein ganzes Leben ausschliesslich dem Studium widmet und nicht angekränkelt ist von der alles nivellirenden Sucht unserer Zeit, ist besonders wert gehört zu werden, wenn er von den Pflichten der Eltern gegen ihre Kinder spricht. Denn nicht nur die Kinder haben Pflichten gegen ihre Eitern zu erfüllen, eine viel heiligere und ernstere Pflicht haben die Eltern gegen ihre Kinder zu üben. So selbstverständlich diess klingen mag, so ist es Zeit diess besonders hervorzuheben. •) Diez Gr. I p. 363 in der Anmerkung. (JjNwrtfc« I3.p. 98. darf man wohl die Mitt^ Reifmann., der s»>hr häufig Gelegenheitsschriftsteller ist hat diese Arbeit einem Schüler, der den ersten Sohn erhielt gewidmet und legt ihm seine Pflicht dar. Trotzdem diese Schrift pädagogischer Natur ist, sind dennoch zahlreiche philologisch-literarische Dinge darin enthalten. So wird auf Seite 3 der ausführliche Nachweis erbracht, dass die Schulet im gesummten SehrifttJium des Judeathuins als Söhne des Lehrers betrachtet und vice versa die Lehrer die Väter der Schüler genannt wurden. Die klossisrhc Stelle ist die von Elis'a dem Jünger Elia s ^"""w" 22^ '2X ^-X* Seite 4, 5, 6 ist in der Anmerkung eine erschöpfende Darstellung des Gebrauche* hj£ und die Frage, wie so man dennoch im heutige« Judenthume die Redensart plJDI "13 gebrauche» dürfe, da im Talmud Sabbat 67, b ausdrücklich zu lesen ist, dass man diese Redensart wegen Nachahmung heidnischer Gebräuche nicht anwenden dürfe. Eine Antwort wäre allerdings zu geben u. z. die, dass in unserer Zeit die mythologischen Gottheiten alter Zeit nicht mehr bestehen, also die Redensart zur blossem Phrase, herabgesunken ist. Auch in Bezug auf das Pathenweseu (Oevätterwesen) sind Reifmamrs Bemerkungen gegen Zunz' Bemerkung in seiner Literaturgeschichte der synagogalen Poesie von Bedeutung. Interessant untl lehrreich zugleich ist die Begründung, weshalb man im alten Judenthume mit dem Unterrichte der Opfer d.h. mit dem Buche Leviticus begann. Der Midrasch sagt schon sehr schön (Midrasch Wajikra rabba, Paraschah 7) Rab Assi sagt: Man fängt aus dem Grunde mit dem Opfer an, weil die Opfer rein sind, so mögen die reinen d.h. unschuldigen Kinder kommen und sich mit den reinen Opfern zuerst beschäftigen. Nach Reilmann sollte damit angedeutet werden, dass Sittenreinheit dem Wissen vorangehen soll. Niemand wird das Heft Reifmann's ohne Befriedigung und ohne reichliche Belehrung aus den Händen legen und diess ist wahrlich die beste Empfehlung für eine Schrift. Brieftasten der Reiaction Ehrw. Bez. Rabb. S. Hahn Nr. 6 wird die Fortsetzung der Biographie R. J. Assuds bringen. — Dr. W. Münz Breslau. Aus Raummangel erst in Nr. 6 unserer Zeitschrift. — Ehrw. Bez. Rabb. J Grünwald Mohacs. — Danken herzlichst erscheint in Nr. 5. — Lic. theol. Dr. Aug. Wünsche. Wo bleibt Pesiktha? — Ehrw. Dr. Spitzer Essek. Danken erschein in Nr. 5 Bitten um weitere Nachrichten. — Ehrw. Dr. Frankl-Grün Kremsier. Sep. Abdr. 200 Exempl. per Bogen H fl. — Ehrw. Oberrabbiner Leon Finzy Sarajevo. — Bitte so weit als möglich die Namen sämtlicher Rabbinen von Bosnien seit 200 Jahrhen Besitzen Sie vielleicht das Buch Esralh Naschim von Masche Von Ckabih. Wenn ja so bitte höflichst darum. — Dr. J. Luzzatto Padova. Ho scrittoal signor Graebar et al reverendissimo signore rabbino maggiore G. E. Levi a Corfu. Prego d'inviarmi il calendario ebraico di 20 secoli Vukkuachal Hakkabalah ed il Catalogo du fei Mr. Joseph Almanzi et 1' Index raisonne. II prezzo: de 16 pagine dieci live. Faro il mio possibile pella propagazione de scritte del illustrissimo signor Vestro padre. Schiuss r?e Redastion am 9. Februar 131:2. (5) Sitzungsberichte der Kaise. Schäften zu Wien. Philos. histor. Cla^aann's Buchhandlung in Belovar. Verantwortlicher Redacteur Dr. M. Grünwald.

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