Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 165)
- Language
- German
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1L3 Und Israel soll hören — zu Israel sprach und spricht er, Israel s Ahnen erschien er auf dem Gipfel des Sinai, ' Jsrael's Väter sahen die Erscheinung, das Licht Gottes, als noch Finfterniß die ganze damalige Erde bedeckte! Und was sprach er zu ihm? Nicht die lautersten Lehren, nicht die heiligsten Gebote und Vorschriften, nicht die gerechtesten Gesetze? Wie es heißt im heutigen Abschnitt: Wo ist ein so großes Volk, das so gerechte Gesetze und Rechte hätte, als diese ganze Thora, die ich euch heute vorlege? (5. B. Mos. K. L. V. 5.) Also darum soll Israel hören, Israel ganz, recht hören, hören zu seinem Frieden und seiner Reinheit, zu seiner Freude und Heiterkeit, zu seinem Tröste! Meine Freunde, wenn das kein Trost wäre, was vermöchte uns denn zu trösten? zu trösten über den Verlust des gelobten Landes, so wie über jeden Verlust, der uns trifft, an Vermögen, an Ehre, an Geliebten. Den Herrn zu hören, dem Alles gehört, und daß Israel ihn hören soll, dem er die Fülle seiner Gnade, seine Offenbarung, sein Sich Selbst gegeben — ist das nicht ein ewiges Erbtheil, ein unvergängliches Eigenthum, ein stets unverlorener Besitz? den raubt uns Niemand, den zerstört Niemand — also höre, Israel! ' II. Der Ewige, unser Gott! Der Ewige, der Unvergängliche, vor dem die Zeit nicht vorüberwandelt, vor dem keine Vergangenheit und keine Zukunft, sondern Alles Gegenwart ist, er ohne Anfang und ohne Ende, er vor der Schöpfung und nach der Schöpfung, er vor den Gräbern und nach den Gräbern, er ohne Wandel, er steigt nicht, er sinkt nicht, er bleibt Derselbige — und was sind wir vor ihm? wir, Staubgeborne, wir Kinder einer flüchtigen Zeit, wir heute geboren, morgen gestorben, heute blühend, morgen dahingewelkt, wir mit dem gebrechli-