Das jüdische Centralblatt
- Journal
- Das jüdische Centralblatt
- Volume
- 1 (1882)
- Issue
- 4 (15.2.1882)
- Date
- 1882-02-15
- Page
- Seite 44 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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44 DAS; JÜDISCHE CENTRALBLATT J in #■ in den lateinischen Inschriften. (1). Man könnte vielmehr den entgegengesetzten Vermuthung R aura geben, dass die verwandte Aussprache dieser Buchstaben zu aehnlicher . graphischer Darstellung Veranlassung bot. Wie diess bereits Corssen und Schuchardt zeigten, muss man einen Verschlag von d vor j annehmen. DieNebenform hidscho für hijo können wir folgendermassen erklären: filio, filjo, und dann mit Auslassung des / fijo, aber als Ersatz des f. den g Laut. Dass 2 Formen neben einander bestanden, die sich jede unhabhängig von ein« ander entwickelten, hat Goelho in seinem Aufsatze.: Formes divergentes de mots portugais (2) sehr schön nachgewiesen so z. B. in dem Worte diabo u. z. diabolns ... diabolo an. diahoo X diabfo diabo X diabjo X <liaj<> diachp Wenn nun das g, wie wir sehen, sowohl spanisches j als auch den weichen Laut des französischen j ausdrückte, so .ist wohl kein Zweifel, dass die ursprüngliche Aussprache des j als ch Laut. inderThat erst germanischem Einflüsse zuzuschreiben ist. Denn gerade unter Carl dem Iten, der seine Kinder-und Jugendjahre in den Niederlanden zubrachte, die Jahre, die den stärksten und nachaltigsten Einfluss auf dessen ganze fernere Lebenszeit ausüben, ist es mit Recht anzunehmen, dass die Kehllaute (3) die er so oft aussprach, ihm unentbehrlich wurden, und die bekannte Begünstigung, den Niederländern zn Theil werden liess und, zu sich heranzog, macht es mehr als wahrscheinlich, dass diese als. die für die übrigen Kreise massgebenden es nicht ungern werden mit angesehen haben, dass, ich würde sagen, das charakteristische ihrei; Sprache, der scharfe ch Laut dem spanischen mit einverleibt wurde. So hatte der Vorgänger Philipp's seinem Sohne auch eine veränderte Sprache zum Erbe gelassen, mit der Aussprache änderte sich auch das Schicksal Spaniens. — Diez's Annahme, dass man theoretisch 2erlei j annehmen müsse, fällt also eo ipso. Über die Vertretung des j ch ausgesprochen, sowie über dessen Transscription im Hebräischen als auch im Arabischen weiter unten. (1) Das etwa in diesen Inschriften die Ähnlichkeit des oskischen I (z) (i) etwas zu dieser Veränderung, beigetragen ist nicht, glaublich. (2) Versuch einer Formenlehre der oskisehen Sprache mit den oskischen Inschriften und Glossar von Ernst Enderes. (3) iiomania, receuil trinn striel publie par Paul Meyer et Gaston Paris II. vol. p. 281-294. (4) Wichtigkeit des Studiums der damandischen Sprache für den Philologen von Dr. Teipel in Herrig's Archiv, V. Bd. p. 326-333 Wir kommen nun zum d. d hat im Anlaut seinen gewöhnlichen Laut beibehalten; im Inlaut, noch viel häutiger aber im Auslaut finden wir im ladin o das d mit einem Haken versehen d d. h. also erweicht. Schon Diez (1) bemerkt: d hat am Ende der Wörter eine eigentümliche lispelnde Aussprache, die sich (Franceson* einem sd oder zd mit sehr weichen z oder % nähert., so dass Madrid fast wie Madrizd klingt, wie denn die Alten zb. Berceo auch Madriz schrieben. Diese Annahme wird I nun durch die Mouill rung des d Lautes im ladino be- [ stätigt. (2) Zur Gewissheit aber wird es dadurch er- | hoben, dass portugiesisch Madril für Madrid geschrieben wird. (3). , Es ist wol nicht ohne Interesse zu bemerken, dass : auch auf dem Gebiete der semitischen Sprachen, und hier sogar fasst regelmässig d zu. I wird, so heisst zk aramäisch azad gehen, hebräisch aber ozal (4). Das h kommt, wie wir bereits bemerkt haben, im ladint nie vor und wird selbst in dem mit lateinischen Lettern; gedruckten Büchern oft ausgelassen. Das u (i) kommt, nie im Anlaut vor; es wird ihm, wie j diess im Hebräischen vor jedem Vocal nothwendig ist, immer i ein als Spiritus lenis vorgesetzt; soll der Diphthong; au ausgedruckt werden, so wird auu geschrieben: | u (D als In-und Auslaut bezeichnet auf gleiche Weise I o und u, ohne dass man ein besonders Merkmal hätte. \ wann o und wann wieder u zu lesen wäre. Wir kommen nun zum f. Das 1 hat den Laut eines i gelinden s, etwa den des heutigen tranzösischen z. Viel wichtiger aber ist die Feststellung des f. d. h.; des monillirten s Lautes. Es wäre also zunächst wie ja jede Monillirung ein consonantales j mit sich führt als I sj. zu erklären. Die heutige Aussprache im Spanischen dieses im ladino 5 durch f. ausgedruckten Lautes ist j (ch gesprochen). I Bekanntlich hat im Spanischen g nach e und i denselben | Laut wie das j (also auch den Gutturallaut ch) (5). Sehen (1) Diez, Gramm. F. p. 363 (2) Dass das d auch in r übergehen könne, sehen wir in j dem Gedichte von Bardos. Le coeur des Muses, wo von der spa-; machen Insel gesprochen wird u. z: Pire y del Sur tiene aquel mar | que del torrido africano, sur statt sud=Sü 1 vgl. noch dazu Questoes ' von Coelho p. 291. (3) Questoes da lengua Portugueza por P. Adolphe I Coelho Primeira parte. Preliminares o lessico o consonatismo. Livraria | international de Ernesto Chardron 96 largo dos Clergos 98, Porte | et Eugenio Chardron, 4 largo de San. Francisco A. Braga. 1874 p. 291; er führt daselbst für den Übergang des d in l an: julgar de judicare, Gü de Aegidius. (4) Vgl. Literaturblatt des Orients, herausgegeben von Prof. Dr. Julius Fürst 1843, p. 745. Auch in den altaischen Sprachen, vorzüglich aber in den ugrofinnischen Sprachen findet sich der! Übergang des d in l vgl. Magyar-ugor összshasonlitö szötar irta Budenz Jözsef I. füzet (1-16 iv) Budapest Eggenberger-fele Akad. Könyvkereskedes 1872-73 p. 174 (Finno-ugrisches vergleichendes Wörterbuch von J. Budenz I. Theil, Bogen 1-16. Budapest in der akademischen Buchhandlung von Eggenberger, vgl. forner az ejszaki j asztyak nyely irta Hunfalvy Pal und meine französische Ueber-! setzuug: Essai d' unc grammaire ostiake par .Paul llunfalvy, j traduit par Maurice Grünwald, Paris 1875. Ernest Leroux, libraire- I editeur. (5) Vgl Schuchardt, Vocalismus des Vulgärlateins I. p. 90. i y hatte 2 Laute dz und g und i zwei dz und j.