Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 136)
- Language
- German
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uz wohnheit, ihr habet nicht das Heil im Auge, sondern das irdische Leben. O Israel, verlangt dies der Herr von dir? Oder was anders, als daß du Ehrfurcht vor ihm habest, auf seinen Wegen wandelst, ihn liebest und ihm dienest von ganzem Herzen und von ganzer Seele? Israel, sind das Trauben, oder Harlinge, die der edle Weinstock des göttlichen Gesetzes trägt? Wie lange soll der Herr noch warten und harren auf die Trauben seiner Rebe? Wahrlich, mit Mühe gepflanzt, mit Mühe zur Blüthe gebracht — und doch nur wenige Früchte?-Noch einmal, Geliebte, die Religion eurer Väter ist der edle Weinstock, den ihr zu pflanzen habt in eure Kinderseelen, die Religion und die Liebe zu ihr, und war nun der Boden zuvor umgegraben und entsteinigt, wie anders werdet ihr schauen auf den blühenden Weinberg, als aus den öden, wüsten? Und wenn ihr eure Kinder sehen werdet, als kräftige, in der Furcht Gottes und der Liebe der Menschen strebende Jünglinge, wandelnde Jungfrauen, wenn ihr sie sehen werdet, angehörig ihrer Religion und der ganzen Menschheit durch Frömmigkeit, Tugend, Liebe, Demuth, Barmherzigkeit, Ehre und Redlichkeit — werdet ihr dann nicht ausrufen mit inbrünstiger Stimme: sie sind die Pflanzung meiner Freude, aber auch meiner Mühe, denn ich grub um, entsteinigte, und pflanzte edle Rebe! IV. Er baute einen Wachtthurm In seine Mitte! Wobl getban ist nun das Werk, meine Geliebten. Ihr schontet keine Mühewaltung, keine Anstrengung, keine Aufopferung. Und der Regen und Sonnenschein und Blitz des Herrn kamen dazu herunter von den Wolken — dies sind in der Erziehung des Menschen die Schicksale der Familie, die Verhältnisse, die Begebenheiten, die ausgehen von der Bestimmung des Herrn — nun blüht's, und die Früchte