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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 438

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 438 (sequence 460)
Language
German
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IRI
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L38 gleich dem griechischen H^Lw^xov*), als diejenige, welche die Verdauung der Speisen bewirke; zu dieser rechnet Maimonides eben so die Zeugungskraft (^12^), wie Aristoteles 7Lve-7!.;. 2) Die Sinn es kraft gleich dem «t2Ä"/j-7!.x2v, Beide verstehen die fünf Sinne darunter. 3) Das Begehrungs vermögen gleich dem oxsx^xov. L) Verstandes kraft (^7^) gleich dem 8k.«- V2^I.X2V. Nun aber sind Maimonides und Aristoteles hinsichtlich des fünften Seelenvermögens scheinbar verschieden**). Maimonides zählt nämlich noch die Einbildungskraft auf, Aristoteles die örtliche Bewegung straft -70 Xk.vrj-7l.xvv x«-7« -7VV -72772V. Denn Aristoteles rechnet die Einbildungskraft zum Sinnesvermögen, in so fern zwar „die Phantasie mit der sinnlichen Empfindung nicht eine und dieselbe sei, aber doch ohne Sinneskraft nicht eristire, sondern vielmehr eine Verbindung der Sinneskraft und des Denkvermögens sei***)." Übereinstimmend hiermit erklärt Maimonides: „Die Einbildungskraft ist das Vermögen, gehabte Empfindungen da noch zu wiederholen, wo die Gegenstände, welche Eindruck auf die Sinne machten, schon längst abwesend sind." Von der andern Seite nahm Maimonides mit Recht die örtliche Bewegungskraft nicht als besonderes Vermögen an, indem Aristoteles selbst die Bewegung aus dem Begehrungsvermögen hervorgehen und bewirken läßt, also das Letztere eigentlich mit Jener dasselbe ist****). Im zweiten Abschnitte untersucht nun Maimonides, welche Seelenkräfte die Ursache und Quelle der guten und schlechten Sitten seien, d. h. der Übertretung und Befolgung der Gebote und Verbote. Hier folgt nun Maimonides abermals ganz dem Aristoteles, indem er zwei Vollkommenheiten *) tristst, äs smw. II. o. 3. tz. 1. **) Ich habe dieses deshalb als fünftes angenommen, obgleich es eigentlich beim Aristoteles viertes, beim Maimonides drittes ist. ***) Vs LNIW. III. e. 3. tz. 4. ****) De anüu. III. e. 10.

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