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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 444

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 444 (sequence 466)
Language
German
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IRI
…/7166791-9630800--1801-9623714
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L44 beln*), gedacht, bei deren Befolgung das Verdienst desto größer sei, jemehr der Mensch Neigung zum Gegentheil hatte, als hinsichtlich verbotener Speisen u. s. f. Der siebente Abschnitt skizzirt die Hindernisse, die dem Menschen in der Erkenntniß des göttlichen Wesens entgegentreten, nämlich die moralischen und intellektuellen Unvollkommenheiten des Menschen, die den Menschen von Gott trennen, und bestimmt die Grade der Propheten nach Maßgabe ihres moralischen Werthes, indem jede Leidenschaft dem Prophetengeiste entgegentritt und ihn schwächt, was er durch mehrere Beispiele näher erläutert. — Daß Maimonides, sobald er ans diese Weise ins eigentliche Gebiet der Theologie eingeht, seinen sonstigen Führer, Aristoteles, verläßt, und eigenen Weg weiter wandelt, ergibt sich von selbst. Aristoteles ist noch dazu hierin ein sehr unabhängiger Denker, wie er es den Zeitverhältnissen nach sein mußte. Denn die griechische Mythologie hatte damals schon allen Glauben bei den Vernünftigeren verloren; demnächst hatten die Griechen nichts Göttliches mehr, was auf ihre Philosopheme influiren konnte. Ich kenne nur eine einzige Stelle in sämmtlichen Aristotelischen Werken, wo er von der Gottheit philosophisch spricht, und auch nur mit wenigen Worten**). Er sagt daselbst, Gott sei das unsichtbare, beste Wesen, ein unbewegliches, vom Sinnlichen getrenntes, untheilbares und ungetheiltes, unveränderliches Dasein. Eine unmittelbare Verbindung der Gottheit mit der Welt, selbst mit der Physis, noch weniger eine moralische mit den Menschen, eine das Schicksal leitende Vorsehung kennt er gar nicht. Daß der Mensch nur mit Anlagen zum Guten oder Bösen, nicht mit Tugend oder Laster selbst aus der Hand **) L,. XI. e. VII. x>. 250 eä. lauodnitr. 2wov — «/kkyHs xttt «ötttt'ykrox — «vtr^oloorox.

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