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Das jüdische Centralblatt · 1882-02-15 · 4 (15.2.1882) · p. Seite 40

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Journal
Das jüdische Centralblatt
Volume
1 (1882)
Issue
4 (15.2.1882)
Date
1882-02-15
Page
Seite 40 (sequence 4)
Language
German
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DAS JÜDISCHE CENTRALBLATT. (Dein Wunsche nachzukommen, da ich immer ein Freund des allgemeinen Nuteens war (wiewol einige sagen werden dass ich nur meinen persönlichen Nutzen im Auge hatte, gegen die ich mich aber nicht vertheidigen will, da deren j Beleidigung mich nicht trifft) (1) übersetzte ich Bibel! ins SparuM-hr. weil die. übrigen Nationen sich durchaus nicht beklagen können, diese Wolthat (die Übersetzung der Bibel in die Muttersprache nämlich) zu entbehren. Daraus erhellt, dass das Bspanolisch im Sinne des Übersetzers das damalige Spanisch war, da doch noch j heute in der spanischen Sprach „spanisch" espanol heisst. | und weiter: Porque Haha, Francia, Flades, Alemana e \ Inglaterra no carecen della: y aun en Cataluna, en nuestra Espana, sc traslado e imprimio en la rnisma lengua Oatalano. i Y como en codas las provincias de Europa, o las mas la | lengua Espanola es las mos capiesa, y tenida en mayor preeio assi proeure que esta noatra Biblia, por sei en lengua Castellana fuesse la mas liegada ä la verdaci hebrayca que ser midiesse. In derselben Einleitung lesen I^ehnffenheii der Sprache selb? Y aunque ä algunos paresca el len 'str<'nt<i. i/ Tunij diferentedel pi tiempos se usa, no se pudo hazer de seguir palabra po por dos (que es muv tue foreado seguir el usaron. que aunque wir nun, .betrifft, ucciarar itenoner was die folgendes: en nuestros .sue querien un vocablo ni posnoner dincultoso) lenguaje que tm antiyos Hehreos en algo estramo. bien considerado. hallarän tener la propiedad del vocablo Hebrayco. y allä tiene su gravedad que iaantiquedad suele tener. (2) Man ersieht also daraus zur Gentige, dass die Juden ihrer Sprache den Titel der Spanischen v gaben; doch sehen wir bald darauf den Namen ladino für diese selbe Sprache angewendet; so lesen wir in einem Betbuche derselben Spanier (3): „por que trayendoie consigo cada Uno en la faldiquera en qualquiera ocazion se pueda servir del el ladino para los que no sabe« Hebrayca que con el mismo livro les sera facii aprenderlas etc. Übrigens machen nicht die spanischen Juden allein Auspruch auf den Ehrennamen ladino, so führt ja eine der italienischen Mundarten noch bis heute den Namen hidhi. Ich glaube aber noch einen 2ten Grund dieser Bezeichung darin zu finden, dass im Pcema del Cid Vers 2676 ein des Spanischen kundiger Maure un muro ütit genannt wird (4). Im Orient wie in Occident aber haben nd*on von (1) Das ist der Sinn fies taimudiscben Wort Z'" SDn (2) Jacototsche Methode: palabra y>or pal, den Spaniern. (3) Orden de Bendieiones y las ocazioneB en que ae deven dezir. Con muchas adiciones a las precentes iinpredeciones y por mejor methodo dispuestas. En la Estampa de Albertus Magius, en Amsterdam 5447 .{1686 ri. Cb.) mit dem bebr. Titel: «ri kt -03 yra' p «nis-ö Tic (4) Diez, Grammatik der romanischen Sprachen, I. Tbeii, 3. Auflage 1*70 p. 74. sich bei den spanische Juden selbst, sowohl der Name ladino als espanol erhalten. Während nun in Oriente die seit der Vertreibung der Juden aus Spanien und Portugal veröffentlichten Bücher fortan mit jüdischen Charakteren gedruckt werden, wurden die in Europa veröffentlichten Werke bis zum Jahre 1720 grösstentheils mit lateinischen Buchstaben gedruckt, so dass nach de los Rios das Oraciomü cotidiaho eben erst im Jahre 1720 in's Hebräische zurückübertragen wurde, weil wie de los Rios sagt: les Juifs de race espagnole refugies dans les cites du Nord avaient toujours lu en langue eastillane (1). Da die spanischen Juden aber zm selben Zeit auch die Hoffnung auf die Rückkehr nach Spanien nach und nach ganz aufgegeben, haben sie fortan trotz Beibehaltung der Sprach^ dennoch die jüdischen Buchstaben zur Anwendung gebracht. Es wird also zunächst unsere Aufgabe sein die Transscription des Espanolisehcn mit jüdischen Buchstaben mite uthei len. II. CAPITKL. Tran'ssf'ripHbri des Jtdtwi-ö (Espanolischen. i Bekanntlich war die Cömmunication unter der Juden zu allen Zeiten und selbst in den ärgsten Zeiten des Mittelalters eine sehr lebhafte und wurde ihnen, unter welchen Himmelsstrichen sie auch leben mochten, durch dieKentniss der Hebräischen Sprache sehr erleichtert, die zur allgemeinen Schriftsprache erhoben wurde, und heute noch in sehr fielen Orten es ist. So musste es denn kommen, dass sowohl Franzosen als Espanolen, sowohl Provenzalen als auch Italiener das gleiche Transscriptionssystem in Anwendung brachten. Auf Ansuchen des Prof. Eduard Böhmer copirte Dr. Adolf Neubauer, jetzt Bibliothekar an der Bodlejana in Oxford, ein Vocabulaire hebraieo-francais, das in den Romanischen Studien veröffentlicht ist (2). Anschliessend daran hat nun Prof. Böhmer im selben Hefte eine Abhandlung unter dem Titel veröffentlicht: De voeabulis Francogälticis Judaice transscriptis (p. 147-220) Arsene Darmstetter, repetiteur an der Ecole de hautes etudes in Paris hat in der Romania im Jahre 1874 folgende Arbeit veröffentlicht: Deux elegies du Vatican p. 443-48* Das von Darmstetter in seiner angeführten Arbeit aufgestelte Transscriptionssystem ist folgendes: (1) Amador de los Rios, traduit par Magnabal p. 5*2 (2) Romanische Studien, herausgegeben von Ed. Böhmer, Halle, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses p. 163-196. / : J

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