Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Centralblatt · 1882-02-15 · 4 (15.2.1882) · p. Seite 41

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
4 (15.2.1882)
Date
1882-02-15
Page
Seite 41 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/9620166-9626018-9625182--036-9625187
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT. 41 K 2 3 2 1 n i i rt n & i rra (esprit do-m;) b •"' g (j/ >./<«" gfefefc =■ £ut/ou pot,rg=zj) tildt y d . h v (v, o, u, ou) w (v, quelquefow le tild.e manque, fecris alors vv) z (s douce) meme valetir que la zain simple. il n'existe que dam les mots htbrmx t r\ ==i e ou y d'd-d. consorme ffi' (y>?) ne se trouve pas dans motre texte b a 4 J D B B ac? P n # n — : m n n'existe que dun* les o%ots hebreux (l'sfra n ca is es t n o te par) h (n existe que dam les mots hebreux) P (et quelquefois pour P~f) V~f : C (tS, ds) ■ k (et quelquefois pour q — ch) ■ <1 (ch); r s S (s forte danx les mots hebrevs le ltf=sch n existe que dans les mots hebreux=zth. Ein sehr vollständiges Tableau aller möglichen Verbindungen der Voeale zur Bildung von Dihpthongen und Triphthongen g;bt Böhmer in seiner von uns bereits erwähnten Arbeit p. 204 ff., das wir hier wiedergeben: *K (y et) i $ et e e K '/ n i ik (v et) v u et o 0 Mit Recht bemerkt Böhmer, dass mit Ausnahme des Vocales u jeder Vokal bei der schriftlichen Darstellung des nicht entrathen konnte, und wir fügen hinzu, selbst beim u muss es noch heutzutage vor demselben stehen. Es ist also wol am richtigsten, wenn man mit Darmstetter dem hebräischen Aleph den Spiritus lenis der Griechen an die Seite setzt. Wir wollen noch nach Böhmer die übrigen möglichen Vocalgruppen hieherstollen: 11?1 Kl V " K* 1K KS (u) ui ua in (i) (o-) {e). HU ue ue ■ ■io ii ia au ai aa. uo Ol oa eu ie ie ao de ae OU ei ea eu ei ea 00 oe oe eo ei ee. eo ee( -) ee (1) Romania reeeuil triir estriel consacre a l'etude des langues et de litteratures romanes publik par Paui Meyer et Gaston Paris. Paris, Librairie A. Franck F. Yieweg proprietaire, 67 rue Richelieu. (2) Bei Böhmer ist hier irrthümlich eo statt ee und in der nächsten Spalte ebenfalls irrthümlich ee statt eo gesetzt p. 205. Dass die hier angewendete Transscriptionsmethode in der Hauptsache richtig ist, beweist die richtige Entzifferung der bis jetzt von Böhmer und Darmstetter veröffentlichten Arbeiten und hätten wir nur noch zu bemerken, dass die Länge de* Vokals oft durch Hinzufügung eines fl (h) besonders am Ende des Wortes gekennzeichnet wurde, so in in einem in meinem Besitze sich befindlichen Glossare aus dem 17. Jhdt. (1) wo dio „Gott" italiänisch folgendermassen ausgedrückt ist: ♦rwr (2). Kehren wir nun zur Transscription des Espanolischen zurück, so können wir dieses System ganz wohl benützen; müssen aber hinzufügen, dass das (g) stets den Laut dsch (italienisches g vor i, e) wiedergibt, nie den gelinden Laut des heutigen französischen g vor e, i, oder den des frz. j; überhaupt nie vorkömmt und g als Vertreter des scharfen s sehr häufig in Anwendung gebracht wird. Wie in allgemeinen ein Hacken über einen Buchstaben dessen Erweichung anzeigt, so ist diess auch hier der Fall, und wir haben folgende Buchstaben mit einem solchen Zeichen im Espanolischen versehen: das den Laut v wiederg'bt, *f d -feinem weichen s, es findet sich dieser Laut bloss im In-und Auslaut, nie im Anlaut. Wir werden weiter darauf zurückkommen, wo wir über die Aussprache des d im Spanischen sprechen werden. 7 d. i. z oder eigentlich gelindes s (z) mit einem Haken vertritt grösstentheils das heutige spanische j (bekanntlich den Gutturailaut cJiet ausdrückend), so wird hijo Sohn, altspan. fijo und im mit jüdischen Lettern geschriebenen Spanisch i/o geschrieben, <>/« das Auge mit — ozo wiedergegeben. Als interessante Nebenform gewahren wir igio mit ital. Charakteren igio, statt hijo: v£?!Ü*D"p eonsigos, mit ital. Charakteren consigios statt des gewöhnlichen consejos. Eine Erklärung dieses Überganges werden wir in der Lautlehre geben. (1) Der Titel des Buches ist hebräisch u. z. HS n*"n*"Q nötl? HSD Labium purum, Lexicon ebraiciim germanicum, italicum, et latinum authore R. Nathan Nata ben R. Mosis Hanoveriensis Pragae 5420 (1660 p. Bh.) Vgl. ferner des interessante Buch Makre-Dardeke, e:n hebräisch-arabisch-italienisches Glossar, besprochen von Hermann Bodek, im Literaraturblatt des Orients p. 612-618; das Buch stammt vom Jahre 1488 u. Ch. (2) Es hat dieses Glossar noch das Gute, dass es durchgehends punktirt ist und könnte jedenfalls dessen Veröffentlichung als Beitrag zur Erkentniss der italienischen Dialekte dienen. Denn uicht nur die Aussprache weicht von der heutigen ab, sondern viele ^Yörter haben entweder eine ganz eigene Bedeutung oder aber eine andere lautliche Form als die sie jetzt haben. So finden wir gradline. ..Hagel" statt des üblichen grandine; vämpa, gew. Flamme mit der Bedeutung Dampf; statt des gew. cenere Asche cendera; das a fehlt sonderbarer Weise im Anfange vieler Wörter, so lesen wir Ifondunzia statt, ital. abboudanza, legrezze statt allegrezza u. s. f. Selbst für das Lateinische und Deutsche wäre so manche Ausbeute aus diesem kleiner Glossar zu holen. Nach Angabe des Herausgebers wurde der ital. Theil von einem geborenen Italiäner abgefasst, von einem gewissen Gabriel Blanim aus der Stadt Alifiane (?). V

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.