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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 122

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 122 (sequence 144)
Language
German
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IRI
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12L der Mitte der Gemeinde. Das heißt dies: er nahm. Er riß sich los, der unglückselige Korach, von der ganzen Gemeinde Israels, er stellte sich auf sich selbst, getrennt von seinen Brüdern, getrennt von seinem Gotte. Darum überträgt der Chaldäer d. h. Korach trennte sich. Und so hat uns denn die Schrift den ganzen unglücklichen Schritt des Korack mit diesem einzigen Worte gegeben und geschildert: er nahm sich, er trennte sich, er riß sich los von seinem Volke, er stellte sich Mose, der Religion, Gott gegenüber, und sprach: ich bin mir selbst genug, ich will euch widerstreben, ich will mit euch streiten, aber wahrlich! nicht im Namen des Himmels! — Einen jeden Menschen, meine Lieben, hat die Vorsehung schon mit seiner Geburt auf eine gewisse Stelle, gleichsam auf einen bestimmten Posten gestellt. Der Eine wird in Armuth geboren, der Andere in Fülle und Reichthum, der Eine kräftig und stark, der Andere schwach und gebrechlich, der Eine in einem höhern, der Andere in einem niedern Stande, der Eine in dem Jahrhundert, in diesem Lande, in diesem Volke, der Andere in jenem, der Eine als Israelit zu allen Pflichten und Geboten Israels, der Andere in einer andern Religion. Das ist das unmittelbare Werk der Vorsehung Gottes. So wie wir uns keine andern Eltern, keine andern Geschwister geben können, als die, die uns Gott bei unserer Geburt ertheilte, so sind auch die Bedingungen unwandelbar, die uns beim Eintritt in das Leben empfangen. Wohl dem Menschen, der den Wink der Vorsehung erkennt, der dem Gebote der Vorsehung willig gehorchet, der seine Stelle, seinen Posten wohl bewahret, und alle die Pflichten treu erfüllet, die ihm durch denselben auferlegt sind. Wehe aber dem Menschen, der die Vorsehung meistern will, der die Gaben seines Schöpfers mit Verachtung von sich wirft, und mit eigener Kraft sich neue, andere erwerben will; wehe dem, der seinen Stand, sein Land, sein Volk, seine Religion verläßt, in der Irre herumschweift, und sich Anderen in die Arme wirst — seine Bestimmung ist

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