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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 437

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 437 (sequence 459)
Language
German
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437 und Abendländern die verbreitetste war.. Aber ganz anders und nm Vieles gesegneter griff er diese auf, als alle seine Zeitgenossen. Denn während Araber lind Abendländer, Letztere noch dazu aus dem corrnmpirten und verstümmelten arabischen Organon des Aristoteles allein, nur die logische und metbaphvsische Seite des Aristoteles umfaßten, und in ihren verdrehten Syllogismen zu einem Zerrbilde scholastischer Wortkrämerei machten: ging Maimonides von der Moralphilosophie des Aristoteles aus, und vereinigte diese auf vernunftgemäße Weise mit der Offenbarung. Davon wird sich der Leser baldigst überzeugen, daß von Nachbeterei des Stagiriten unser selbstständiger Maimonides nichts weiß, wie denn schon sein Zweck, innerhalb der Offenbarung zu philosophiren, eine stricte Nachfolge hinsichtlick) des die Offenbarung noch nicht einmal ahnenden Griechen von selbst ausschließt. Die rein philosophischen Schriften des Maimonides sind 1) die 8ell6nrone kerakirn, 2) und 3) Da nun der Zweck dieser drei Schriften ein verschiedener, und sich innerhalb verschiedener Theile der Philosophie bewegender ist, so begnügen wir uns diesmal, der ersten Schrift zu folgen. Die 8 olle MON6 kerrrllirn sollen nach der Absicht des Verfassers eine Einleitung in den talmudischen Tractat Aboth bilden: eine Psychologie in acht Abschnitten. Er spricht daher im ersten Abschnitte von der menschlichen Seele und ihren Kräften, weil, wer die Seele heilen will, sie zuerst kennen lernen muß. Hier finden wir denn gleich den Ariftoteliker. Er nimmt nämlich wie Aristoteles fünf Vermögen der Seele an: l) die ernährende Kraft (^71), chische Philosoph, aber gewiß der gelehrteste. Seine Werke sind höchst zahlreich, rein philosophischen, naturwissenschaftlichen und politischen Inhalts. (Vergl. St ah r, Aristotelia Thl. I. Halle 1830. P. Philippson, Podalirius H. I. 1832. L Philipp)on, "1^?/ Lsrol. 1830.)

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