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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite XIII

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite XIII (sequence 15)
Language
German
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IRI
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XllI währen und einen ordnungsmäßigen Charakter zu geben, das, worauf ich aller Orten dringe. Nur keinen Privat-Religionsunterricht! nur kein Religionsunterricht in „Stunden"! Ich kenne aus langer Erfahrung die ungeheuren Schwierigkeiten der Religionsschule; die beschränkte Zeit (— Sonntag Vormittag, Mittwoch Nachmittag, Sonnabend Nachmittag — nur nicht an den anderen Tagen — Trennung von Knaben und Mädchen, wenigstens sobald sie über die erste Schulstufe hinweg sind —) und die Fülle der Gegenstände (— Religionslehre, politische, literarische und Religionsgeschichte Israels, Liturgie, Hebräisch, und zwar Lesen, Grammatik, Uebersetzen der Gebete und Bibel!) ferner die Vereinigung aus allen Schulstusen, die Hintenansetzung der Religionsschule und der aus ihr erfließenden häuslichen Arbeiten von Seiten der Eltern, die mannichsaltigen Anforderungen nach dem buntscheckigen Religionscodex der Eltern u. ff. — aber alle diese Schwierigkeiten müssen besiegt werden. Denn je mehr die Kultübungen aus den Häusern der Juden schwinden, je weniger schnell die Synagoge sich den Forderungen der von ihren Eltern selbst ganz anders erzogenen Jugend fügt, je verallgemeinernder das Leben auf die Jugend wirkt — desto mehr wird die Religionsschule zum unentbehrlichen Eckstein des Judenthums. Der Religionslehrer muß daher seine Anstrengungen immerfort erhöhen; er muß Geduld, Ausdauer, Konsequenz in unerschütterlicher Weise üben; Undankbarkeit, Verkennung, immerwährender Tadel müssen ihm gleichgültig sein; wennseine liebsten'Schüler seine Richtung verlassen, so darf auch dies ihn nimmer beirren; in ihm muß stets der Gedanke wachen: dich hat die göttliche Vorsehung auf einen sehr vorgerückten Wachtposten gestellt; du dienest nicht diesen Eltern und Kindern,

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