Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 143)
- Language
- German
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121 dern des wirklichen menschlichen Lebens; sie eröffnet uns die Höhen und Tiefen des menschlichen Herzens; sie zeigt uns den Kampf der Leidenschaften mit der Wahrheit, des Irdischen mit dem Himmlischen; sie macht es uns klar, daß das Letztere oft vom Ersteren überwunden und gefesselt wird, aber nur ans kurze Zeit, denn die Wahrheit muß siegen, und der Streit im Namen des Himmels muß bestehen und triumphirend aus jedem Kampfe hervorgehen; sie zeiget uns in Beispielen, in tiefen, ergreifenden Beispielen, wie wir handeln sollen, und was wir zu vermeiden haben. So lasset uns denn auch heute die Empörungsgeschichte des Korach näher betrachten, sie soll uns, den Enkeln derselben Männer, lehren, was sie enthält, ihre Warnungen und ihre Drohungen, ihre Mahnungen und Ermunterungen. Geliebte Zuhörer! Die heil. Schrift säugt die Erzählung geradezu ohne Einleitung und Vorwort mit folgenden Worten an: Und es nahm Korach, der Sohn Iizhar's, des Sohnes Kehath's, des Sohnes Levi's, und Dathan und Abiram, die Söhne Eliab's, und On, der Sohn des Peleth, Nachkommen Rubens. (L B. Mos. 16, 1.) I. Einfache Worte! Meist Namen — und dennoch, Freunde, laßt uns schon hier verweilen. Sollte der Anfang einer so ergreifenden Begebenheit so nichtssagend, so unbedeutend sein? Und nicht blos einfach, auch dunkel. Korach nahm, der Sohn Iizhar's, des Sohnes Kehgth's, des Sohnes Levi's. — Was, wen nahm er? Wir wenden uns zu den Erklärern, um uns Raths zu erholen. Da macht uns Raschi zuvörderst aufmerksam, indem er erklärt: 7^8 ^1712 er nahm sich selbst, er stellte sich auf eine Seite, getrennt zu sein von