Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 513 (sequence 535)
- Language
- German
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513 Feuersbrunst und Wasserflutb, das kann Menschenhand und Todeshand zerstören und vernichten: was schön und mächtig auf Erden, muß zu Staub und Asche werden aber die Lehre und der Glaube Gottes sind wie mit den ewigen Sternen geschrieben, die in unserer Brust nimmer erlöschen. Sind eS nicht diese allein, die Israel sich gerettet aus den Trümmern und Ruinen seines Glücks und seiner Güter? die uns über Meer und Länder, über Gebirg und Niederung begleiteten? die uns ausrecht erhielten bei den Stürmen unserS Volks und unseren eigenen? Wohlan, gel. Fr., so sei eS uns zum höchsten Tröste, zur.schönsten Freude, diese Lehre und diesen Glauben in unserer Jugend, in unseren Söhnen und Töchtern immer wieder aufleben, sich immer wieder erneuern, immer wieder zu neuer Kraft und Herrlichkeit erblühen zu sehen; wir wollen auch heute den heiligen und heilvollen Bund der Religion knüpfen, um diese; zuvor aber lasset uns nachseben, welches dieses Band sein müsse zwischen uns und der Religion, wie stark, wie kräftig, und schlagen hierzu auf die heutige Sidrab, erhabenen Inhalts, und wählen aus ihr den Lten Vers des Lien Kap. des Lten B. Mosis, die euch wohlbekannten Worte: '712 Ihr, die ihr hanget am Ewigen eurem Gotte, lebet allzumal heute! l. Gel. Zuh.! Betrachten wir den Menschen und Alles, was an ihm und um ihn ist, schauen wir auf alle seine Geschehnisse, Begebenheiten und Vorgänge, so erkennen wir ein Doppeltes an ihm: einen ewigen Wechsel, und in diesem Wechsel ein Bleibendes, Unwandelbares, das ewige Ich. Während sich Alles verändert, Alles mit der Zeit eine andre, eine verschiedene Gestalt annimmt: innen das klopfende Herz und der denkende Geist bleibet dasselbe; wir fühlen unser innerstes Ich ununterbrochen und gleich, das bleibt, das fühlet 33