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Israelitischer Jugendfreund · 1905-01-01 · 17 (1905) · p. Seite 263

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
11 (1905) Jung Israel
Issue
17 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 263 (sequence 11)
Language
German
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JUNG ISRAEL 263 geruch im Zelte Kasanas. Einmal flog ihm die Erinnerung an sie durch den Sinn, sonst aber gab es während dieser Stunden keinen Augenblick, der ihm Zeit gelassen hätte, ihrer zu gedenken. Er hatte alle Hände voll zu tun, denn hielt galt es, den Tang beiseite schassen, den eine Woge auf den Weg geschleudert, dort den leitenden Bock einer Schafherde, die sich weigerte, den feuchten Grund zu beschreiten, an den Hörnern fassen und ihn sich nachzuziehen, oder auch Rinder und Lasttiere durch eine Lache zu treiben, vor der sie scheuten. Manchmal hatte er auch die Schulter an einen schwer beladenen Karren zu stemmen, dessen Räder zu tief in dem weichen Sande versanken und wie sich selbst bei dieser wunderbaren, folgenschweren Wanderung hart an: ägyptischen User zwischen zwei Hirtenscharen Streit um den Vortritt erhob, ließ er schnell durch das Los entscheiden, wer voranziehen, wer zurückzubleiben habe. Zwei kleine Mädchen, die sich weinend sträubten, eine Lache zu durchschreiten, während die Mutter mit dein Säugling aus dem Arme zu schassen hatte, trug er rasch entschlossen durch das seichte Wasser, und den Lastwagen, dem ein Rad gebrochen, ließ er beim Licht der Fackeln behend zur Seite schassen und befahl kräftigen Frönern, die nur ein Bündelchen trugen, sich mit den Säcken und Ballen, ja auch mit den Trümmern des Fuhrwerkes zu beladen. Weinenden Frauen und Kindern warf er ein tröstendes Wort zu, und traf der Schein einer Fackel das Antlitz eines Altersgenossen, auf dessen Mitwirkung bei der Befreiung des Iosua er hoffte, stellte er ihm in kurzen Worten eine kühne Tat in Aussicht, die er im Bund mit ihm zu wagen gedenke. Tie Rauchpsannenträger, die sonst den Wandernden voranzogen, mußten diesmal ihre Reihen beschließen, denn der aus Nordosten daherbrausende Sturm hätte den Qualm den: Volke entgegengetrieben. Sie standen am ägyptischen User und schon war der ganze Zug an ihn vorübergekomtnen, nur nicht die Aussätzigen, die als allerletzte den Fremden folgten. Sie waren eine bunte Schar und bestanden aus Asiaten, semitischen Blutes, die dem Frondienste oder harten Strafen entwichen, die das ägyptische Gesetz über sie verhängt, aus Krämern, die unter den tausenden der Auswanderer Käufer für ihre Wäret! fanden, oder auch aus Schafhirten, denen die Grenzbeamten die Heintkehr verwehrt. Ihnen gegettüber hatte Ephraim einen schweren Stand, denn sie weigerten sich, das feste Land zu

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