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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 469

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 469 (sequence 491)
Language
German
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IRI
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469 Dienst des spanischen Königs sein Erbtheil — das Königreich Juda und Israel, verlassen zu haben. Wir haben schon oben erwäbnt, welche Schritte Abarbanel zur Abwendung des Unglücks seiner Brüder beim Könige tbat, als der furchtbare Befehl im Jahre >492 zur Räumung des Landes erging: seine Bemühungen, seine flehendlichen Bitten, seine Verwendungen bei den Großen des Reiches waren vergeblich. Er verließ mit seinen Glaubensgenossen Spanien und schiffte sich in Carthagena nach Neapel ein. Kaum hatte er hier seine Verhältnisse geordnet, als der betagte König Ferdinand, den Abarbanel einen frommen Monarchen nennt, ihn zu sich rufen ließ, der seines Nathes und seiner Hülfe um so eher bedurfte, da der französische König Karl VIII. mit großer Heeresmacht Italien bedrohte und zur Eroberung des Königreichs Neapel die ernstesten Anstalten machte. Der Aufenthalt Abarbanels in Neapel dauerte daher nicht über ein Jahr, während welcher Zeit er am Buche der Könige arbeitete (s. die Vorrede hierzu). Ferdinand starb 70 Jahre alt, von Kummer und Sorgen bedrängt, am 25ften Januar 1495. Der ihm auf dem Throne folgende Alfons war, von den Franzosen in die Enge getrieben, genötbigt nach Sicilien überzuschiffen, wohin ihm auch Abarbanel treulich, mit Zurücklassung seiner Familie, bis nach Messina folgte. Er stand damals in seinem 57ften Lebensjahre. Die in Neapel einrückenden Franzosen plünderten sein Haus aus. Nachdem der König in ein Kloster gegangen war, zwangen ihn Verfolgungen der Mißgunst, nach Corfu überzuschiffen. Hier bearbeitete er den Jesaias und hatte die Freude, zufällig wieder zu dem in Lissabon verloren gegangenen Kommentar zum Deuteronom zu gelangen. Er begab sich indeß bald darauf nach Monopolis, wohin ihm seine Familie folgte. Doch auch hier fand Abarbanel keine bleibende Stätte und reis'te nach Venedig ab. Hier vollendete er den Kommentar zum 5ten Buche Mosis und verfaßte im 61 Jahre die meisten übrigen Werke; erst im 67sten Jahre schrieb er den Com-

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