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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 566

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 566 (sequence 588)
Language
German
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IRI
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566 seinem Weibe, darum spricht das Weib zum Manne nach dem Worte der Schrift: wohin du gehest, gehe ich, und wo du weilest, da weile auch ich; da ist, da soll sein keine Verschiedenheit der Interessen, keine Trennung der Ebre und des Gutes, keine Sonderung der Gefühle, keine Spaltung der Herzen — sondern Alles Eins, einig! Wollet ihr also, mein Brautpaar, euren Bund schließen an einem Heilstage, und ihn dauern lassen als eine immer fortgesetzte Gnadenzeit, so laßt ihn euch zu einer ganzen, nngetheilten, vollkommnen Vereinigung werden; wie heute eure Herzen voll Liebe schlagen, so liebet euch immer; wie heute du, meine Braut, deinen Bräutigam umrankest, als der dich rettet aus der Vereinsamung, als die Stütze deines zukünftigen Lebens, du, meiu Bräutigam, die Hand deiner Braut ergreifest, als an der du wandeln willst deine zukünftigen Wege — so sei es immer unter euch, nichts dränge sich zwischen euch, nichts störe eure Eintracht — dann werdet ihr erhöret, dann werdet ihr gewahret werden! 2. Und der Bund der Ehe wird zweitens geschlossen, mein Brautpaar, in einer Zeit des Glückes. Nicht so, mein Brautpaar, ihr fühlet euch heute beglückt, tief beseligt? Und wenn auch manche trübe Erinnerung-' eure Herzen aus vergangenen Zeiten, aus herben Verlusten, aus schweren Tagen beschleichen will, es kommet doch nicht auf, und die Fröhlichkeit, euch nun zu besitzen, übet ihre Siegeskraft! Und so sei es, fühlet euch nur voll Wonne! Aber, weil die Ehe geschlossen wird in der Zeit inniger Glückesgefühle — darum wird sie geschlossen auf Glück und Unglück, auf den Wechsel des irdischen Geschickes, all den Wandel. Denn der Mensch ist einmal nicht zu ungestörter Seligkeit, zu ungetrübtem Wandeln auf weichen Blumenrabatten berufen. Und also sei es auch bei euch! Ja, schwöret euch in dieser Stunde zu — was und wie es auch komme, wir halten mit

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