Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 135)
- Language
- German
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^13 sprachest, Nater auf Erden, zu deinem Kinde, und von seiner Erkenntniß; wenn du im Namen des Herrn, Mutter, deinem Kinde ein Verbot gabst; und ihr sähet hinunter zu demselben, und es sah auf eure Lippen, und horchte voll Andacht auf die darüber gleitenden Worte — wie ihr da so beruhigt wäret, und segnetet euer Kind, euren Herrn und seine Lehre -Und warum dies so selten, Eltern? warum nicht öfter, nicht stets, wenn ihr aufstehet, und euch niederleget, und im Hause, und auf der Reise? — Zwiefaches, Israeliten, müsset ihr euren Kindern geben, die Religion und die Liebe zu ihr. Lehret ihr sie die Gesetze und Lehren der heiligen Schrift, erfahren sie, was darin verzeichnet ist, und die Erklärung und Auslegung desselben — dies ist noch nicht genug. Wenn ihr sie ihnen einflößet als das Höchste und Heiligste der Menschenwelt; wenn ihr ihnen offenbaret die Allgüte des Weltenschöpsers, die unendliche Gnade Gottes, die nicht verschmähte, dem Staubgebornen ihr Wesen kund zu thun; wenn ihr ihnen zeiget den Frieden der Religion, ihre Beseligung und ihre Verherrlichung; wenn ihr ihnen deutlich macht, daß dieser Gott, den sie bewundern in seinen Werken rings umher, erst recht erkannt, recht ersichtlich, recht begreiflich wird in der Religion — nur dann erst ist genug geschehen: denn nun lernen sie auch lieben die Religion, lieben als höchstes Kleinod, als den Schmuck des Glückes, und den Schutz des Unglückes, als den Wegweiser des Reichen, und den Stab des Dürftigen, als die Leuchte des dunkeln Lebens! Hinweg, ihr Gleichgültigen, die ihr eure Religion kennet, denen sie aber gleichgültig und geringfügig ist — hinweg, ihr engen, beschränkten Seelen, ihr kalten, knöchernen Herzen, ihr eisigen, schalen Gemüther, was wollet ihr in unsrer Mitte? euch ist der Himmel grau, und die Erde schmuzig, und der Tod findet an euch nichts zu tödten! — Aber auch ihr, denen die Religion Mosis nur die Äusübung von Ceremonien heischt, ohne Liebe, ohne Andacht, ohne andre innere Macht, als die Nothwendigkeit der Ge- 8