Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 138)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/7166791-9630800--1473-9623386- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
116 Nebel. Und dies Eine gebäret andere. Da schleicht sich erstens die Verachtung, die Hintansetzung seiner israelitischen Glaubensgenossen ein, und zweitens eine falsche Scham, die Vorschriften unsrer Religion auszuüben, und sich dadurch dem Judenthume anhängig zu erkennen zu geben. O Israeliten, sehet ihr nicht, daß der wahrhafte, der rechtdenkende, der erleuchtete Andersglaubende euch gerade darum weniger schätzen wird? Denn wer ist treu, der nicht dem Glauben, dem er angehört, und angehörend bleibt, treu ist? Das weiß ein Jeder. Und sehet ihr nicht, Israeliten, das dies der Wurm ist, der die edle Rebe aushöhlt uud zeruagt? Jmmerhiu gehet nach außen, immerhin verbrüdert euch, das bringt Segen, Segen für euch, für euren Glauben, für eure Nation — aber nur mit den rechten, und auf die rechte Weise! Ich warne euch. D'rum wachet, ihr Eltern, über eure Jugend, wachet des Tages und des Nachts, damit nicht, was schon zu gedeihen, was herrlich emporzublühen und zu reifen begann, taube, wurmzernagte Früchte trage, und eure schönen Hoffnungen traurig verloren gebe. V. 12 2^N 2^. 251 Auch eine Kelter grub er hinein! In der Mitte Jerusalems, auf dem Berge Morija, stand der Tempel des Herrn. Dahin wallten die Abkömmlinge Jakobs, ihre Erstlinge, Zehenten und Gebete zu bringen, und die Einheit des' Hauses Israel zu erneuern und zu verfestigen. Da standen die Priester am Altäre, da standen der Leviten Tausende, und sangen und spielten zu Ehren des Herrn Zebaoth; da wurden die Feste begangen, und die Begebenheiten der Nation gefeiert. Er war die Kelter, die der Herr gegraben in den Felsen an seinem Weinberge, daß daselbst die gesammelten Früchte zum Weine der Frömmigkeit und Tugend werden sollten. — Und wie wenden wir dieses für euch an, Eltern, die ihre Kinder sorgfältig erzogen und