Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 435 (sequence 457)
- Language
- German
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n. Weber die Philosophie des Maimonidcs, mit besonderer Berücksichtigung ihrer Quelle, des Aristoteles. Eine Skizze. Wenn in dunkler Nacht, wo die Wolken sich am Himmel jagen, hier und da ein Heller, strahlender Stern hervortritt, dann begrüßt der zagende Wanderer diesen mit lebhafter Freude, und stößt seufzend den Wunsch aus: ach bliebest du leuchtend, und andere folgten dir deiner Art, wie leicht würde mir der saure Weg werden! Ein solcher Stern an solchem Himmel war Moses ben Maimon: zu einer Zeit, wo der Araber Blüthe wieder im Abwelken war, und wo die ganze abendländische Welt in wissenschaftlicher Beziehung nichts kannte, als die licht- und farblosen Streitigkeiten der scholastischen Nominalist'en und Realisten unter den Fahnen eines Roscelinus, Wilhelm von Campellis und Peter Abälardus. Ein gesunder Mensch unter unzähligen Kranken, verbindend die Theologie der heiligen Schrift und des Talmuds mit der Philosophie des Aristoteles, und der Medicin und der Naturwissenschaft der Araber. Zu Cordova in Spanien geboren im Jahre I l39, Sohn eines gelehrten Laters, zweimal Leibarzt ägyptischer Sultane, 28*