Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1854
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 66)
- Language
- German
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44 sein, nicht unbarmherzig, nicht ungütig, nicht unweise sein; sein Wille muß stets allgerecht, stets allbarmherzig, stets allgütig, stets allweise sein, er kann also selbst aus seinem Wesen nicht herausgehen. Das Wort '71 aber ist überirdisch; es findet sich in keiner Sprache, so viele ibrer auch von den Zungen der Menschen ertönen, ein ähnliches, eines, was ihm an Ausdruck und Inhalt gleich käme. Es findet sich aber auch auf Erden kein Gegenstand, der dem Sinne dieses Wortes zu vergleichen wäre. Alles auf Erden hat Geburt und Tod, Alles, die Erde selbst ist entstanden und vergeht, hat einen Anfang und ein Ende. Gott aber ist ewig. Gott war nie nicht. Dies ist die Grenze des menschlichen Geistes, er kann es nicht wirklich fassen, nicht ganz begreifen. Alle, die wir hier stehen mit diesem und jenem Sinne, mit dieser und jener Kraft und Anlage, wir Alle sind geboren als schwache, werdende Geschöpfe, und hinter der Geburt stehet der Tod und folget ihr unabänderlich. Da stehen wir denn in dem schnell vorübereilenden Augenblick, den wir Gegenwart nennen, und die Tage, die wir verlebt von unserm Entstehen, nennen wir Vergangenheit, und die Tage, die uns noch kommen bis zur Stunde unsers Endes, nennen wir Zukunft — aber der Ewige hat keine Vergangenheit, denn er ist nie entstanden, und keine Zukunft, denn er hat kein Ende, er hat nur eine Gegenwart, die Alles einschließt; Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist ihm Eines, so wie der Name '71 alle drei Zeiten mit einemmale umschließt und in ihnen zusammengesetzt ist: 71^71' 8171 71171 81N WN 8171 — Ferner: Alles, was auf Erden ist, verändert sich, was sich verändert, verändert sich in der Zeit; auf einmal ist Nichts zweierlei; aber mit dem Wechsel der Zeit wechselt Alles seine Beschaffenheit; der aber, der keine Zeit hat, dem Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft Eines ist, der Ewige, verändert sich nie, der ist unveränderlich Eines und immer; weder sein Wesen, noch seine Eigenschaften, noch sein Wille