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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 45

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 45 (sequence 67)
Language
German
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IRI
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verändert sich 'N — wie Eines an sich, so ist er auch Eines in der Zeit, d. i. in der Ewigkeit. — Endlich bezeichnet der Name 'N noch das ewige Sein, von welchem alles Wesen sein Sein hat, von welchem alles Dasein der Ausfluß ist; denn Nichts kann sein, obne daß der Witte Gottes das Dasein in ihn hineingebracht, und sobald der Wille Gottes sich aus ihm entfernt, bört auch sein Dasein auf. Das Dasein an sich aber hört nie auf, denn es ist Gott. Dieses, geliebte Zuhörer, ist der Begriff der Allmacht und der Ewigkeit, die unser Text von einander abstufet, und die Einsicht in die erste dem Abraham, Isaak und Jakob, die Erkenntniß der zweiten aber dem Moses zuschreibt. Allmacht ist die Summe aller vorhandenen Kräfte, Fädigkeiten und Vermögen, Ewigkeit das Einssein der Zeit, die Unveränderlichkeit und das gesammte Dasein. III. Unsere Weisen sagen, geliebte Zuhörer: Nicht die Erklärung ist die Hauptsache, sondern die Thal. Und so wollen wir uns denn nach dieser schwierigen Untersuchung auf dem Gebiete der Lehre zu der Wirklichkeit zurückbegeben, zu dem praktischen Leben, das uns umwogt, und in welchem wir festhalten sollen, was wir dort erfahren und gewonnen haben. Wie Viele, meine Brüder und Schwestern, unter euch, in den unglücklichen Lagen ihres Lebens, wo kein sicherer Ausweg, keine feste Hoffnung sich ihrem Auge darbot, wo der Weg ihres Lebens nur in die Tiefe zu führen schien, wo mit unabwendbarer Angst Noch und Sorge, Mangel und Schmach auf sie eindrangen, wo der Verlust geliebter Wesen, Gatten und Kinder, Brüder und Eltern, die Kraft des Herzens gebrochen, wie Viele unter euch haben da ausgerufen, wie Mose: Warum läßt du es uns so übel ergehen?

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