Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 512 (sequence 534)
- Language
- German
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51 2 vernehmen; laß mich ergreifen die Geister Aller, die vor dieser heiligen Lade stehen; segne diese geweihete Stunde, unsterbliche Seelen dir zu weiben; segne auch die Hand — die ick jetzt zu dir erbebe — Segen zu ertheilen: Denn Gott ist im Himmel, wir aber aus der Erde! — Amen. Geliebte Zuhörer! Bon wannen der wahre Trost ausströme für die sterbliche Brust, ihr wisset es — aus Gott und seiner Lebre und seinem Glauben! Der Trost der Welt hält nicht, er verrauscht, der Trost der Menschen geht, wenn sie selbst gehen, nur der Trost Gottes begleitet uns in die stillen Kammern der Seele, und baut die Trümmer unseres Muthes und unserer Kraft wieder auf zu stattlichem Gebäu, und wölbet die Brust wieder erhaben, die die Hand des Kummers zerschlug, und löset den nagenden Zug der Seufzer in einen linden, kühlender! Hauch um. Dieser Trost Gottes, seiner Lebre und seines Glaubens komme denn auch heute zu uns, als am Sabbatb des Trostes, S. Nachmu, der mit dem vergangenen S. der Klage einfaßt den Trauertag Jerusalems wie Vorder- und Hinterpforte, wie Eingang und Ausgang. Und wie anders, wie schöner könntet ihr ihm begegnen, als in der Gestalt eurer eignen Söhne und Töchter, die ich an dieser geweihten Stelle versammelte? ^2 ^125 "?2 2^LN2 Wie Pfeile in der Hand des Helden, also sind Kinder den Eltern (Ps. 127, L.) Und um wie viel mehr, wenn diese Kinder, wenn diese Wesen von eurem Wesen in und trotz der Zartheit ihrer Jugend aussprechen das Wort Gottes, und seine Lehre verkünden, und seinen Glauben bekennen, — ist dies nicht ein Trost Gottes und ein Trost seiner Lehre und ein Trost seines Glaubens? Also der erhabenste , der in eurer Brust Raum gewinnen kann! Denn was wir gewinnen aus Erden, das können wir verlieren, das kann